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Auffliegende Tauben, 1967, Bietigheim-Bissingen

Fritz Melis (* 1913 in Berlin; † 1982 in Bietigheim-Bissingen) war ein deutscher Bildhauer.

WerdegangBearbeiten

Melis absolvierte von 1933 bis 1936 ein Studium an der Berliner Akademie der Künste u. a. bei Ludwig Gies und Hugo Lederer, wo er die Berliner Tradition der naturalistischen Tierplastik kennenlernte. Nach dem Krieg fing er 1946 in Stuttgart neu an. Die reduzierte, fließende Formensprache von Otto Baum und dem Maler Walter Wörn[1] wurde sein Vorbild. Melis' Arbeiten wurden auch vom Kubismus inspiriert. Dadurch wurde Melis' Formensprache kantiger und geometrischer. Ab 1950 arbeitete er als Dozent für Freies Zeichnen an der TH Stuttgart, wobei er sich insbesondere der Bauplastik mit bronzenen Vögeln widmete. Seit den fünfziger Jahren war Fritz Melis ein in Architektenkreisen hoch geschätzter und vielbeschäftigter Bildhauer für die Kunst am Bau. Vor allem seine in Bronze gegossenen Vogelgruppen und später seine stark abstrahierten aufsteigenden Vogelschwärme wurden schließlich zu Markenzeichen des Künstlers.[2] 1958 errichtete er ein Atelierhaus in Bietigheim-Metterzimmern.

EhrungenBearbeiten

FamilieBearbeiten

Roger Melis ist sein Sohn.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

In Stuttgart befinden sich 26 Werke von Fritz Melis, andere in Bietigheim-Bissingen, aber auch in ganz Deutschland.[4][5]

  • Friedrichshafen[6]
    • Steinintarsienarbeit in der Eingangshalle der kfm. Schule (3 × 7 Meter)
    • Schwanenbrunnen
    • Bronzetür zum Großen Sitzungssaal im Rathaus.
  • Stuttgart
    • Pelikanbrunnen (1961)[7]
    • Kreisende Adler, Villa Berg
    • Flamingobrunnen im Mittleren Schlossgarten (beim Café am See)[8].
    • Bärenplastik vor der Turn- und Versammlungshalle der Österfeldschule in Stuttgart-Vaihingen
  • Heilbronn
    • Rathaus, Adler
    • Wartbergkirche, Bronzetür
    • Brunnen im Pausenhof der Gewerbeschule an der Paulinenstraße
  • Bietigheim-Bissingen
    • Ziegen (1960), Im Bürgergarten
    • Auffliegende Tauben (1967), Bahnhofstraße
    • Pavian (1970), Obere Hauptstraße
  • Ditzingen
    • Stadtbad, künstlerische Ausgestaltung der Schwimmhalle (1960)

GalerieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hochbauamt der Landeshauptstadt Stuttgart (Hrsg.): Kunst in der Architektur Landeshauptstadt Stuttgart – Kunstwerke im Bereich der Architektur 1949 bis 1979, 1979, Seite 66: Acht Werke von Fritz Melis
  • Marc Fredric Gundel: Akademie-Schülerschaft und Lehre nach 1945. Zur Bedeutung und Problematik am Beispiel von Otto Baum und Herbert Baumann als Kunsthochschullehrer, Dissertation Universität Heidelberg, Heidelberg 1995, Seite 52–53.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sculptures by Fritz Melis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kunstverein Ludwigsburg: Kurze Vita von Walter Wörn (Memento des Originals vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstverein-ludwigsburg.de
  2. Werkbeschreibung im Skulpturenführer der Stadt Bietigheim-Bissingen, Seite 19 (PDF; 2,06 MB)
  3. Mitteilung der Stadt Bietigheim-Bissingen
  4. Fritz Melis (Illustration); Günther Wirth (Text): ’’Fritz Melis: Retrospektive’’, Bietigheim-Bissingen 1983, Abbildung 47.
  5. Ulrich Gohl: ’’Im öffentlichen Raum. Kunstwerke und Denkmäler im Stuttgarter Osten’’, Stuttgart 2010, Seite 43
  6. http://www.kmg-fn.de/cms/website.php?id=/de/index/kmg/building.htm@1@2Vorlage:Toter Link/www.kmg-fn.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. http://www.stuttgarter-brunnen.de/pelikanbrunnen/
  8. Fotogalerie Stuttgart: Foto des Flamingo-Brunnens.