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Gedankenentzug ist eine bei psychischen Erkrankungen, beispielsweise Schizophrenie, auftretende Ich-Störung. Betroffene erleben ein subjektiv fremdbeeinflusst empfundenes Fehlen von Gedanken, auch ein abruptes „Abreißen“ ihres Gedankenganges. Gedankenentzug gilt als Positivsymptom der Schizophrenie.

DefinitionBearbeiten

Allein die bloße Unfähigkeit, einen Gedanken weiter fortzuführen, gilt nicht als Gedankenentzug im Sinne eines psychotischen Erlebens. Dies kann auch durch Konzentrationsschwäche und Zerstreutheit hervorgerufen werden. Die Diagnose des Symptoms Gedankenentzug gilt nur dann als gesichert, wenn Betroffene berichten, dass andere (z. B. Menschen, der Teufel, Außerirdische, Geheimdienste etc.) die Gedanken abziehen.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kurt Schneider: Klinische Psychopathologie. In: Georg Thieme Verlag ISBN 978-3133982153. Google Books, abgerufen am 27. Januar 2014.
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