Georg Friedrich Baur

deutscher Kaufmann und Eigentümer des Baurs Parks im heutigen Hamburger Stadtteil Blankenese

Georg Friedrich Baur (* 23. November 1768 in Altona; † 14. März 1865 ebenda) war ein Altonaer Kaufmann und Eigentümer des nach ihm benannten Baurs Park, im heutigen Hamburger Stadtteil Blankenese.

Georg Friedrich Baur (1797)
Palmaille 45–58, Baursches Palais: 45–51

LebenBearbeiten

Baur besuchte das Christianeum, ein 1738 gegründetes Gymnasium im heutigen Stadtteil Othmarschen. Von 1783 bis 1786 studierte er Jura in Göttingen und Kiel. Anschließend ließ er sich als Kaufmann nieder. Er konnte sich 1794 gegen Zahlung von 300 Talern von der Übernahme bürgerlicher Ämter freikaufen.

1797 heiratete er seine Cousine Marianne Heise, die Tochter des Hamburger Senators und späteren Hamburger Bürgermeisters Johann Arnold Heise. Mit Marianne hatte er zehn Kinder.

Baur führte gemeinsam mit seinem Bruder Johann Heinrich Baur (1767–1807) das von ihrem Urgroßvater Neuhaus gegründete Unternehmen für Geld- und Warenhandel, das fortan unter dem Namen J.H. & G.F. Baur firmierte. Unter ihrer Leitung wuchs der Erfolg des Unternehmens und es errang durch Bankgeschäfte mit nordeuropäischen Ländern internationales Ansehen. Nach dem frühen Tod seines Bruders war zunächst sein Schwager Gesellschafter, später führte Baur das Unternehmen allein und nahm seine Söhne Georg Friedrich und Franz Johannes als Teilhaber in die Firma auf. Baur erwarb 1804 an der Palmaille ein langes Grundstück, auf dem er zuerst für sich (heute Nr. 49) und später für seine Kinder von Christian Frederik Hansen Häuser im klassizistischen Stil errichten ließ. Er kaufte 1811 aus dem Nachlass seines Bruders das ebenfalls von Hansen erbaute Landhaus Baur in Nienstedten. In das Altonaer Commerzcollegium trat er 1837 ein. 1840 wurde er zum königlich-dänischen Etatsrat und 1847 – aus Anlass seiner goldenen Hochzeit – zum Konferenzrat ernannt. In diesem Zusammenhang verlieh ihm die Christian-Albrechts-Universität Kiel die juristische Ehrendoktorwürde.

FamilieBearbeiten

Baurs Großvater war der Altonaer Bürgermeister Johann Daniel Baur (* 1700, † 1774), der 1723 aus Stuttgart nach Altona eingewandert war. Seine Eltern waren wohlhabend und angesehen. Sein Vater Johann Heinrich Baur (* 1730, † 1819) war Kaufmann und Zweiter Bürgermeister in Altona. Johann Martin Lappenberg heiratete Baurs Tochter Emilie; nach deren Tod heiratete er die jüngere Schwester Marianne. Seine Enkelin Amalie von Raeder heiratete den dänischen Maler Ferdinand Meldahl.
Georg Friedrich Baur wurde auf dem alten Kirchhof der Christianskirche in Hamburg-Ottensen bestattet (Familiengrabstätte Baur).[1]

EhrungenBearbeiten

Die Straßen Baurs Park und Baurs Weg in Blankenese tragen Baur zu Ehren seinen Namen.

LiteraturBearbeiten

  • Franklin Kopitzsch, Daniel Tilgner (Hrsg.): Hamburg Lexikon. 2., durchgesehene Auflage. Zeiseverlag, Hamburg 2000, ISBN 3-9805687-9-2.
  • Paul Th. Hoffmann: Die Elbchaussee: Ihre Landsitze, Menschen und Schicksale, Hamburg, 1977
  • Julie Grüner: Erinnerungen an das Haus meiner Grosseltern Baur im dänischen Altona. Hamburg 1965.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Abbildungen Baur-Familiengrabstätte bei genealogy.net