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Germanwatch e. V. ist ein 1991 gegründeter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und einem Büro in Berlin.

Germanwatch
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1991
Sitz Bonn
Personen Christoph Bals (Politischer Geschäftsführer)
Schwerpunkt Entwicklung und Globale Klimagerechtigkeit
Website germanwatch.org

Die Entwicklungs- und Umweltorganisation engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt von Lebensgrundlagen. Dabei konzentriert sich der Verein auf Politik und Wirtschaft der Länder des globalen Nordens und setzt sich für Gerechtigkeit für die Menschen des globalen Südens ein.[1] Politischer Geschäftsführer von Germanwatch ist seit 2005 Christoph Bals.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsweise und ArbeitsfelderBearbeiten

Der Verein leistet eine am Gemeinwohl orientierte Lobby-, Kampagnen-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und gilt mit seinen Fachpublikationen als Denkfabrik. Im Zentrum stehen der Dialog mit Politik und Wirtschaft sowie die Information und Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Grundlage der Arbeit bilden wissenschaftliche Analysen, der Informationsaustausch mit Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Akteuren aus Politik und Wirtschaft. In diesem Rahmen bestehen unter anderem Kontakte zu Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen und Unternehmen.[1]

Die inhaltliche Tätigkeit bezieht sich auf die Arbeitsfelder:[2]

StrukturBearbeiten

Der Verein hat über 500 Mitglieder, von denen nicht alle stimmberechtigt sind.[2]

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Zuschüssen der Germanwatch nahen Stiftung Zukunftsfähigkeit sowie aus Projektmitteln öffentlicher und privater Zuschussgeber.[2]

Der Vorstand besteht aus mindestens zwei, maximal neun Personen. Er wird alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Der Vorstand verantwortet im Auftrag der Mitglieder die Tätigkeiten von Germanwatch und beruft die Geschäftsführung.[3]

In den Büros arbeiten insgesamt rund 40 Mitarbeiter. Hinzu kommen ehrenamtliche Unterstützer und Honorarkräfte.[2]

Projekte und KampagnenBearbeiten

  • Germanwatch Klimaexpedition – Veranschaulichung des Klimawandels mittels Live-Satellitenbildern für Schulklassen.[4]
  • Loss and Damage in Vulnerable Countries Initiative – die Initiative unterstützt die Gruppe der am am wenigsten entwickelten Länder dabei, die internationale Gemeinschaft zum Handeln bezüglich klimawandelbedingter Schäden zu bewegen.[5]
  • Adaptation Fund NGO Network – Bündnis von Nichtregierungsorganisationen und interessierten Akteuren, das die Entwicklung des Fonds zur Bereitstellung finanzieller Mittel (Adaptation Fund) beobachtet.[6]
  • makeITfair – Europäisches Projekt von 2010 bis 2014 zur Sensibilisierung und Mobilisierung für faire und grüne IT-Produkte.[7]
  • Mensch Macht Milch – Fotoausstellung zur EU-Agrarpolitik und bäuerlichen Landwirtschaft in Nord und Süd.[8]

AuszeichnungenBearbeiten

  • Spinning Planet Award und Best Short Award für den Kurzfilm "Die Rechnung" 2010[9]
  • Public Eye Award / Positive Award für Engagement im Euzkadi-Fall (2006)
  • Sonderbriefmarke Klimaschutz: Grünes Album (2006)[10]
  • Auszeichnung der Klimaexpedition als UN-Dekade-Projekt (2005)[11]
  • Poldi Award für Germanwatch-Webseite[12]

PublikationenBearbeiten

Der Verein veröffentlicht Publikationen als Herausgeber und ebenso in Kooperation mit anderen Organisationen und Verlagen, z. B.:[13]

  • KlimaKompakt – E-Mail-Newsletter zum Thema Klimaschutz mit Beiträgen zu Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
  • Klima-Risiko-Index – untersucht, welche Länder besonders stark von Wetterextremen betroffen sind; erscheint jährlich
  • Klimaschutz-Index – vergleicht und bewertet die Klimaschutzleistungen von 58 Staaten; erscheint jährlich
  • Kurznachrichten – E-Mail-Newsletter zu den Aktivitäten, Veröffentlichungen und Veranstaltungen von Germanwatch
  • Weitblick – Arbeitsfelder von Germanwatch; erscheint als Beilage in der taz

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten