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Gensungen ist der mit knapp 3000 Einwohnern größte Stadtteil von Felsberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Der Ort liegt südöstlich der Kernstadt Felsberg am gegenüberliegenden rechten Ufer der Eder. Die Gemarkung von Gensungen umfasst eine Fläche von 9,98 Quadratkilometern.[1]

Gensungen
Stadt Felsberg
Koordinaten: 51° 7′ 48″ N, 9° 26′ 28″ O
Höhe: 177 m ü. NHN
Fläche: 9,98 km²[1]
Einwohner: 2940 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 295 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34587
Vorwahl: 05662

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Gensungen mit der Ederbrücke (ganz rechts), Felsberg (Mitte), Heiligenberg (rechts), Kartause Eppenberg (rechts hinten) – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655

Eine der ersten schriftlichen Erwähnungen, in einer Urkunde des Klosters Breitenau, findet sich als Geinsingen im Jahre 1253.[2]

Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807–1813) war Gensungen Verwaltungssitz des Kantons Gensungen.

Bis zur Gebietsreform in Hessen war Gensungen eine selbstständige Gemeinde. Sie schloss sich zum 1. Februar 1971 mit den Gemeinden Hesserode und Heßlar zur neuen Gemeinde Gensungen zusammen, zu der am 31. Dezember 1971 auch noch Beuern und am 1. April 1972 Melgershausen kamen.[3] Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Gensungen kraft Landesgesetz mit den Gemeinden Brunslar, Helmshausen, Hilgershausen und Rhünda sowie der Stadt Felsberg zur erweiterten Stadt Felsberg zusammengeschlossen.[4][2] Für alle nach Felsberg eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke eingerichtet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Nach Kabinettsbeschluss vom 1. Oktober 1947 wurde der Gemeinde vom Hessischen Staatsministerium das Recht zur Führung eines Wappens verliehen.[5]

FlaggeBearbeiten

Die Flagge der inzwischen aufgelösten Gemeinde Gensungen wurde am 3. April 1969 durch das Hessische Innenministerium genehmigt:

„Die von schmalen goldenen Seitenstreifen eingefasste breite rote Mittelbahn der Flagge zeigt im oberen Drittel das Wappen der Gemeinde Gensungen.“[6]

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Felsberg-Gensungen liegt an der Bahnstrecke Kassel–Frankfurt.

Söhne des OrtesBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gensungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Daten und Fakten. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Mai 2019.
  2. a b Gensungen, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 405.
  4. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, § 18 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  5. Der Hessische Minister des Inneren: Verleihung der Rechte zur Führung eines Wappens an die Gemeinde Gensungen, Kreis Melsungen vom 1. November 1947. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1947 Nr. 45, S. 474, Punkt 390 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,0 MB]).
  6. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Bickenbach, Landkreis Darmstadt vom 3. April 1969. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1969 Nr. 16, S. 644, Punkt 539 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,8 MB]).