George E. Stone

polnisch-amerikanischer Schauspieler

George E. Stone (* 18. Mai 1903 in Łódź, Polen als Gerschon Lichtenstein; † 26. Mai 1967 in Los Angeles, Kalifornien, USA) war ein polnisch-amerikanischer Schauspieler.

Leben und KarriereBearbeiten

Im Alter von zehn Jahren wanderte Stone mit seiner Familie nach Amerika aus, wo sie in New Jersey lebten. Der schmächtige, dunkelhaarige polnische Einwanderer gab sein Filmdebüt 1927 mit dem oscarprämierten Drama Das Glück in der Mansarde. Zwar war er ohne Nennung im Abspann, doch dieser Film und weitere Auftritte etablierten zum Ende der 1920er-Jahre ihn als Nebendarsteller. Stones Rollentypus festigte sich auf dem Verkörpern zwielichtiger oder krimineller Gestalten mit oftmals illustren Namen.[1] Einen seiner bekanntesten Auftritte hatte er als Handlanger von Edward G. Robinson im Gangsterklassiker Der kleine Cäsar (1931). Daneben spielte er auch in erfolgreichen Filmen außerhalb des Gangstergenres, so war er etwa im Musicalfilm Die 42. Straße sowie im Western Pioniere des wilden Westens zu sehen.

Mit dem Ende des Pre-Codes sank die Qualität seiner Filme merklich und er spielte fast nur noch in B-Filmen. Während des Zweiten Weltkrieges war er in mehreren in Anti-Nazi-Propagandafilmen zu sehen, in denen er häufig ausländische Gegenspieler der Amerikaner verkörperte, etwa als japanischer Kaiser Hirohito. Ab den 1950er-Jahren drehte Stone zunehmend wieder größere Filme, allerdings blieben die meisten seiner Rollen klein. Er hatte eine Nebenrolle im Gangsterfilm Der Mann mit dem goldenen Arm (1955), wo er mit Frank Sinatra pokert; in Manche mögen’s heiß (1959) von Billy Wilder verkörperte er den nervösen Polizeispitzel „Zahnstocher-Charlie“, der beim Valentinstags-Massaker hingerichtet wird. In der Spätphase seiner Karriere spielte George Stone regelmäßig in Gastrollen im Fernsehen. Er hatte eine wiederkehrende Rolle als Gerichtsdiener in 46 Folgen der Serie Perry Mason zwischen 1958 und 1962. Im Jahr 1962 beendete er seine Karriere als Schauspieler nach etwa 180 Film- und Fernsehauftritten.

1937 heiratete er Ida Pleet, die Ehe wurde nur ein Jahr später geschieden. Seine zweite Ehe mit Marjorie Ramey zwischen 1946 und 1948 wurde ebenfalls geschieden. In den letzten Jahren seiner Filmkarriere war Stone fast erblindet, sodass er nur noch mit Unterstützung durch Freunde und Familie Schauspielauftritte absolvieren konnte. Er verstarb 1967 im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt. Der Schriftsteller Damon Runyon war ein guter Freund von ihm. George E. Stone besitzt seit 1960 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. George E. Stone bei Latimes