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Gericht (Speise)

Zubereitungsform von Nahrung
Kulajda-Suppe - eine tschechische Speise.

Ein Gericht bzw. eine Speise sind Küchenerzeugnisse, die aus Speisenteilen bestehen. Speisenteile sind Küchenerzeugnisse, die nicht selbständig serviert werden (z B. Suppeneinlagen). Die Bezeichnungen Gericht und Speise werden in der Umgangssprache gleichbedeutend verwendet, jedoch ist eine Speise ein selbständiges Küchenerzeugnis, das einzeln serviert werden kann (z B. eine Suppe), während ein Gericht eine Kombination verschiedener Speisenteilen ist (z B. Kalbsleber mit Zwiebelringen).[1][2]

Geschnetzelte Kalbsleber mit Rösti – ein Schweizer Gericht.

AllgemeinesBearbeiten

Das Wort Gericht bildete sich im 13. Jahrhundert von richten im Sinne von „anrichten“, „herrichten“. Hiermit wurde der Vorgang der Zubereitung beschrieben. Viele traditionelle, nach Rezept gekochte Gerichte tragen meist eine Herkunftsbezeichnung (beispielsweise Irish Stew, Königsberger Klopse, Leipziger Allerlei, Salzburger Nockerln, Thüringer Rostbratwurst, Wiener Schnitzel, Zürcher Geschnetzeltes) oder einen festen Namen (beispielsweise Caesar Salad, Gulasch, Himmel und Erde, Involtini alla siciliana, Ragout fin, Roulade, Zwiebelsuppe).

ArtenBearbeiten

Abgeleitete Begriffe sind z. B. das „Hauptgericht“ als zentraler Bestandteil eines mehrgängigen Menüs zwischen Vorspeisen und Nachspeisen,[3] das Nationalgericht als typisches „Lieblingsgericht“ eines Landes,[4] das häufig auch als Spitzname für dessen Bewohner verwendet wird (z. B. „Krauts“ von Sauerkraut von Briten für Deutsche oder „Spaghettis“ von Deutschen für Italiener), oder das „Tellergericht“ als ein Gericht, das portioniert auf einem Teller serviert wird.[5] Das „Stammgericht“ oder „Stammessen“ bezeichnet ein ständig angebotenes Gericht in einer Gaststätte, also die Spezialität des Hauses, im Unterschied zum wechselnden „Tagesgericht“.[6] „Mein Stammgericht“ wird oft für das persönliche „Lieblingsgericht“ (Leibgericht) verwendet. Aufwendig dekorierte Schaugerichte dienten vor allem repräsentativen Zwecken. Sie waren im Alten Rom, in der Renaissance und im Barock beliebt, z. B. als große Braten von ganzen Tieren, in denen mehrere, immer kleinere, steckten oder aus deren Bauch beim Tranchieren Singvögel flatterten.

Es gibt meist drei Mahlzeiten am Tag. Diese sind Frühstück, Mittagessen und Abendessen je nach Region auch Abendbrot genannt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gericht (Speise) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gericht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Herrmann, F. Jürgen: Lehrbuch für Köche. Handwerk und Technik, Hamburg 1999, ISBN 3-582-40055-7, S. 8.
  2. Gericht, das, duden.de
  3. Hauptgericht auf duden.de
  4. Nationalgericht auf duden.de
  5. Tellergericht auf duden.de
  6. Stammgericht auf duden.de