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Der Gelterswoog ist ein Stausee auf der Gemarkung der westpfälzischen Stadt Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz). Drei Taleinschnitte seiner Zuflüsse, darunter das Walkmühl- und das Kolbental mit Kolbenwoog und Kolbenmoor, sowie die Verlandungszonen am Seeufer sind seit 1997 als Naturschutzgebiet Täler und Verlandungszone am Gelterswoog eingestuft.

Gelterswoog
2012 Pfälzerwald 496 Gelterswoog ji.jpg
Gelterswoog
Geographische Lage Westpfalz (Rheinland-Pfalz)
Zuflüsse gesammelte Bäche
Abfluss rechter Zufluss des Aschbachs
Orte oder Städte in der Nähe Kaiserslautern
Daten
Koordinaten 49° 23′ 41″ N, 7° 41′ 37″ OKoordinaten: 49° 23′ 41″ N, 7° 41′ 37″ O
Gelterswoog (Rheinland-Pfalz)
Gelterswoog
Fläche 7–13 hadep1
Länge bis 1 kmdep1
Breite bis 500 mdep1
Maximale Tiefe 3,5 m

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Gelterswoog liegt etwa 11 km südwestlich des Zentrums der Stadt und rund 2 km südlich des Ortsteils Hohenecken. Großräumig ist der See erreichbar über die Autobahn 6 (MannheimSaarbrücken), Ausfahrt 15 Kaiserslautern-West, und die Bundesstraße 270, die von Kaiserslautern nach Pirmasens führt.

UmgebungBearbeiten

Am Nordteil des Stausees gibt es ein Freibad mit 300 Meter langem Sandstrand, wo auch ein Ruderboot­verleih betrieben wird.[1] Nach Osten benachbart ist ein Campingplatz.[2] Im südlichen Bereich – direkt an der B 270 – steht ein Hotel mit Seeterrasse.[3]

KenngrößenBearbeiten

Der Gelterswoog wurde bereits im Mittelalter in einer Talaue durch Aufstauung mehrerer kleiner Bäche als Woog zur Züchtung von Fischen angelegt.[4] Sein Wasser bezieht er von westlichen Nebenbächen des Aschbachs, in den sein Überlauf nach einem Kilometer als rechter Zufluss mündet.

Der See bildet im weitesten Sinn ein Dreieck, das sich von West nach Ost und dann nach Süd erstreckt, wo er an einer etwa 60 m langen Staumauer endet. Er ist bei vollständiger Befüllung knapp 1 km lang, bis zu 500 m breit und bis zu 3,5 m tief; seine maximale Fläche beträgt mehr als 13 Hektar.[5] Bei durchschnittlicher Füllung wird von etwa 7 Hektar Seefläche ausgegangen.[4]

Natur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Wald am Gelterswoog

Dem Gelterswoog kommt der Status eines Naturdenkmals zu.[4] Das Naturschutzgebiet mit weiteren kleinen Seen und Mooren, unter denen dem Kolbenwoog und dem Kolbenmoor besondere Bedeutung zukommen, beherbergt zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere mehrere in Deutschland gefährdete Libellenspezies, so die Speer-Azurjungfer, die Gebänderte und die Blauflügel-Prachtlibelle, der Kleine Blaupfeil, die Grüne Mosaikjungfer und die Zweigestreifte Quelljungfer, kommen hier noch in teilweise größerer Zahl vor.[6]

2 km südlich an der Moosalb beginnt das weitgehend naturbelassene und deswegen fast an einen Urwald erinnernde Karlstal. Durch das Karlstal, am Gelterswoog vorbei und durch das Walkmühltal in Richtung auf die Sickingenstadt Landstuhl führte einst die Nordroute der historischen Pfälzer Jakobswege.[7]

2 km nördlich des Stausees erhebt sich die Ruine der Burg Hohenecken.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gelterswoog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gelterswoog Kaiserslautern. Strandbad Gelterswoog, abgerufen am 5. Januar 2012.
  2. Campingplatz Am Gelterswoog. camping.info, abgerufen am 5. Januar 2012.
  3. Übernachten. Seehotel Gelterswoog, abgerufen am 5. Januar 2012.
  4. a b c Infotafeln am Gelterswoog. Stadt Kaiserslautern.
  5. Gelterswoog. seen.de, abgerufen am 2. März 2011.
  6. Die Libellenfauna des Kolbenwoogs. Fachseminare Biologie und Chemie des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien, Kaiserslautern, Juni 2002, abgerufen am 29. April 2010.
  7. Naturspaziergang 1: Naturschutzgebiet Gelterswoog. Wanderportal Pfalz, abgerufen am 29. April 2010.