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Fridolin von Säckingen

Missionar, Abt des Klosters Säckingen
Hans Burgkmair: St. Fridolin erweckt Ursus und schließt Frieden mit Landolf (1517)

Fridolin von Säckingen (* in Irland; † 538 im Kloster Säckingen) war ein Glaubensbote am Oberrhein und Gründungsabt eines Doppelklosters, der in der katholischen und orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Nach ihm sind mehrere Kirchen benannt, siehe Fridolinskirche.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Fridolin war ein irischer Wandermönch, der zunächst in Poitiers in Gallien tätig war, wo er die Gebeine des heiligen Hilarius von Poitiers erhob und eine Kirche erbaute. Gegen seine irische Herkunft spricht jedoch der germanische Name Fridolin. Der Legende nach beauftragte ihn Hilarius im Traum, auf einer bestimmten Rheininsel ein Kloster zu errichten. Auf dem Weg von Poitiers nach Säckingen gründete Fridolin eine Reihe von Kirchen, die er alle Hilarius weihte, unter anderem an der Mosel und in Straßburg. Seine erste Gründung war vermutlich Eller (alt: Helera, von Hilarius abgeleitet).

Fridolin gründete mit dem Stift Säckingen das älteste Kloster Süddeutschlands, das Ausgangsort für die Missionierung des heutigen Baden-Württemberg wurde. Daher wird Fridolin auch als Apostel des badischen Oberlandes bezeichnet. Eine Lebensbeschreibung, die so genannte Fridolinsvita wurde im 10. Jahrhundert von einem Mönch namens Balther von Speyer niedergeschrieben.

Fridolin ist Schutzpatron des Kantons Glarus (Schweiz).

VerehrungBearbeiten

 
Michael Speer: Darstellung des heiligen Fridolins und Urso am Fridolinsmünster in Bad Säckingen (1727)
 
Darstellung Fridolins auf dem Wappen des Kantons Glarus (Schweiz)

Die Gebeine Fridolins in der Stiftskirche in Säckingen, genannt Fridolinsmünster, sind noch heute ein Ziel vieler Wallfahrer. Alljährlich wird der prächtige, barocke Silberschrein in einer großen Festprozession unter Beteiligung von Musikkapellen, Trachtenträgern sowie Rittern und Knappen in mittelalterlichen Kostümen durch die Straßen der Stadt am Hochrhein getragen.

GedenktagBearbeiten

Fridolin wird bei Beinleiden, Viehseuchen und um gutes Wetter angerufen.

IkonografieBearbeiten

Fridolin wird oft zusammen mit einem Skelett dargestellt. Der Legende nach erweckte Fridolin den Hl. Ursus von Solothurn vom Tod (daher das Skelett), damit er die Schenkung des Grundstücks, auf dem heute das Fridolinsmünster von Säckingen steht, bestätigen konnte, die er zu Lebzeiten dem Fridolin gemacht hatte.

Nach der Legende um den Hl. Mauritius lebte Ursus nach dem Tod einfach weiter.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fridolin von Säckingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien