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GeschichteBearbeiten

Hervorgegangen ist die Liste ursprünglich aus dem „Forum Bürgerinitiativen für nachhaltige Stadtentwicklung“ (FBNS), einem Zusammenschluss von ca. 15 Freiburger Bürgerinitiativen, die auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) entstand und sich gegen die Baupolitik in Freiburg wendete[1].

Anfang Dezember 2013 wurde Freiburg Lebenswert e.V. als gemeinnütziger Verein gegründet, um zur Gemeinderatswahl mit einer eigenen Liste anzutreten[2]. Die Diskussion um den Standort eines neuen Stadions des SC Freiburg im Wolfswinkel brachte FL einen starken Zulauf, vor allem im Westen der Stadt[3]. Am 25. Mai 2014 trat FL dann als freie Wählerliste zur Gemeinderatswahl an und erhielt drei Sitze im Gemeinderat und damit Fraktionsstatus[4]. Zusammen mit der Liste Für Freiburg, die einen Sitz im Gemeinderat erhielt, bilden die drei Stadträte die vierköpfige Fraktionsgemeinschaft Freiburg Lebenswert / Für Freiburg (FL/FF).

Im Februar 2019 hatte sich die Wählervereinigung als einzige politische Gruppierung im Gemeinderat an die Seite der Kritiker des neuen Stadtteils Dietenbach gestellt.

Bei den Gemeinderatswahlen im Mai 2019 erhielt Freiburg Lebenswert 4,5 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zur Gemeinderatswahl 2014 verloren sie damit 1,1 Prozent sowie einen Sitz im Gemeinderat.[5]

Inhaltliche AusrichtungBearbeiten

Unter den Schlagwörtern Stadtbild, Bürgerbeteiligung, Lebensqualität und bezahlbarer Wohnraum sind in den Leitlinien der Wählervereinigung auch Themen wie die soziale Vielfalt in den Quartieren, Naturschutz, der Erhalt von Grünflächen und eine Stärkung des Denkmalschutzes enthalten[6]. Die Wählervereinigung versteht sich ausdrücklich als ideologisch und parteipolitisch unabhängig.

Kritik und Verbindungen zum RechtspopulismusBearbeiten

Kritikern zufolge lässt sich häufiger beobachten, dass die Politik von Freiburg Lebenswert einem Lokalpatriotismus zuzuordnen ist. Es wird einem traditionellen, bürgerlichen Gesellschaftsmodell der „guten alten Zeit“ angenähert, die auch durch die Partei AfD präsentiert wird. Beispielsweise kann man aus einer Rede im Gemeinderat vom 7. Oktober 2014 von Gerlinde Schrempp[7] entnehmen, dass Freiburg den Freiburgern überlassen werden soll und Menschen von außerhalb keinen Anspruch auf Wohnraum und Freizeitangebot in Freiburg haben. In der Debatte vom Bau Dietenbachs wurde von Seiten Freiburg Lebenswert oft kritisiert, dass das Bauvorhaben Dietenbach die landwirtschaftlichen Flächen für den regionalen Anbau raube und deshalb viele Lebensmittel importiert werden müssen. Ein ähnliches Engagement gegen Lebensmittelverschwendung, dessen Bekämpfung den Bedarf an landwirtschaftlichen Flächen senkt und somit auch Wohnraum für Zuziehende ermöglicht, konnte nicht beobachtet werden. Kritiker bemängeln, dass Argumentationen von Freiburg Lebenswert oft rein emotional gelenkt sind und den Kern einer Problematik oft verfehlen. Eine Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Begriff von Rechtspopulismus im Bezug zu Freiburg Lebenswert findet man im Beitrag „Ist Freiburg Lebenswert rechtspopulistisch?“ von Sebastian Müller.[8]

GemeinderäteBearbeiten

  • Wolf-Dieter Winkler (seit 2014)
  • Gerlinde Schrempp (seit 2014)
  • Karl-Heinz Krawczyk (2014–2019)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten