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Friedrich Zeller (Politiker)

deutscher Kommunalpolitiker

Friedrich Zeller (* 1. April 1966 in Memmingen) ist ein deutscher Kommunalpolitiker (SPD).

LebenBearbeiten

Friedrich Zeller studierte nach dem Abitur am Bernhard-Strigel-Gymnasium an der Hochschule für Politik in München. Er schloss das Studium mit dem Diplom ab. Anschließend studierte er in Speyer Verwaltungswissenschaften und beendete das Studium mit der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1989 ging Zeller nach Leipzig, wo er anfänglich für die Friedrich-Ebert-Stiftung, später für das Bürgermeisteramt arbeitete. 1994 wurde er in den Leipziger Stadtrat gewählt, zog aber bald nach Schongau, wo er im Mai 1996 im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt wurde. Dieses Amt bekleidete er bis April 2008. Am 30. März 2008 wurde er im Landkreis Weilheim-Schongau in einer Stichwahl mit 53,7 % als SPD-Kandidat gegen den bisherigen Amtsinhaber Luitpold Braun (CSU) zum Landrat gewählt und trat sein Amt am 1. Mai 2008 an.

In seiner Zeit als Landrat wurden die Krankenhäuser des Landkreises Weilheim-Schongau zur Krankenhaus GmbH zusammengefasst. Er leitete die Schließung des Krankenhauses in Peißenberg ein[1], das Anfang 2016 endgültig geschlossen wurde.[2] Im Zuge der Verhandlungen leistete sich Zeller bei verschiedenen Veranstaltungen mehrere Ausfälle. So beleidigte er beispielsweise bei einer Veranstaltung im Juli 2012 in Bad Tölz Ärzte.[3] Auch Krankenschwestern wurden von ihm in einer Sitzung des Kreistages beleidigt.[4] Bei beiden Vorfällen entschuldigte sich Zeller erst Wochen nach diesen Aussagen.[5][6]

Bei den Kommunalwahlen 2014 verlor er das Amt. In einer Stichwahl am 30. März 2014 gegen seine Herausforderin Andrea Jochner-Weiß (CSU) erreichte Zeller 32,0 Prozent der Stimmen.[7]

Nach seiner Abwahl als Landrat ist Friedrich Zeller ab 2014 hauptberuflich als Kommunalberater, Dozent und Aufsichts- und Beiratsvertreter tätig.[8] Zeller ist Mitglied im Landesvorstand des ADFC Bayern.

Am 21. Januar 2017 wurde er von der SPD als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Memmingen am 19. März 2017 nominiert, bei welcher er mit 48,46 % seinem Mitbewerber Manfred Schilder von der CSU unterlag.[9]

Friedrich Zeller ist verheiratet und hat drei Kinder.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chefarzt warnt vor "chaotischen Verhältnissen". In: www.kreisbote.de. Abgerufen am 15. Januar 2017.
  2. Aus für Peißenberger Krankenhaus. In: www.kreisbote.de. Abgerufen am 15. Januar 2017.
  3. Zeller nennt Ärzte "Deppen" und "Ärsche". In: www.merkur.de. Abgerufen am 15. Januar 2017.
  4. Schongauer Krankenhaus-Qualität Thema im Kreistag. In: www.merkur.de. Abgerufen am 15. Januar 2017.
  5. Entschuldigung von Herrn Landrat Dr. Friedrich Zeller wegen seiner Äußerung über die Ärzte Penzbergs. In: www.aekv-weilheim-schongau.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  6. Weilheim: Zeller entschuldigt sich. In: www.merkur.de. Abgerufen am 17. Januar 2017.
  7. Ergebnisse der Kommunalwahl. In: www.merkur.de. Abgerufen am 31. März 2014.
  8. [1]| Webseite Friedrich Zeller
  9. Offizielles Wahlergebnis auf den Seiten der Stadt Memmingen. In: www.memmingen.de. Abgerufen am 25. März 2017.