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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gammelshausen
Gammelshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gammelshausen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 39′ N, 9° 39′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 3,31 km2
Einwohner: 1400 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 423 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73108
Vorwahl: 07164
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 023
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 19
73108 Gammelshausen
Website: www.gammelshausen.de
Bürgermeister: Daniel Kohl
Lage der Gemeinde Gammelshausen im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-KreisLandkreis EsslingenLandkreis HeidenheimLandkreis ReutlingenRems-Murr-KreisOstalbkreisOstalbkreisAdelbergAichelberg (Landkreis Göppingen)AlbershausenBad BollBad DitzenbachBad ÜberkingenBirenbachBöhmenkirchBörtlingenDeggingenDonzdorfDrackensteinDürnau (Landkreis Göppingen)Eislingen/FilsHeiningen (Landkreis Göppingen)Ebersbach an der FilsEschenbach (Württemberg)Eschenbach (Württemberg)GammelshausenGeislingen an der SteigeGingen an der FilsGöppingenGruibingenHattenhofen (Württemberg)Heiningen (Landkreis Göppingen)HohenstadtKuchen (Gemeinde)LautersteinMühlhausen im TäleOttenbach (Württemberg)RechberghausenSalachSchlatSchlierbach (Württemberg)SüßenUhingenWäschenbeurenWangen (bei Göppingen)WiesensteigZell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Gammelshausen 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Evangelische Kirche in Gammelshausen

Gammelshausen ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Zur Gemeinde gehören neben dem Dorf Gammelshausen keine weiteren Orte.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Gammelshausen liegt in 385 bis 722 Meter Höhe am Albtrauf, etwa neun Kilometer südlich der Kreisstadt Göppingen. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem Sielenwang.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind Heiningen, Eschenbach, Bad Ditzenbach, Gruibingen, Dürnau und das zu Eschenbach gehörige Lotenberg (alle Landkreis Göppingen).

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[2]

GeschichteBearbeiten

NameBearbeiten

Der Ortsname ist auf einen früheren alamannischen Sippenführer Gamold zurückzuführen. Aus dem früheren Gamoltzhusen entwickelte sich das heutige Gammelshausen.[3]

20. JahrhundertBearbeiten

Beim Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden erzielte die Gemeinde Gammelshausen im Jahr 1975 beim Landes- und beim Bundeswettbewerb jeweils eine Goldmedaille.

ReligionenBearbeiten

In der Ortsmitte steht eine evangelische Kirche, für die der Pfarrer aus Dürnau zuständig ist.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg für die Daten ab 1970

Datum Einwohner
1837 0286
1907 0344
17. Mai 1939 0307
13. September 1950 0412
27. Mai 1970 0688
31. Dezember 1983 1480
25. Mai 1987 1485
31. Dezember 1991 1529
31. Dezember 1995 1562
31. Dezember 2005 1415
31. Dezember 2010 1464
31. Dezember 2015 1429

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Gammelshausen hat 10 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,47 %
45,53 %
BWV
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,19 %p
-0,19 %p
BWV
FWV Freie Wählervereinigung Gammelshausen 54,47 5 54,28 5
BWV Bürgerliche Wählervereinigung Gammelshausen 45,53 5 45,72 5
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 68,60 % 58,7 %

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Gammelshausen lautet: In Gold unter einem roten Kirschenpaar ein rotes Haus.

Das Kirschenpaar des teilredenden Wappens weist auf den Kirschanbau hin, der in Gammelshausen betrieben wird. Das Haus steht für den zweiten Namensteil im Ortsnamen Gammelshausen. Das Wappen und die rot-gelbe Gemeindeflagge wurden am 9. Oktober 1959 durch das Innenministerium verliehen.

PartnerschaftenBearbeiten

Gammelshausen unterhält seit 1983 partnerschaftliche Beziehungen zu Breil/Brigels im Kanton Graubünden in der Schweiz.

Sport und FreizeitBearbeiten

Am nördlichen Ende von Gammelshausen schließt sich ein Fußballplatz an. Gemeinsam mit der Nachbargemeinde Dürnau betreibt Gammelshausen ein Sport- und Freizeitzentrum, das sich in Dürnau am Ortsrand zu Gammelshausen befindet. Oberhalb der Gemeinde auf dem Galgenbuckel liegt ein Veranstaltungsplatz, der regelmäßig für verschiedene Ereignisse wie Sonnwendfeuer verwendet wird. Der Ort eignet sich gut als Ausgangspunkt für Mountainbiketouren auf die umliegenden Berge Fuchseck, Sielenwang, Köpfle und Kornberg.

VereineBearbeiten

  • Kegelverein Gammelshausen; die erste Damenmannschaft spielt zurzeit in der 2. Bundesliga, die erste Herrenmannschaft in der Verbandsliga.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Blick auf Gammelshausen, im Hintergrund Fuchseck, Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1982

VerkehrBearbeiten

Gammelshausen ist durch Landstraßen mit Heiningen, Dürnau, Gruibingen und dem zu Bad Ditzenbach gehörenden Auendorf verbunden. Die Anschlussstellen Aichelberg und Mühlhausen der Autobahn A 8 liegen etwa 9 km entfernt. Es verkehren mehrere Buslinien in Gammelshausen, mit denen man u. a. in die Kreisstadt Göppingen gelangen kann.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In der Nähe des Rathauses steht das 1976 fertiggestellte Gemeindehaus. Darin befindet sich eine Kegelbahn[4] sowie seit 2000 auch ein Jugendraum. Gammelshausen verfügt außerdem über ein öffentliches Backhaus.

BildungBearbeiten

Gammelshausen hat keine eigenen Schulen oder Kindergärten. Die Gammelshäuser Kinder besuchen die gemeinsamen Einrichtungen in der Nachbargemeinde Dürnau. Diese liegen vom Ortsrand nur etwa einen Kilometer entfernt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Gammelshausen befindet sich ein Obstlehrpfad, der im Jahr 1974 eingeweiht wurde und bis nach Dürnau verläuft. In neuerer Zeit kam noch der erste schwäbische Spruchweg hinzu.

TriviaBearbeiten

Für die Einwohner Gammelshausens ist der Spitzname „Spälterla“ überliefert. Dieser Name stammt angeblich daher, dass früher die jungen Männer Gammelshausens auswärtige Konkurrenten, die mit Gammelshäuserinnen anbandeln wollten, vertrieben haben, indem sie mit Holzscheiten, auf Schwäbisch „Spälterla“, nach ihnen geworfen haben.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Aloys Henn (1902–1988), in Gammelshausen geborener Verleger, Kommunalpolitiker und ehrenamtlicher Landrat

LiteraturBearbeiten

Claus Anshof: „I glaub net amol des, was i sieh!“ Glaubliche und unglaubliche Geschichten aus einem schwäbischen Dorf. Gemeinde Gammelshausen, 1986

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Gammelshausen.
  3. gammelshausen.de: Eine sympathische Gemeinde, Gemeinde Gammelshausen, abgerufen 11. Januar 2009
  4. Info auf der Internetbeschreibung der Gemeinde (Memento des Originals vom 12. Februar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gammelshausen.de

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gammelshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien