Fritz Lück

deutscher Filmarchitekt, Maler und Bühnenbildner

Fritz Lück (* 20. Dezember 1880 in Berlin; † 8. April 1967 in Geretsried) war ein deutscher Filmarchitekt, Bühnenbildner und Maler.

LebenBearbeiten

Lück hatte nach seiner Ausbildung zum Theatermaler und Bühnenbildner am Kunstgewerbemuseum Berlin und an der Akademie 1898 als Kunstmaler zu arbeiten begonnen. Jahre später begann er sich der Bühne zuzuwenden und wurde dort Kulissenmaler. 1916 verpflichtete ihn das Paderborner Stadttheater für eine Spielzeit. Nach seinem Kriegsdienst 1917/18 wurde Lück gegen Ende des Jahres 1918 als künstlerischer Beirat an die deutschsprachige Bühne Rigas geholt, 1919/20 war er in selbiger Funktion sowie als Kunstmaler an Jenas Kammerspielen tätig. Seit den frühen 20er Jahren wirkte Fritz Lück vor allem an Berliner Spielstätten (Staatstheater), 1924/25 war er überdies als künstlerischer Beirat am Brandenburger Stadttheater beschäftigt.

Abgesehen von einigen wenigen Szenenbildentwürfen, die er zwischen 1922 und 1925 nach Entwürfen Walter Reimanns ausführte und einigen späteren Arbeiten als Kunstmaler beim Tonfilm (zum Beispiel bei Reinhold Schünzels Land der Liebe, 1937, und Curt GoetzNapoleon ist an allem schuld, 1938), blieb Lück dem Kino bis kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs als Szenenbildner fern. Er war seitdem auch weiterhin in ausführender Funktion aktiv und arbeitete bis Kriegsende vor allem mit den bedeutenden Kollegen Fritz Maurischat und Heinrich Weidemann zusammen. In dieser Zeit beteiligte er sich auch an den letzten vier Inszenierungen Herbert Selpins.

Inzwischen in Grünwald vor den Toren Münchens ansässig, kooperierte Fritz Lück nach 1945 eng mit dem angesehenen Kollegen Hans Sohnle. Seine beachtlichste Nachkriegsarbeit gestaltete Lück 1954 gemeinsam mit Hein Heckroth, als er die Kulissen für Helmut Käutners Monarchenpsychogramm Ludwig II. entwarf. Im Alter von 80 Jahren zog sich Fritz Lück aus dem Filmgeschäft zurück.

FilmografieBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 127.

WeblinksBearbeiten