Franz Friedrich Jakob von Podewils

bayerischer Oberst, Regimentskommandeur und Kommandeur der Festung Germersheim

Franz Friedrich Jakob Freiherr von Podewils (* 27. November 1779 in Kalmreuth; † 8. Oktober 1842 in Germersheim) war ein bayerischer Oberst und Kommandant der Festung Germersheim.

Grabinschrift
Grabstein, Friedhof Germersheim

LebenBearbeiten

Franz Friedrich Jakob von Podewils, Erbherr auf Kalmreuth, stammte aus der Freiherrnfamilie von Podewils. Er war der Sohn des brandenburg-bayreuthischen Hauptmanns Adam Christoph Friedrich von Podewils (1749–1795) und seiner Gattin Eleonore Elisabetha, geborene von Waldenfels (1757–1827). Seine Schwester Antoinette (1792–1875) heiratete Philipp Franz von Walther (1782–1849), den Leibarzt König Ludwig I. von Bayern.

Als junger Mann trat Podewils in die Bayerische Armee ein und machte als Kavallerist die Koalitionskriege mit. Für Tapferkeit als Rittmeister im 7. Chevaulegers-Regiment, in einem Gefecht bei Hanau, am 28. Oktober 1813 (im Vorfeld der dortigen Schlacht), wurde er öffentlich belobigt.[1][2] Für diese Kriegsjahre erhielt er das Militärdenkzeichen 1813/1815; 1817 avancierte er zum Major.

Podewils hatte 1836 den Rang eines Oberstleutnants im 5. Chevaulegers-Regiment inne und war der Vertreter des Regimentskommandeurs Georg von Mölter.[3] Im August 1837 übernahm er den Verband als Regimentskommandeur. Im Juni 1838 wechselte er in gleicher Eigenschaft zum 1. Chevaulegers-Regiment.[4][5] Zum Oberst befördert ging Podewils im September 1840 in Pension.[6]

Am 25. Dezember 1841 wurde er reaktiviert und übernahm die Stelle eines Kommandanten von Stadt und Festung Germersheim.[7] Hier starb er bereits am 8. Oktober 1842 und wurde auf dem Friedhof Germersheim beigesetzt, wo sich sein Grabmal erhalten hat.

Podewils war seit dem 11. April 1802 mit Sophie Freiin von Reitzenstein (1786–1814) verheiratet. Nach ihrem Tod ehelichte er am 23. Februar 1816 in Mayenberg Bernhardine von Schubert (1792–1873). Aus beiden Ehen gingen insgesamt sieben Kinder hervor. Bekanntester Sohn war Generalleutnant Philipp von Podewils (1809–1885), Erfinder des Podewils-Gewehrs, sein Bruder Friedrich von Podewils (1804–1863) fungierte als Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung und Regierungspräsident von Oberfranken. Ein Enkel über den jüngsten Sohn Konstantin von Podewils (1820–1887) war der bayerische Innenminister Clemens von Podewils-Dürniz (1850–1922).

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Karl Gemminger: Bayerisches Thatenbuch. Passau 1830, S. 265; (Digitalscan).
  2. Baierische National-Zeitung. München, Jahrgang 1815, Beilage zu Nr. 168 vom 19. Juli 1815; (Digitalscan).
  3. Militär-Handbuch des Königreiches Bayern. 1836. München 1836, S. 87; (Digitalscan).
  4. Oscar von Sichlern: Geschichte des königlich-bayerischen 5. Chevaulegers-Regiments „Prinz Otto“. München 1876, S. 176; (Digitalscan).
  5. Jacob Jacob Heinrich Schwarz: Adreß-Handbuch für den Regierungs-Bezirk der Oberpfalz und von Regensburg im Königreiche Bayern. Regensburg 1840, S. 312; (Digitalscan).
  6. Der bayerische Volksfreund. München, Jahrgang 1840, Spalte 555 des Jahrgangs; (Digitalscan)
  7. Der bayerische Volksfreund. München, Jahrgang 1840, Nr. 153, vom 29. Dezember 1841; (Digitalscan).