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Franz Xaver Alexander Anton Welczek (* 8. Februar 1825[1] in Jastrzigowitz, Kreis Rosenberg; † 10. Mai 1901 in Kreuzburg, Oberschlesien) war Königlicher Kanzleirat sowie Stadtverordnetenvorsteher und Ehrenbürger der Stadt Kreuzburg.[2]

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Welczek war der Sohn des kgl. preußischen Zollerhebers Franz Welczeck (1796–1886)[3] und dessen Ehefrau Johanna, geb. Härtel. († 1834)[4] Franz Welczek wuchs bis zum Alter von etwa 10 Jahren in Rosenberg in Oberschlesien und danach in Woischnik Krs. Lublinitz auf.

Im Februar 1851 wurde er Kreisgerichtsbüroassistent in Kreuzburg, Oberschlesien.[5] Seit dem 7. Januar 1862 war er Mitglied der dortigen Stadtverordnetenversammlung, welcher er seit dem 12. Januar 1870 vorstand. In Kreuzburg zum Sekretär des Kreisgerichts befördert, verlieh ihm Kaiser Wilhelm II im April 1891 den Ehrentitel des Königlichen Kanzleirats.[6]

Am 22. und 24. Februar 1895 beschlossen Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung, Welczek wegen seiner Verdienste als Vorsitzendem der Stadtverordneten das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Welczek war bis zur Jahrhundertwende für die Geschicke Kreuzburgs mitverantwortlich und kümmerte sich um die Entwicklung der oberschlesischen Stadt. Erst im Jahre 1924 wurde eine weitere Person zum Ehrenbürger von Kreuzburg ernannt.

Vom 25. bis 27. Juli 1903 tagte der Schlesische Forstverein zu der 61. Generalversammlung in Kreuzburg. Hierbei wurde Welczek postum nochmals geehrt. Ihm zu Ehren wurde eine Eiche im Kreuzburger Stadtwald „am Agnesweg“ gepflanzt. Zwei weitere Bäume wurden dem in Kreuzburg geborenen Schriftsteller Gustav Freytag und dem Parlamentarier Eduard Grafen von Bethusy-Huc gewidmet. Auch letzterer war Ehrenbürger der Stadt.

FamilieBearbeiten

Franz Welczek heiratete vor 1852 Bertha Louise Agnes, geb. Lorenz (* 26. August 1829 in Kreuzburg[7]; † nach 1902 in Breslau). Das Ehepaar hatte fünf Kinder, drei Söhne und zwei Töchter. Eine Tochter, Olga Elsbeth Anna Bertha Welczek, heiratete den kgl. Kirchenmusikdirektor Emil Dercks.[8]

LiteraturBearbeiten

  • H. Menz: Kreuzburgs Ehrenbürger. Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft für Heimatpflege. Band 1. Kreuzburger Nachrichten G. m. b. H., Kreuzburg 1925[9]
  • Schirmacher: Verhandlungen der 61. Generalversammlung des schlesischen Forstvereins in Kreuzburg O.S. vom 25. bis 27. Juni 1903. Hrsg.: E. Morgenstern, Jahrbuch des schlesischen Forstvereins für 1903, Breslau 1903[10]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kath. Kirchenbuch Kostellitz, Krs. Rosenberg, Taufe, 12. Februar 1825
  2. Standesamt Kreuzburg O.S. Sterbebuch Nr. 107/ 1901
  3. Standesamt Pankow bei Berlin Sterbebuch Nr. 38/ 1886
  4. https://szukajwarchiwach.pl/45/3290/0/-/1/skan/full/t2U-s4z2mZeJ_Sy2FoHM4g
  5. Oppeln (Regierungsbezirk): Amtsblatt des Regierungspräsidenten in Oppeln: 1851. Regierung zu Oppeln, 1851 (google.de [abgerufen am 13. Februar 2019]).
  6. Ruven Pillay <ruven@users.sourceforge.netm>: IIPMooViewer 2.0: HTML5 High Resolution Image Viewer. Abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  7. Evangelisches Kirchenbuch Kreuzburg O.S. Taufen Nr. 80/ 1829
  8. Standesamt Kreuzburg Heiratsbuch 27/1878
  9. Arbeitsgemeinschaft für Heimatpflege: Heimatkalender des Kreises Kreuzburg, Seite 58. Abgerufen am 13. Februar 2019.
  10. Schirmacher: Jahrbuch des Schlesischen Fortvereins für 1903, Seite 76/77. Abgerufen am 13. Februar 2019.