Hauptmenü öffnen

Das Göllheimer Häuschen ist eine Einzelsiedlung im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Trotz des Namens gehört sie nicht zu Göllheim, sondern zur benachbarten Gemeinde Kerzenheim.

Göllheimer Häuschen
Ortsgemeinde Kerzenheim
Koordinaten: 49° 33′ 48″ N, 7° 59′ 36″ O
Höhe: 370 m ü. NN
Postleitzahl: 67304
Vorwahl: 06357
Göllheimer Häuschen
Göllheimer Häuschen

LageBearbeiten

Das Göllheimer Häuschen befindet sich im Stumpfwald am nördlichen Rande des Pfälzerwaldes, an der äußersten westlichen Gemarkungsgrenze von Kerzenheim. Ursprünglich gehörte das Areal zum Grundbesitz des Zisterzienserinnenklosters Rosenthal.[1] Nördlich liegt die Gemeinde Göllheim, im Osten das ebenfalls zu Kerzenheim gehörende Rosenthal, im Süden schließt sich Ramsen an. Im Westen liegt Breunigweiler, zu dem es allerdings keine direkte Straßenverbindung gibt.

GeschichteBearbeiten

 
Das Göllheimer Häuschen um 1910 (alte Postkarte)
 
Wirtshausschild der Jost-Brauerei aus den 1960er Jahren, heute im Stadtmuseum Grünstadt

Das an einer uralten Waldstraße gelegene Göllheimer Häuschen, diente zunächst den hier begüterten Fürsten von Nassau-Weilburg als Jagdschlösschen bzw. Forsthaus. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude verkauft und zur Gaststätte umgebaut, das es bis heute blieb. 1778 wird es bereits als Wirtshaus erwähnt.[2]

InfrastrukturBearbeiten

Durch das Gehöft verläuft die Landesstraße 396, die es mit Göllheim und Ramsen verbindet. Die nördlich abzweigende Kreisstraße 78 stellt eine Verbindung zum Rosenthalerhof und nach Kerzenheim her.

VariaBearbeiten

Die Sage berichtet, dass der „Schinderhannes“ hier verkehrt sein soll, ebenso der als „Bubendieb“ bezeichnete Johann Martin Denzer, ein Räuber aus dem Stumpfwald, der 1802 in Mainz enthauptet wurde.[3] Laut einer anderen Sage seien die Betreiber im frühen 19. Jahrhundert selbst Räuber gewesen und hätten manchen Reisenden ermordet.[4]

Unweit des Göllheimer Häuschens in Richtung Ramsen, liegt im Wald, direkt neben der L 396, das Jagdhaus Lassmichinruh des ehemaligen pfälzischen NS-Gauleiters Josef Bürckel, in welchem er seinerzeit mit viel Parteiprominenz verkehrte u. a. mit Hermann Göring.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Band 1, S. 199, Speyer, 1837; (Digitalscan)
  2. Webseite Pfalzlexikon (Memento des Originals vom 6. Juli 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pfalzlexikon.de
  3. Webseite zur Geschichte des Göllheimer Häuschens (Memento des Originals vom 16. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xn--gllheimer-huschen-0qb54a.de
  4. Webseite des Pfälzerwald-Vereins
  5. Webseite zum Jagdhaus Bürckel, mit vergrößerbarem Foto