Friedhof Hajongard

Friedhof in Klausenburg

Der Friedhof Hajongard, auch Friedhof Házsongárd[1] genannt, (rumänisch Cimitirului Hajongard oder Cimitirului Central, ungarisch Házsongárdi temető, deutsch historisch Friedhof Hasengarten) ist ein im Jahr 1585 eröffneter Friedhof in der rumänischen Stadt Cluj-Napoca (deutsch Klausenburg, ungarisch Kolozsvár). Er wird aufgrund zahlreicher Gräber ungarischer, siebenbürgisch-sächsischer und rumänischer Persönlichkeiten auch Pantheon Siebenbürgens genannt.[2]

Ansicht am Eingang des Friedhofs

GeschichteBearbeiten

Nach Ausbruch der Pestepidemie konnten die vielen Toten nicht mehr innerhalb der Stadtmauern beerdigt werden. Infolgedessen beschloss der Stadtrat am 11. Mai 1585 die Eröffnung eines Friedhofs auf einem ehemals zum Anbau von Wassermelonen genutzten Feld außerhalb der Stadt. Seinen Namen erhielt der Friedhof vom deutschen Wort Hasengarten oder Haselgarten, das ursprünglich einen Hang südlich des Friedhofs bezeichnete.[3] Von Beginn an wurden hier Menschen unabhängig von deren Religion beerdigt. Einzige Ausnahme bildet ein ehemals eigenständiger lutheranischer Friedhof, der 1739 angegliedert wurde. Im Osten des Friedhofs entstand zudem im 19. Jahrhundert ein jüdischer Begräbnisplatz. Der Friedhof wurde im Laufe der Jahre auf heute insgesamt 14 Hektar erweitert und hat seit 2004 den Status eines Kulturdenkmals.[4]

Bekannte hier bestattete PersonenBearbeiten

 
Gedenktafel für die hier bestatteten Mitglieder der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
 
Weg im lutheranischen Teil des Friedhofs

WeblinksBearbeiten

Commons: Friedhof Hajongard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 10 curiozități despre Cimitirul Central. In: Buna Dimineata. 14. Oktober 2015, abgerufen am 21. Mai 2022 (rumänisch).
  2. „Panteonul Transilvaniei“, cimitirul clujean unde se întâlnesc şi capul de bour, şi blazonul nobiliar maghiar. 6. Februar 2016, abgerufen am 21. Mai 2022 (rumänisch).
  3. A kolozsvári Házsongárdi temetõben pihenõ természettudósok. Abgerufen am 21. Mai 2022.
  4. A kolozsvári Házsongárdi temető. In: Fundația Házsongárd Alapítvány. Abgerufen am 21. Mai 2022 (hu-hu).

Koordinaten: 46° 45′ 54″ N, 23° 35′ 35″ O