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Franz Rottmann (* 14. Mai 1905 in Recklinghausen; † 29. Juni 1984 in Bocholt) war Bürgermeister, Unternehmer und Kommunalpolitiker der FDP.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach der mittleren Reife war Franz Rottmann im Steinkohlekonzern Zeche König Ludwig in Recklinghausen-Herten in der Verwaltung beschäftigt und besuchte in den Jahren 1930 bis 1933 die Verwaltungsakademie in Bochum.

Er trat am 1. November 1925 in die NSDAP ein und wurde Abgeordneter in der Stadtverordnetenversammlung von Recklinghausen. Am 4. Oktober 1933 wurde er zum Ersten Beigeordneten (Bürgermeister) gewählt und von Dezember 1938 bis August 1939 mit der vertretungsweisen Wahrnehmung der Geschäfte des Oberbürgermeisters beauftragt. Am 1. September 1939 löste er Fritz Emil Irrgang in Bocholt als Oberbürgermeister ab, der in Recklinghausen sein Nachfolger wurde.

Nach zweijähriger Internierung und anschließender Entnazifizierung orientierte sich Rottmann politisch und beruflich neu. 1948 gründete er ein Omnibusunternehmen – heute Omnibus-Nahverkehr GmbH –, dessen Mitgeschäftsführer er bis 1974 und dessen Hauptgesellschafter er bis 1983 war. Er war über 20 Jahre Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Personenverkehrsgewerbes. Von 1952 bis 1956 hatte er einen Sitz in der Bocholter Stadtverordnetenversammlung inne. Von 1956 bis 1964 war er Mitglied des Kreistages Borken. Während dieser Zeit war er auch Mitglied der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe.

ParteiBearbeiten

1950 war Rottmann Gründungsvorsitzender des FDP-Ortsverbands in Bocholt und zugleich Vorsitzender des Kreisverbands Borken-Bocholt. Letzteren führte er bis zum Januar 1965. Ab 1954 war er Vorsitzender des Landesfachausschusses Verkehr im FDP-Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie Mitglied des gleichnamigen Bundesfachausschusses der Partei. Als Fraktionsvorsitzender in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe wurde er 1960 außerdem vorübergehend stimmberechtigtes Mitglied des FDP-Landesvorstands.[1]

PrivatesBearbeiten

Franz Rottmann war mit Maria Degenhardt verheiratet. Aus der Ehe sind zwei Söhne hervorgegangen.

LiteraturBearbeiten

  • Kreisarchiv Borken: „…Das Beste der Städte und dem platten Land jederzeit..:“, Aus dem Werden und Wirken des Westmünsterland-Kreises Borken, S. 382 ff.

FußnotenBearbeiten

  1. Nach Unterlagen aus dem Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Gummersbach.