Gernot Mittler

deutscher Politiker, MdL

Gernot Mittler (* 6. April 1940 in Obermendig) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1993 bis 2006 Finanzminister und von 1996 bis 2006 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz.

FamilieBearbeiten

Gernot Mittler ist verheiratet und hat einen Sohn.

Ausbildung und BerufBearbeiten

Mittler besuchte acht Jahre lang die katholische Volksschule Obermendig; nach Abschluss der Kreishandelsschule Mayen im Jahr 1956 und anschließender Ausbildung zum Bankkaufmann arbeitete er von 1959 bis 1963 bei der Deutschen Landesrentenbank in Bonn, besuchte anschließend drei Jahre die höhere Wirtschaftsfachschule der Stadt Köln und erreichte dort seinen Abschluss als Diplom-Betriebswirt (FH). Bis 1986 war Mittler als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft tätig, wechselte dann in den Vorstand der Kreissparkasse Mayen und wurde 1988 deren Vorsitzender.

PolitikBearbeiten

Mittler ist seit 1960 Mitglied der SPD. 1993 wurde er vom damaligen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping als Finanzminister in dessen Kabinett berufen.

Seit 1993 war Mittler Mitglied des Bundesrates, ebenso gehörte er für das Land Rheinland-Pfalz dem Vermittlungsausschuss an.

1996 wurde Mittler Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, dem er 10 Jahre lang angehörte. Zur Landtagswahl 2006 trat er nicht mehr als Kandidat an und schied auch aus dem Kabinett aus. Mittler war im Zeitpunkt seines Ausscheidens dienstältester Finanzminister; er hatte dieses Amt länger inne als jeder Finanzminister bundesweit. Nachfolger im Amt des rheinland-pfälzischen Finanzministers wurde der bisherige Staatssekretär Ingolf Deubel.

SonstigesBearbeiten

Gernot Mittler war von 2005 bis 2014 ehrenamtlicher Präsident von Special Olympics Deutschland.
Seit der Gründung im Jahr 2004 ist Mittler Vorsitzender des Vereins der Freunde der Benediktinerabtei Maria Laach.[1]

Siehe auchBearbeiten

Kabinett ScharpingKabinett Beck IKabinett Beck IIKabinett Beck III

Ehrungen und AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Homepage der Abtei Maria Laach. Abgerufen am 20. August 2017.