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Dieser Artikel behandelt die marokkanische Fußballnationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Marokko nahm zum fünften Mal an der Endrunde teil. Zuletzt hatte die Mannschaft 1998 teil und war dabei wie 2018 in der Gruppenphase gescheitert.

Fußball-Weltmeisterschaft 2018:
Marokko
FRMF-Maroc.png

Trainer Hervé Renard
Kapitän Medhi Benatia
Qualifiziert als Sieger Afrika-Gruppe C
Weltranglistenplatz
vor dem Turnier
41
Turnierergebnis Aus nach der Vorrunde
Spiele gewonnen 0
Spiele unentschieden 1
Spiele verloren 2
Tore 2:4

QualifikationBearbeiten

Die Mannschaft qualifizierte sich über die Qualifikationsspiele des afrikanischen Fußballverbandes CAF für die Weltmeisterschaft in Russland.

SpieleBearbeiten

Marokko begann die Qualifikation unter Badou Zaki, unter dem die Mannschaft in die zweite Runde einstieg und dabei in Hin- und Rückspiel auf Äquatorialguinea traf. Nach einem 2:0-Heimsieg konnte trotz einer 0:1-Auswärtsniederlage die dritte Runde erreicht werden. Im Februar 2016 einigten sich der marokkanische Verband und Badou Zaki auf eine Vertragsauflösung.[1] Als Nachfolger wurde Hervé Renard verpflichtet, der die Mannschaft in die dritte Runde führte. Diese wurde als Gruppenphase ausgetragen und Marokko traf in Gruppe C auf die Elfenbeinküste, Gabun und Mali. In den sechs daraus entstandenen Begegnungen trug die marokkanische Mannschaft drei Siege davon spielte dreimal remis. Dabei kassierten die Marokkaner als einzige Mannschaft in der dritten Runde kein Gegentor. Allerdings gelangen ihr die wenigsten Siege aller afrikanischen qualifizierten Mannschaften. Als Gruppensieger qualifizierten sich die Marokkaner am letzten Spieltag durch einen 2:0-Sieg in der Elfenbeinküste, wodurch diese die vierte WM-Teilnahme in Folge verpasste.

Insgesamt kamen 40 Spieler zum Einsatz – bezogen auf die Anzahl der Spiele sind dies die meisten Spieler. 13 von den eingesetzten Spielern bestritten aber nur ein Spiel. 17 eingesetzte Spieler standen auch im Kader für die Fußball-Afrikameisterschaft 2017, bei der Marokko im Viertelfinale ausgeschieden war. Als einziger Spieler wurde Torhüter Munir El Kajoui in allen acht Spielen eingesetzt. Auf sieben Einsätze brachte es Kapitän Medhi Benatia. Bester Torschütze war Khalid Boutaïb mit vier Toren, wovon er allein drei beim 3:0-Sieg gegen Gabun erzielte. Insgesamt steuerten neun Spieler mindestens ein Tor bei.

Zweite RundeBearbeiten

Datum Spielort Gastgeber Gast Ergebnis Torschützen für Marokko
12. Nov. 2015 Agadir Marokko Äquatorialguinea 2:0 (1:0) Youssef El-Arabi (30.), Yacine Bammou (66.)
15. Nov. 2015 Bata Äquatorialguinea Marokko 1:0 (1:0)

Dritte RundeBearbeiten

Datum Spielort Gastgeber Gast Ergebnis Torschützen für Marokko
08.10.2016 Franceville Gabun Marokko 0:0
12.11.2016 Marrakesch Marokko Elfenbeinküste 0:0
01.09.2017 Rabat Marokko Mali 6:0 (2:0) Hakim Ziyech (19./Elfmeter, 60.), Khalid Boutaïb (27.), Achraf Hakimi (72.), Younès Belhanda (80.), Mimoun Mahi (88.)
05.09.2017 Bamako Mali Marokko 0:0
07.10.2017 Casablanca Marokko Gabun 3:0 (1:0) Khalid Boutaïb (38., 56., 71.)
11.11.2017 Abidjan Elfenbeinküste Marokko 0:2 (0:2) Nabil Dirar (24.), Medhi Benatia (30.)

