Gerhard Jelinek (Jurist)

österreichischer Richter, Präsident des Oberlandesgerichtes Wien

Gerhard Jelinek (* 29. Oktober 1956) ist ein österreichischer Richter. Seit 1. Jänner 2015 ist er Präsident des Oberlandesgerichtes Wien.[1]

WerdegangBearbeiten

Jelinek ist seit dem Jahr 1984 als Richter in Wien tätig, zuerst am Bezirksgericht Innere Stadt Wien, dann am Bezirksgericht Donaustadt. Seit 1. Juli 1995 ist er Richter des OLG Wien, dessen Vizepräsident er von März 2008 bis zu seiner Bestellung als Präsident war.[1] Jelinek hat sich in seiner Tätigkeit auf Handelsrecht spezialisiert und seit 2006 einen Senat für Insolvenzsachen geleitet.[2]

Im Frühling 2018 kritisierte Jelinek gemeinsam mit den Präsidenten der anderen drei Oberlandesgerichte die von der Bundesregierung Kurz I geplanten budgetären und personellen Einsparungen im Justizbereich und befürchtete „schwere Schäden“ für die österreichische Justiz und den Rechtsstaat.[3]

Mit 1. November 2021 soll er in den Ruhestand wechseln, als seine Nachfolgerin als Präsidentin des Oberlandesgerichtes Wien wurde im Juni 2021 Katharina Lehmayer designiert.[4][5]

PrivatesBearbeiten

Jelinek ist verheiratet. Er hat drei Kinder und drei Enkelkinder.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Gerhard Jelinek: Ein OLG-Präsident, der Musik mag. In: diepresse.com. 28. Jänner 2015, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  2. Vizepräsident Jelinek wird neuer Präsident des OLG Wien. In: derstandard.at. 12. Juni 2014, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  3. „Schwere Schäden der Justiz“. In: orf.at. Österreichischer Rundfunk, 29. März 2018, abgerufen am 30. Dezember 2019.
  4. Benedikt Kommenda: Gerhard Jelinek, der Chansonnier der Justiz, singt vom Abschied. In: Die Presse. 30. Juni 2021, abgerufen am 5. Juli 2021.
  5. Alexander Zens: Van der Bellen hat unterschrieben: Linzerin Lehmayer wird OLG-Wien-Präsidentin. In: Oberösterreichische Nachrichten. 20. Juni 2021, abgerufen am 5. Juli 2021.