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Fruthwilen
Wappen von Fruthwilen
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Kreuzlingen
Politische Gemeinde: Salensteini2w1
Postleitzahl: 8269
Koordinaten: 722562 / 280592Koordinaten: 47° 39′ 52″ N, 9° 4′ 13″ O; CH1903: 722562 / 280592
Höhe: 504 m ü. M.
Karte
Fruthwilen (Schweiz)
Fruthwilen
www

Fruthwilen ist eine Ortschaft der Einheitsgemeinde Salenstein im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz. Sie liegt oberhalb der Gemeinde Ermatingen am Südufer des Untersees gegenüber der Insel Reichenau.

  • Fläche: 305 ha
  • Meter über Meer: 475

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1979

Die älteste urkundliche Erwähnung Fruthwilens stammt aus dem Jahre 1271 als "Vruotwilar". Der Name bedeutet schöner Weiler – „vruot“ ist mittelhochdeutsch und meint „schön“. Fruthwilen gehörte zum Kloster Reichenau. In der Helvetik bildete das Dorf eine eigene Munizipalität. Seit 1816 bildet das Dorf zusammen mit Salenstein und Mannenbach eine Munizipalgemeinde. 1979 entstand daraus die Einheitsgemeinde Salenstein. Damit wurde Fruthwilen zu einem Ortsteil und verlor seine Eigenständigkeit. Das Wappen von Fruthwilen hat eine wechselvolle Geschichte. Im Winter 1979/80 wurde auf Wunsch der Bevölkerung das alte abgebildete Wappen wieder eingesetzt, welches eine Zeit lang verschollen war und einer alten Schützenfahne wieder nachgezeichnet werden konnte.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Der Hub in Fruthwilen

Das Schloss Hubberg ist seit 1377 urkundlich erwähnt. Das Anfang des 18. Jahrhunderts innen barockisierte Doppelwohnhaus besteht aus zwei annähernd gleichen Hälften mit grossen Rundbogenportalen. Es hat zwei Massivgeschosse und ein Fachwerkgeschoss.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnte im Hubberg Hans Leip während zwanzig Jahren zur Miete. Der deutsche Dichter verfasste 1915 den Text des weltberühmten Soldatenliedes Lili Marleen.

LiteraturBearbeiten

  • Hans Baumgartner (Text), Werner Stelder (Photos):: Salenstein, Fruthwilen, Mannenbach. Buch zur 900-Jahr-Feier; 1092-1992. Gemeinde Salenstein, Frauenfeld 1992.
  • Peter Erni, Alfons Raimann: Der Bezirk Steckborn (Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau; Bd. 6). GSK, Bern 2001, ISBN 3-906131-02-5.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fruthwilen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien