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Gündlingen

Ortsteil von Breisach am Rhein, Baden-Württemberg, Deutschland

Gündlingen ist ein Dorf nördlich des Markgräflerlands in Baden-Württemberg. Bis zur Eingemeindung am 1. April 1972 in die Stadt Breisach am Rhein war Gündlingen selbständig. Auf den 11,15 km² der Gemarkung Gündlingen leben 1.748 Einwohner (Stand 1. Juni 2014).[1]

Gündlingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Gündlingen
Koordinaten: 48° 0′ 59″ N, 7° 38′ 27″ O
Höhe: 192 m ü. NN
Fläche: 11,15 km²
Einwohner: 1745 (1. Jun. 2014)
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 79206
Vorwahl: 07668
St.-Michaels-Kirche
Rathaus

GeographieBearbeiten

Gündlingen liegt südlich des Kaiserstuhls, etwa drei Kilometer vom Rhein entfernt, der die Grenze zu Frankreich bildet.

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 854 wird Gündlingen erstmals als Cundininga in einer Besitzurkunde des Klosters St. Gallen urkundlich erwähnt. Ministerialen der Herzöge von Zähringen sind in Gündlingen für das 11. Jahrhundert überliefert. 1297 wurde die Herrschaft von den Markgrafen von Baden an den Johanniterorden übertragen. Im Besitz der Johanniterkommende Heitersheim blieb Gündlingen bis 1806 und war danach Teil des Großherzogtums Baden.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In gespaltenem Schild vorn in Rot ein silbernes Johanniterkreuz, hinten in Silber eine gestürzte blaue Pflugschar.

BauwerkeBearbeiten

  • St.-Michaels-Kirche, ursprünglich romanischer Bau mit Westturm, von 1881 bis 1883 mit neogotischen und neobarocken Elementen um- und teilweise neu gebaut
  • „Salzhof“, früher auch als „Alzenacher Hof“ bekannt, ältestes Bauwerk im Ort, mit vermuteten Mauerresten einer Wasserburg
  • zwei Wegkapellen aus dem 19. Jahrhundert (Anna- und die Fridolinkapelle)
Blick aus westlicher Richtung auf Gündlingen

Im Ort geborenBearbeiten

  • Johann Georg Binz (1748–1824), Wiener Buchhändler, Verleger und Antiquar; Binz schätzte u. a. den Nachlass von Mozart. Binz ist ein Urgroßvater der Wiener Schauspielerin Katharina Schratt, der Mätresse von Kaiser Franz Joseph I.
  • Alois Häfele (1893–1966), Polizeimeister, SS-Mitglied, Wachmann im Vernichtungslager Chełmno (Kulmhof) in Polen; Häfele wurde 1965 im sogenannten Bonner Prozeß wegen Beihilfe am Mord in mindestens 93.000 Fällen zu 13 Jahren Haft verurteilt, starb aber vor Haftantritt 1966 zu Hause in Karlsruhe.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahlen. stadt.breisach.de, abgerufen am 13. November 2016.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gündlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien