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Frederick Leonard Clark (* 19. März 1914 in Lincoln, Kalifornien; † 5. Dezember 1968 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben und KarriereBearbeiten

Fred Clark wurde als Sohn von Frederick Clark und seiner Ehefrau Stella Bruce geboren. Sein Vater arbeitete als höherer Beamter für Landwirtschaft und so wuchs der Sohn in relativem Wohlstand auf. Er wollte zunächst Medizin an der Stanford University studieren, erhielt dann aber eine Rolle im College-Stück Yellow Jack. Während seines anschließenden Studiums bei der American Academy of Dramatic Arts trat Clark nebenbei in lokalen Theatern sowie bei Summer-Stock-Gruppen auf. Im Alter von 24 Jahren erhielt er seine erste bedeutendere Theaterrolle im kurzlebigen Broadway-Stück Schoolhouse on the Lot. Ab 1942 flog der Schauspieler als Navy-Pilot im Zweiten Weltkrieg und später als Soldat. Insgesamt verbrachte Clark so zwei Jahre in Europa. Bald nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten traf Clark den Regisseur Michael Curtiz, welcher ihm in seinen Film noir Der Unverdächtige (1947) neben Claude Rains und Audrey Totter besetzte.

Fortan spielte der fast glatzköpfige, korpulente Schauspieler meistens mürrische und schlecht gelaunte Figuren, welche in vielen Fällen älter als er selbst wirkten. Häufig waren Clarks Figuren Geschäftsmänner, Gangsterbosse, Vorgesetzte oder Generäle. Neben seinem dünnen Schnurrbart gehörte die Zigarre zu seinem Markenzeichen, die den Schauspieler unverkennbar machte. Zu seinen bekannteren Rollen gehören der zwielichtige Hehler The Trader in Sprung in den Tod (1949) neben James Cagney; der Filmproduzent Mr. Sheldrake in Billy Wilders Filmklassiker Boulevard der Dämmerung (1950), der Anwalt Bellows in Ein Platz an der Sonne (1951) und ein ehebrechender Millionär in Wie angelt man sich einen Millionär? (1953). Ab den 1950er-Jahren war Clark vor allem im Fernsehen zu sehen, wo er neben George Burns und Gracie Allen in deren Fernsehshow eine regelmäßige Nebenrolle als zorniger Nachbar innehatte. Im Horrorstreifen Die Rache des Pharao (1964) hatte Clark eine größere Rolle als amerikanischer Showmann, welcher – unvernünftigerweise – eine Mumie ausstellen will.

1952 heiratete Clark die Schauspielerin Benay Venuta (1910–1995), zehn Jahre später kam es zur Scheidung. 1966 heiratete er Gloria Glaser, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet blieb. 1968 verstarb der Schauspieler im Alter von nur 54 Jahren an einer Lebererkrankung.[1] Für seine Fernseharbeit besitzt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

  • 1947: Der Unverdächtige (The Unsuspected)
  • 1947: Reite auf dem rosa Pferd (Ride the Pink Horse)
  • 1948: Rache ohne Gnade (Fury at Furnance Creek)
  • 1948: Schrei der Großstadt (Cry of the City)
  • 1949: Alias Nick Beal
  • 1949: Die Straße der Erfolgreichen (Flamingo Road)
  • 1949: Sprung in den Tod (White Heat)
  • 1950: The Eagle and the Hawk
  • 1950: Boulevard der Dämmerung (Sunset Boulevard)
  • 1950: Abenteuer eines Pechvogels (The Jackpot)
  • 1951: Ein Platz an der Sonne (A Place in the Sun)
  • 1951–1953: The George Burns and Gracie Allen Show (Fernsehserie, 75 Episoden)
  • 1952: Casanova wider Willen (Dreamboat)
  • 1953: Der Tolpatsch (The Caddy)
  • 1953: Wie angelt man sich einen Millionär? (How to Marry a Millionaire)
  • 1954: Der sympathische Hochstapler (Living It Up)
  • 1955: Abbott und Costello als Gangsterschreck (Abbott and Costello Meet the Keystone Kops)
  • 1955: Daddy Langbein (Daddy Long Legs)
  • 1955: Verdammt zum Schweigen (The Court-Martial of Billy Mitchell)
  • 1956: Zurück aus der Ewigkeit (Back from Eternity)
  • 1957: Die Frau im goldenen Cadillac (The Solid Gold Cadillac)
  • 1957: Traum in Pink (The Fuzzy Pink Nightgown)
  • 1958: Die tolle Tante (Auntie Mame)
  • 1959: Engel unter Sündern (The Mating Game)
  • 1960: Besuch auf einem kleinen Planeten (Visit to a Small Planet)
  • 1960: Anruf genügt – komme ins Haus (Bells Are Ringing)
  • 1962: Hemingways Abenteuer eines jungen Mannes (Hemingway’s Adventures of a Young Man)
  • 1963: Eine zuviel im Bett (Move Over, Darling)
  • 1964: Die Rache des Pharao (The Curse of the Mummy’s Tomb)
  • 1965: John Goldfarb, Please Come Home!
  • 1966: Ein General und noch zwei Trottel (Due marines e un generale)
  • 1968: Diana – Tochter der Wildnis (The Face of Eve)
  • 1968: Skidoo
  • 1971: Eddie (Fernsehfilm)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fred Clarks Todesanzeige bei Google News: Archiv