Abschlusstabelle der dritten RundeBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Marokko  Marokko  6  3  3  0 011:000 +11 12
 2. Elfenbeinküste  Elfenbeinküste  6  2  2  2 007:500  +2 08
 3. Gabun  Gabun  6  1  3  2 002:700  −5 06
 4. Mali  Mali  6  0  4  2 001:900  −8 04

VorbereitungBearbeiten

SpieleBearbeiten

Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Marokkanische Torschützen
13. Januar 2018 4:0 Mauretanien  Mauretanien Casablanca Ayoub El Kaabi (66., 80,), Ismail El Haddad (72.), Achraf Bencharki (90.+2)
17. Januar 2018 3:1 Guinea-a  Guinea Casablanca Ayoub El Kaabi (27., 64., 68.)
21. Januar 2018 0:0 Sudan  Sudan Casablanca
27. Januar 2018 2:0 Namibia  Namibia Casablanca Ayoub El Kaabi (36.), Salaheddine Saidi (55.)
31. Januar 2018 3:1 n. V. Libyen  Libyen Casablanca Ayoub El Kaabi (73., 97.), Walid El Karti (118./Elfmeter)
4. Februar 2018 4:0 Nigeria  Nigeria Casablanca Zakaria Hadraf (45., 64.) Walid El Karti (61.), Ayoub El Kaabi (73.)
23. März 2018 2:1 Serbien  Serbien Turin (ITA) Hakim Ziyech (29./Elfmeter), Khalid Boutaïb (40.)
27. März 2018 2:0 Usbekistan  Usbekistan Casablanca Ayoub El Kaabi (4.), Manuel da Costa (43.)
31. Mai 2018 0:0 Ukraine  Ukraine Genf (CHE)
4. Juni 2018 2:1 Slowakei  Slowakei Genf (CHE) Ayoub El Kaabi (64.), Younes Belhanda (74.)
9. Juni 2018 3:1 Estland  Estland Tallinn Younes Belhanda (11.), Hakim Ziyech (38./Elfmeter), Youssef En-Nesyri (72.)

Anmerkungen:

Kursiv gesetzte Mannschaften sind nicht für die WM qualifiziert.
Bei den Spielen im Januar/Februar im Rahmen der Afrikanischen Nationenmeisterschaft durften nur Spieler der heimischen Ligen eingesetzt werden. Nur drei Spieler des Kaders kamen auch in der WM-Qualifikation zum Einsatz, aber nur jeweils in einem Spiel. Finalgegner Nigeria setzte von den in der WM-Qualifikation eingesetzten Spielern nur Torhüter Ikechukwu Ezenwa, aber nicht im Finale.

QuartierBearbeiten

Teamquartier war das „Marriott Hotel“   in Woronesch, wo die Mannschaft das Stadion „Tschaika“   zu Trainingszwecken nutzen konnte.[2]

KaderBearbeiten

Aus dem vorläufigen Kader wurde Badr Banoun gestrichen. Kein Spieler kam bisher bei einer WM-Endrunde zum Einsatz.

Pos. Nr. Spieler Verein vor WM-Beginn[K 1] Geburtsdatum Länderspiel-
einsätze *
Länderspiel-
tore *
Debüt Letzter Einsatz          
Tor 01 Yassine Bounou Spanien  FC Girona 05.04.1991 11 0 2013 04.06.2018
12 Munir El Kajoui Spanien  CD Numancia 10.05.1989 28 0 2015 09.06.2018 3 1
22 Ahmed Reda Tagnaouti IR TangerM 05.04.1996 2 0 2017 27.03.2018
Abwehr 05 Medhi Benatia (C)  Italien  Juventus TurinM, P 17.04.1987 57 2 2008 09.06.2018 2 1
04 Manuel da Costa Turkei  Istanbul Başakşehir FK 06.05.1986 28 1 2014 09.06.2018 3 1
17 Nabil Dirar Turkei  Fenerbahçe Istanbul 25.02.1986 34 3 2008 23.03.2018 2
02 Achraf Hakimi Spanien  Real MadridC 04.11.1998 10 1 2016 09.06.2018 3 1
03 Hamza Mendyl Frankreich  OSC Lille 21.10.1997 13 0 2016 04.06.2018
06 Romain Saïss England  Wolverhampton WanderersM2 26.03.1990 26 1 2016 09.06.2018 2
Mittelfeld 08 Karim El Ahmadi Niederlande  Feyenoord RotterdamP 27.01.1985 50 1 2008 09.06.2018 3 2
15 Youssef Aït Bennasser Frankreich  SM Caen 07.07.1996 14 0 2016 09.06.2018
16 Nordin Amrabat Spanien  CD Leganés 31.03.1987 44 4 2011 09.06.2018 2 1
21 Sofyan Amrabat Niederlande  Feyenoord RotterdamP 21.08.1996 5 0 2017 09.06.2018 2
10 Younès Belhanda Turkei  Galatasaray IstanbulM 25.02.1990 47 5 2010 09.06.2018 3
14 Mbark Boussoufa Vereinigte Arabische Emirate  al-Jazira Club 15.08.1984 59 7 2006 09.06.2018 3 1
11 Fayçal Fajr Spanien  FC Getafe 01.08.1988 23 2 2015 04.06.2018 2
18 Amine Harit Deutschland  FC Schalke 04 18.06.1997 6 0 2017 09.06.2018 1
Sturm 20 Aziz Bouhaddouz Deutschland  FC St. Pauli 30.03.1987 15 3 2016 09.06.2018 2
13 Khalid Boutaïb Turkei  Malatyaspor 24.04.1987 18 8 2016 09.06.2018 2 1
23 Mehdi Carcela-González Belgien  Standard LüttichP 01.07.1989 23 1 2011 04.06.2018 1
09 Ayoub El Kaabi RSB Berkane 26.06.1993 10 11 2018 09.06.2018 2
19 Youssef En-Nesyri Spanien  FC Málaga 01.06.1997 11 3 2016 09.06.2018 1 1
07 Hakim Ziyech Niederlande  Ajax Amsterdam 19.03.1993 18 8 2015 09.06.2018 3
Trainerstab Trainer Frankreich  Hervé Renard 30.09.1968 2016 3
(*) angegeben sind nur die Spiele und Tore, die vor Beginn der Weltmeisterschaft absolviert bzw. erzielt wurden (Quelle: Kicker Sonderheft WM 2018, Stand: 20. Mai 2018), Daten aktualisiert nach dem Spiel am 9. Juni gegen Estland.
  1. Kursiv gesetzte Vereine spielten im Jahr der WM in der zweiten Liga, M = Der Verein wurde im WM-Jahr Meister seines Landes, M2 = Meister der 2. Liga im WM-Jahr, P = Pokalsieger im WM-Jahr, C = Sieger der UEFA Champions League 2017/18

