Gelegenheitsjob

Mit Gelegenheitsjob (Anglizismus: Gelegenheit und „Job“) bezeichnet man eine gelegentliche Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zum Zwecke des Gelderwerbs.

Gelegentlich in diesem Zusammenhang bedeutet eine zeitlich befristete Tätigkeit (z. B.: Ferienjob[1]) oder eine in unregelmäßigen Abständen ausgeübte Arbeit (z. B.: Studentenjob[2]).

Dieser Definition zur Folge bedürfen Gelegenheitsjobs, anders als Nebenjobs, keiner hauptberufliche Arbeit der Person, stehen aber auch nicht im Widerspruch dazu. Das essentielle Zuordnungskriterium ist die Unregelmäßigkeit. Typische Gelegenheitsjobs sind Tätigkeiten wie beispielsweise Babysitten, Nachhilfe oder Aushilfstätigkeiten. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe aber auch synonym verwendet.

Rechtlich gesehen werden derartige Jobs analog zu Nebenjobs behandelt, zumal Gesetze den Terminus nicht kennen.

HistorischBearbeiten

Der Begriff Gelegenheitsjob (Plural Gelegenheitsjobs) war bis 2006 nicht im Duden gelistet. Ab 2006 wurde dann der Begriff erstmals mit "Gelegenheitsarbeit" in den Duden aufgenommen, da der Anglizismus "Gelegenheitsjob" zu dieser Zeit nur in Verbindung mit einer neu etablierten Jobbörse für Nebenjobs (in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit) unter dem Namen Gelegenheitsjobs.de in der elektronischen Kommunikation verwendet wurde. 2007 wurde der Begriff durch die Häufigkeit der Suchanfragen im Internet und vermehrter Anglizismen wie "Minijob" oder "Gleitzonenjob" redaktionell in den Duden aufgenommen und gelistet.

AnmerkungenBearbeiten

  1. Ferialjobs sind nur dann Gelegenheitsjobs, wenn sie zeitlich sehr begrenzt sind, wie dies zum Beispiel bei einer einwöchigen Beschäftigung im Rahmen eines Festes anzunehmen ist
  2. Studentenjobs sind nicht automatisch Gelegenheitsjobs, sondern können auch die Ausprägung einer Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung annehmen.