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Gerald Wiemers

deutscher Archivar und Historiker
Gerald Wiemers

Gerald Wiemers (* 1. Mai 1941 in Leipzig) ist ein deutscher Archivar und Historiker.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Wiemers studierte ab 1960 Geschichte und neuere Sprachen an der Universität Halle. Nachdem er 1965 das Staatsexamen als Diplom-Historiker bestanden hatte, folgte ein zweijähriges Studium der Archivwissenschaft und der Historischen Hilfswissenschaften am Institut für Archivwissenschaft in Potsdam. 1967 bestand er das Staatsexamen als wissenschaftlicher Archivar (Diplom-Archivar). 1984 erfolgte die Promotion A zum Dr. phil. an der Technischen Universität Dresden.[1] 2003 habilitierte er sich für Geschichte an der Technischen Universität Chemnitz.[2] Seit 1992 Direktor des Universitätsarchivs Leipzig, wurde er 2002 von der Universität Leipzig zum apl. Professor für Archivwissenschaft und Neuere Geschichte ernannt. 2006 trat er in den Ruhestand.

Wiemers befasst sich dem studentischen Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus und seit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR mit dem studentischen Widerstand gegen das SED-Regime. Er ist Mitglied der Kommission für Universitätsgeschichte und der Kommission zur Rehabilitierung für unrechtmäßig aberkannte akademische Grade zwischen 1933 und 1989 an der Universität Leipzig. Von 1985 bis 2005 war sein Hauptarbeitsgebiet die Geschichte der Physik, insbesondere das Leben und Werk von Werner Heisenberg.[3]

MitgliedschaftenBearbeiten

Seit Jahrzehnten wirkt Wiemers für die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.[4] Seit 1989 ist er gewähltes Mitglied ihrer Historischen Kommission. Er war stellvertretender Vorsitzender (1992–2000) und kommissarischer Vorsitzender (2001). Im Verband der deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) war er von 1995 bis 2004 Vorsitzender der Fachgruppe 8, Archive der Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen. Er ist Mitglied der Theodor Litt-Gesellschaft (Leipzig), der Heisenberg-Gesellschaft (München) und der Gesellschaft für Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

EhrungenBearbeiten

  • Adam-Kuckhoff-Medaille (Gold) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1972)
  • Bundesverdienstkreuz am Bande (2003)
  • Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2014)[3]

VeröffentlichungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Universitätsarchiv Leipzig: Naturwissenschaft – Geschichtswissenschaft – Archivwissenschaft. Festgabe für Gerald Wiemers zum 65. Geburtstag. Leipzig 2007.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Titel der Arbeit: Planung und Entstehung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Zur Genesis einer gelehrten Gesellschaft.
  2. Titel der Arbeit: Außeruniversitäre Forschung in Sachsen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
  3. a b Leipzig-Lese
  4. SAW