Hauptmenü öffnen

Gerold Schwarzenbach

Schweizer Chemiker
(Weitergeleitet von Gerold Karl Schwarzenbach)

LebenBearbeiten

Schwarzenbach wuchs in Horgen auf, sein Vater war Direktor der dortigen Seidenfärberei. Er studierte Chemie an der ETH Zürich und promovierte 1928 mit seiner Dissertation Studien über die Salzbildung von Beizenfarbstoffen. 1929 war er zuerst Ramsey Fellow am University College London und dann Oberassistent von Paul Karrer an der Universität Zürich. Von 1930, dem Jahr seiner Habilitation, bis 1955 war er Privatdozent und später Professor (1936 Titularprofessor, 1943 außerordentlicher Professor, 1947 ordentlicher Professor) für analytische und spezielle anorganische Chemie an der Universität Zürich. 1955 wurde er ordentlicher Professor der ETH Zürich und Leiter des Labors für anorganische Chemie, bis er 1973 in den Ruhestand trat.

1937/38 war er als Rockefeller Stipendiat bei Leonor Michaelis am Rockefeller Institute in New York City und bei Linus Pauling am Caltech. Er war auch am Iowa State College.

Eines seiner wichtigsten Forschungsthemen war die Koordinationschemie. So war Schwarzenbach massgeblich an der Erforschung von EDTA, einem der noch heute meist eingesetzten Liganden, beteiligt. 1945 entwickelte er das Verfahren der Chelatometrie (Komplexometrie), über das er ein Standardwerk verfasste.

AuszeichnungenBearbeiten

PublikationenBearbeiten

  • Schwarzenbach, Flaschka, "Die komplexometrische Titration", 5. Aufl. 1965, Enke Verlag, Stuttgart.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Marcel-Benoist-Preis – Die bisherigen Preisträger: Gerold Schwarzenbach
  2. Mitgliedseintrag von Karl Schwarzenbach bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 10. Februar 2016.
  3. Lista mottagare. Svenska Kemisamfundet, abgerufen am 7. September 2019.