Busch & Glatz

deutscher Fachverlag
(Weitergeleitet von G+J Entertainment Media)

Busch & Glatz (ehemals Busch Entertainment Media, davor G+J Entertainment Media) ist ein deutscher Fachverlag, der Print- und Onlinepublikationen für die Unterhaltungsindustrie erstellt.

Busch & Glatz
Rechtsform GmbH
Gründung 1980
Sitz München, Deutschland
Leitung Timo Busch, Geschäftsführer

Michael Bamberger, Geschäftsführer Ulrich Höcherl, Stellv. Geschäftsführer/leitender Chefredakteur

Mitarbeiterzahl 100 (Juni 2020)
Branche Medienunternehmen für die Entertainmentbranche
Website about.buschglatz.com

Aktueller Unternehmenssitz in München
Ehemaliges Verlaghaus in München-Aschheim, Gemeindeteil Dornach

GeschichteBearbeiten

1980 von Ulrich Scheele unter dem Namen proVideo Verlag GmbH gegründet, widmete sich das Unternehmen anfangs der Beratung rund um den Videomarkt. 1982 wurde die erste Fachzeitschrift, der VideoMarkt, publiziert. Im selben Jahr wurde die Zeitschrift VideoTipp verlegt, die weltweit erste Videothekenkundenzeitschrift mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren. In den folgenden Jahren wurden weitere Branchenblätter und Fachzeitschriften veröffentlicht und durch Verlagsaufkäufe übernommen.

Vom 1. März 2008 bis 30. Juni 2014 war der Verlag eine 100-prozentige Tochter von Gruner + Jahr und firmierte seit Januar 2010 unter dem Namen G+J Entertainment Media GmbH & Co. KG. Zum 1. Juli 2014 hat der Kölner Verleger Timo Busch sämtliche Anteile von Gruner + Jahr übernommen. Als ein Unternehmen der Busch Group firmiert die Gesellschaft seit September 2014 unter Busch Entertainment Media GmbH. Geschäftsführer sind Timo Busch und Michael Bamberger, Ulrich Höcherl ist leitender Chefredakteur, David Serjoscha Wolf leitender Artdirector. Firmensitz ist nach wie vor in München. Das Unternehmen beschäftigt knapp 100 Mitarbeiter.

Seit der Umstellung auf den Firmennamen Busch & Glatz rückten verstärkt Online-Dienste sowie -Marketing in das Dienstleistungs-Portfolio, während andere Publikationen eingestellt wurden.

PublikationenBearbeiten

Das Spektrum umfasst die Fachmagazine Blickpunkt:Film, MusikWoche und GamesMarkt sowie Online-Dienste. Dabei ist der Online-Fachinformationsdienst mediabiz.de die Dachmarke für die meisten Fachauftritte des Hauses und umfasst blickpunktfilm.de, musikwoche.de und gamesmarkt.de.

FachzeitschriftenBearbeiten

livepaperBearbeiten

  • Blickpunkt:Film livepaper
  • GamesMarkt livepaper
  • MusikWoche livepaper

OnlineBearbeiten

  • mediabiz.de (450.000 Visits, 2 Mio. Page Impressions, Stand 01/2014)
  • Meedia

Ehemalige AngeboteBearbeiten

Mit kino.de stellte die damalige G+J Entertainment Media bis 2014 eines der größten Kinoportale Deutschlands mit mehr als 4 Millionen Besuchern pro Monat.[1] Unter gemeinsamer Chefredaktion mit dem Fachmagazin Blickpunkt:Film wurden Deutschlands Kinoprogramm, zahlreiche Trailer, Fotos, Stars sowie Charts, Filmbesprechungen und Informationen rund um Film und Kino angeboten. Von 2009 bis 2014 präsentierte video.de Neuheiten auf DVD und Blu-ray und News rund um Filme, Stars und Technik. Die beiden an Privatanwender gerichteten Angebote kino.de und video.de wurden 2014 von Ströer Media Brands übernommen.

Die Fachzeitschriften und livepaper VideoMarkt, Treffpunkt Kino (710.000 Exemplare) sowie VideoTipp (100.000 Exemplare) wurde nach der Restrukturierung des Fachverlages eingestellt. Ebenso betraf das die Fachenzyklopädie Kinohandbuch (2.400 Exemplare).

AwardsBearbeiten

Busch Entertainment Media ehrte mit seinen Preisverleihungen künstlerische Leistungen und kommerzielle Erfolge der Unterhaltungsbranche.

Box Office Germany Award (Bogey)Bearbeiten

Mit dem Box Office Germany Award (Bogey) wurden Kinofilm geehrt, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Start eine gewisse Zahl an Kinobesuchern erreichten. Der einfache Bogey stand für 1 Mio. Besucher in 10 Tagen oder einen Schnitt von 1000 Zuschauern pro Kopie am Startwochenende. Es folgten Silber (2 Mio. in 20 Tagen), Gold (3 Mio. in 28 Tagen), Platin (5 Mio. in 50 Tagen) und Titan (10 Mio. in 100 Tagen).

Video ChampionBearbeiten

Der Video Champion (ehemals DVD Champion) wurde seit 2000 alljährlich im Rahmen der Preisverleihung Video Night an DVD- und Blu-ray-Produktionen (Programm Awards) und Personen der Musik- und Filmbranche (Personality Awards) verliehen.

Video Download AwardBearbeiten

Im Juni 2011 wurde der erste Video Download Award an Warner Bros. für „Inception“ verliehen, damals für mehr als 100.000 Abrufe in 100 Tagen im deutschsprachigen Raum. 2013 wurden die Kriterien aufgrund der rasanten Marktentwicklung zum ersten Mal verschärft und mit 150.000 und 250.000 Downloads (Goldstatus) zwei Varianten des Video Download Award eingeführt. Insgesamt wurden 84 Video Download Awards vergeben. Der einfache Video Download Award stand für 250.000 Downloads (vorher 150.000) in 100 Tagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der goldene Video Download Award wurde bei 500.000 Downloads (vorher 250.000) in 100 Tagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verliehen.

LARA – Der Deutsche Games AwardBearbeiten

Im Mai 2007 feierte LARA – Der Deutsche Games Award seine Premiere. Mit diesem Preis wurden die besten Computer- und Videospielprogramme sowie überzeugende Umsetzung von Gamesinhalten in andere Unterhaltungsformate ausgezeichnet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nutzungsdaten gemäß IVW