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Frebershausen ist ein Stadtteil von Bad Wildungen im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg mit knapp 180 Einwohner.

Frebershausen
Koordinaten: 51° 6′ 34″ N, 8° 59′ 1″ O
Höhe: 354 m ü. NHN
Fläche: 7,38 km² [LAGIS]
Einwohner: 156 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34537
Vorwahl: 06455
Frebershausen, Luftaufnahme (2016)
Blick auf den Ort von der Kirche aus
Die Kirche in Frebershausen

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Frebershausen, ein fränkisches Haufendorf, liegt im Kellerwald am Südrand des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Es befindet sich ungefähr 7,5 km (Luftlinie) westlich der Wildunger Kernstadt. Nördlich von Frebershausen, das auf 368 m ü. NN liegt und vom Wesebach durchflossen wird, erhebt sich der Traddelkopf, der mit 626 m der höchste Berg der Ederhöhen ist, eine Bergregion, deren Gebiet etwa deckungsgleich mit dem Nationalpark ist, westlich ragt der Talgang auf. Jenseits und damit nördlich des Nationalparks befindet sich der Edersee, nordöstlich der Affolderner See. Im Ort treffen sich die Landesstraße L 3332 und die Kreisstraße K 38.

NachbarorteBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Die erste Erwähnung des Ortes „Fridebrachtishusen“ erfolgte 1315.[2] Der Name änderte sich noch mehrmals, so zum Beispiel 1548 in „Friedwershausen“[3], bis 1925 die amtliche Festsetzung der Schreibweise Frebershausen erfolgte.[4] Um 1684 war eine Glashütte im Ort bekannt[3], von der noch heute der Flur- und Straßenname Glashude zeugt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Frebershausen zum 31. Dezember 1971 in die Stadt Bad Wildungen eingegliedert.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Taufstein der Kirche in Frebershausen

Die Wurzeln der frühgotischen Dorfkirche reichen zurück in das 13. Jahrhundert. Der Chor wurde wahrscheinlich als Wallfahrtskapelle errichtet. Zwischen 1450 und 1470 wurde das Kirchenschiff angebaut. Die endgültige Fertigstellung erfolgte 1590. Die 1931 erstmals restaurierten Fresken im Innenraum stammen aus dem 14. Jahrhundert. Ein Taufstein aus dem Jahre 1593 wird noch heute benutzt. Die hölzerne Kanzel wurde im Jahre 1900 neu gebaut, von der ursprünglichen Kanzel ist nur noch ein Teil der unteren Brüstung mit der Jahreszahl 1692 erhalten. Im Jahr 2007 erfolgte eine grundlegende Renovierung des Dachstuhls und der Decke des Kirchenschiffs.

Sehenswürdigkeiten im Umland

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Frebershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Bad Wildungen in Zahlen, abgerufen am 8. Februar 2019
  2. G. Landau: Beschreibung des Hessengaues, 1866, S. 194
  3. a b L. Curtze, Geschichte und Beschreibung des Fürstenthums Waldeck, Arolsen 1850, S. 662
  4. StAM Best. 180 Landratsämter Bad Wildungen Nr. 540
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408.