EndrundeBearbeiten

GruppenauslosungBearbeiten

Spielorte und Quartier (blau/kursiv) der marokkanischen Mannschaft

Für die Auslosung der Qualifikationsgruppen am 1. Dezember war Marokko Topf 4 zugeordnet. Marokko trifft in der Gruppe B auf Europameister Portugal, den vorletzten Weltmeister Spanien und den Iran. Gegen Portugal spielten die Marokkaner bereits bei ihrer zweiten WM-Teilnahme 1986 und erreichten durch einen 3:1-Sieg zum bisher einzigen Mal die K.-o.-Runde, wo sie im Achtelfinale mit 0:1 gegen Vizeweltmeister Deutschland verloren. Weitere Spiele gegen Portugal gab es noch nicht. Gegen die spanische A-Nationalmannschaft gab es zwei Pflichtspielniederlagen in der Qualifikation für die WM 1962 sowie ein torloses Remis in einem Freundschaftsspiel 1968. Darüber hinaus gab es ein Remis und zwei Niederlagen gegen die spanische B-Mannschaft und eine Niederlage gegen die spanische Amateurmannschaft im Spiel um Platz 3 bei den Mittelmeerspielen 1963. Gegen den Iran gibt es nur ein von der FIFA nicht gezähltes Spiel bei einem Turnier in Peking, an dem auch Vereinsmannschaften und B-Mannschaften teilnahmen. Dabei verloren die Marokkaner im Elfmeterschießen.[3]

Marokko hat bisher nur einmal 2014 gegen Russland in Moskau gespielt, aber noch nicht in den beiden anderen Vorrundenspielorten.

Spiele der Gruppenphase / Gruppe BBearbeiten

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Spanien  Spanien  3  1  2  0 006:500  +1 05
 2. Portugal  Portugal  3  1  2  0 005:400  +1 05
 3. Iran  Iran  3  1  1  1 002:200  ±0 04
 4. Marokko  Marokko  3  0  1  2 002:400  −2 01
Fr., 15. Juni 2018, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Marokko Iran 0:1 (0:0)   90.+5′ Bouhaddouz
Mi., 20. Juni 2018, 15:00 Uhr (14:00 Uhr MESZ) in Moskau (Olympiastadion Luschniki)
Portugal Marokko 1:0 (1:0)
Mo., 25. Juni 2018, 20:00 Uhr (MESZ) in Kaliningrad
Spanien Marokko 2:2 (1:1)   14.′ Boutaïb,   81.′ En-Nesyri

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. bbc.com: Badou Zaki leaves post as Morocco coach by mutual consent
  2. fifa.com: 2018 FIFA World Cup Russia - Team Base Camps
  3. 1st Beijing International Friendship Tournament 1977