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Gerd Spies

deutscher Historiker und Museumsdirektor

Gerd Spies (geboren um 1940) ist ein deutscher Historiker; er war von 1977 bis 2003 Direktor des Städtischen Museums in Braunschweig.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Spies studierte an der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen und schloss mit einer Dissertation über die Hafner und das Hafnerhandwerk in Südwestdeutschland ab. Bereits 1961 arbeitete er am dortigen Ludwig Uhland-Institut für Deutsche Altertumswissenschaft, Volkskunde und Mundartenforschung und brachte einen Ausstellungskatalog heraus. Nach Abschluss seines Studiums kam er nach Braunschweig, wo er für das Städtische Museum tätig war. Ab 1977 war er bis zu seiner Pensionierung 2003 dort als Direktor tätig. In dieser Zeit gab er zahlreiche Schriften zur Braunschweigischen Geschichte heraus. Im Jahr 1996 kam es zu einem Eklat wegen einer Ausstellung über den NS-Propagandamaler Paul Hähndel (1914–1941), die auf Drängen der Öffentlichkeit wieder geschlossen werden musste.[1] Zudem war er Beisitzer[2] und Ehrenbeirat des Vorstandes des Braunschweigischen Geschichtsvereins.[3]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Schwäbisches Töpferhandwerk. Ausstellung des Ludwig Uhland-Instituts für Volkskunde an der Universität Tübingen; vom 4. bis 26. November 1961 im Schloß. Ludwig Uhland-Institut für Volkskunde an der Universität Tübingen, Tübingen 1961, OCLC 835421981.
  • Hafner und Hafnerhandwerk in Südwestdeutschland. In: Volksleben. Band 2. (= Dissertation, Universität Tübingen vom 26. August 1964.) Tübingen 1964, OCLC 250861084.
  • Braunschweiger Fayencen. Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1971, OCLC 325850.
  • Festschrift zur Ausstellung Brunswiek 1031, Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart, vom 25.4. 1981 bis 11.10. 1981. Städtisches Museum, Braunschweig 1981, OCLC 7923536
  • Braunschweig, das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten. 2 Bände. Städtisches Museum, Braunschweig 1985, OCLC 13537757.
  • Vier Jahrzehnte Galerie Schmücking in Braunschweig (= Braunschweiger Werkstücke. Band 19. und Braunschweiger Werkstücke. Band 103.) Braunschweig 2001, ISBN 3-927288-31-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die verkorkste Ausstellung mit Werken eines NS-Malers löste Wirbel in Braunschweig aus. In: Der Fokus. Abgerufen am 4. Dezember 2015.
  2. digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de (PDF)
  3. Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte. Band 85. ISSN 1437-2959. digisrv-1.biblio.etc.tu-bs.de (PDF)