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Günther Schwenn (* 18. März 1903 in Berlin als Adolf Hermann Carl Günther Franzke; † 4. Januar 1991 in Montreux am Genfersee) war ein deutscher Textdichter, der neben Schlagertexten auch Liedtexte in Operetten wie Maske in Blau und in Musicals verfasste.

Während des Zweiten Weltkriegs textete er verschiedene Soldaten- und Kriegslieder, wie „Der Marsch der 80 Millionen führt in die Zukunft hinein“ (1940, Komponist Estella Köhler) „Bleibe meine gute Kameradin“ (1941, Komponist Hans Carste), „Stoßtrupp voran!“ (1943, Komponist Josef Klang), „Vater ist Soldat, mein Kind“ (1944, Komponist Willy Richards), „Mach dir um mich doch bitte keine Sorgen! Ein Brief aus der Heimat“ (1944, Komponist Gerhard Winkler).[1] Ebenso schrieb er Texte zu Unterhaltungsfilmen wie Kora Terry aus dem Jahr 1940 mit dem Evergreen „Im Leben geht alles vorüber“.[2]

1963 schrieb er zu einer Melodie von Peter Thomas, die zuvor schon im Film Die endlose Nacht verwendet wurde, einen Text. Der Liedtext Komm, leg' Deinen Arm um mich wurde von Esther Ofarim gesungen und erschien auf einer Single. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit gehörte für ihn auch das ehrenamtliche Wirken in den Berufsverbänden, im Deutschen Textdichter-Verbandes, der Dramatiker Union und der GEMA zu seinem Leben. In Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Unterhaltungsmusik wurde Günther Schwenn 1979 als erstem Textdichter der Paul-Lincke-Ring verliehen.

Günther Schwenn begründete die GEMA-Stiftung, mit der Komponisten und Textdichter gefördert und unterstützt werden sollen.

WerkeBearbeiten

GedichteBearbeiten

(unter seinem bürgerlichen Namen Günther Franzke publiziert)

  • Gesänge gegen bar, Wolfgang Jess Verlag, Dresden 1931
  • Zwischen sämtlichen Musen. Espresso-Elegien, Peters-Verlag, Berlin 1964, (Illustriert von Bele Bachem)

Lieder, Schlager, LibrettiBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. Kiel 2004, (CD-ROM-Lexikon), Beispiele S. 3843, 870, 3687, 5740, 7780
  2. Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. Kiel 2004, (CD-ROM-Lexikon), S. 3974. Prieberg nennt den Film irrtümlicherweise „Alotria“.