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Gerold von Jerusalem (Gerold von Flandern oder Gerald von Lausanne; französisch meist Giraud; † 7. September 1239) war Abt der Abtei Molesme und dann der Abtei Cluny, sowie von 1225 bis 1238 Lateinischer Patriarch von Jerusalem.

LebenBearbeiten

Von 1208 bis 1215 war Gerold Abt von Molesme (Molême) und wurde danach von den Mönchen von Cluny zum Abt gewählt. In dieser Position war er in den Erbfolgekrieg um die Champagne verwickelt. Er war immer wieder in päpstlichem Auftrag unterwegs. So erhob und verwaltete er beispielsweise im Jahr 1215 die Kreuzzugsgelder und leitete sie an den Schatzmeister des Templerordens in Paris weiter. 1220 wurde Gerold durch einen personellen Tausch Bischof von Valence. Ab 1225 war er Patriarch von Jerusalem, erlebte als solcher den Kreuzzug Friedrichs II. mit und stand diesem sehr kritisch gegenüber.

Er starb wahrscheinlich am 7. September 1239.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Wilhelm Jacobs: Patriarch Gerold von Jerusalem. Ein Beitrag zur Kreuzzugsgeschichte Friedrichs II. Aachen 1905 (archive.org).

AnmerkungenBearbeiten

  1. Wilhelm Jacobs: Patriarch Gerold von Jerusalem. Aachen 1905, S. 61 f.
VorgängerAmtNachfolger
Guillaume II. von ElsassAbt von Cluny
1215–1220
Rolland de Hainaut
Humbert de MiribelBischof von Valence
1220–1225
Wilhelm von Savoyen
Radulf von MérencourtPatriarch von Jerusalem
1225–1238
Robert von Nantes