Frankie Gavin

englischer Boxer
Frankie Gavin Boxer
Frankie Gavin (boxer) 2015.png
Daten
Geburtsname Frankie Raymond Gavin
Gewichtsklasse Weltergewicht
Nationalität Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Britisch
Geburtstag 28. September 1985
Geburtsort Birmingham
Stil Rechtsauslage
Größe 1,78 m
Kampfstatistik
Kämpfe 30
Siege 26
K.-o.-Siege 15
Niederlagen 4
Frankie Gavin
Medaillenspiegel

Boxen Boxen

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Weltmeisterschaften
Gold 2007 Leichtgewicht
Commonwealth Games
Gold 2006 Leichtgewicht
Commonwealth Meisterschaften
Gold 2005 Leichtgewicht
EU-Meisterschaften
Gold 2008 Halbweltergewicht
Bronze 2005 Leichtgewicht

Frankie Raymond Gavin (* 28. September 1985 in Birmingham) ist ein britischer Profiboxer im Weltergewicht. Als Amateur war er 2007 Weltmeister im Leichtgewicht.

AmateurkarriereBearbeiten

Frankie Gavin stammt aus Birmingham und begann dort als Jugendlicher mit dem Boxen. Er gehörte dem Boxclub ABC Hall Green Birmingham an und besucht in seiner Heimatstadt das Catholic Technology College. Der Rechtsausleger ist in seinem Verein zusammen mit dem Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2004 in Athen, Amir Khan, groß geworden.

Frankie Gavin gewann 2002 das Junior Olympic International Tournament in den USA mit Siegen gegen Ray Robinson, Stephen Smith und Noel Mendoza. 2003 erreichte er zudem eine Bronzemedaille im Federgewicht bei den Junioren-Europameisterschaften in Polen.

2005 unterlag er im Halbfinale der EU-Meisterschaften in Italien gegen Domenico Valentino und gewann somit eine Bronzemedaille im Leichtgewicht. Die Commonwealth-Meisterschaften 2005 in Schottland gewann er im Leichtgewicht mit einem Finalsieg gegen Thanduxolo Dyani. Dafür schied er im Viertelfinale der Europameisterschaften 2006 in Bulgarien gegen Oleksandr Klyuchko aus.

2006 gewann er im Leichtgewicht die Commonwealth Games in Australien, wobei er Ovidiu Bobîrnat, Jai Bhagwan, Rasheed Lawal, Leonardo Zappavigna und Giovanni Frontin besiegen konnte. Daraufhin startete er bei den Weltmeisterschaften 2007 in Chicago. Mit Siegen gegen Omar Ward aus Barbados (Abbruch), Merei Aqschalow aus Kasachstan (20:9), Ramal Amanow aus Aserbaidschan (21:10), Onur Şipal aus der Türkei (16:7), Alexei Tischtschenko aus Russland (19:10) und Domenico Valentino aus Italien (18:10) wurde er Weltmeister im Leichtgewicht und gleichzeitig Englands erster Amateurweltmeister im Boxen.

Er war daraufhin zwar für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifiziert, überschritt jedoch beim dortigen Wiegen das Gewichtslimit und durfte daher nicht antreten. Im Halbweltergewicht gewann er dann noch die EU-Meisterschaften 2008 in Polen gegen Boris Georgiew, Slawa Kerber, Marcin Łęgowski und Gyula Káté.

Darüber hinaus ist er Englischer Meister 2005 und 2007, wobei er im Finale 2007 Thomas Stalker schlug. Insgesamt gewann er 100 von 121 Amateurkämpfen.

ProfikarriereBearbeiten

Gavin gab im Februar 2009 seinen Einstieg als Profi und wurde von Tom Chaney und Max McCracken trainiert. Bis 2014 stand er bei Frank Warren unter Vertrag, seitdem wird er von Eddie Hearn promotet.

Im September 2010 wurde er gegen Michael Kelly Irischer Meister im Halbweltergewicht. Durch einen Punktesieg gegen Young Mutley (Bilanz: 29-5), wurde er am 21. Mai 2011 zudem Interkontinentaler Meister der WBO im Weltergewicht. Am 1. November 2012 gewann er einstimmig nach Punkten gegen Junior Witter (41-5) und wurde dadurch Britischer Meister im Weltergewicht. Den Titel verteidigte er erfolgreich gegen Jason Welborn (11-1), Denton Vassell (20-0) und David Barnes (27-2), wodurch er zusätzlich Commonwealth-Champion wurde.

Beim Kampf um die Europameisterschaft verlor er im August 2014 gegen Leonard Bundu (30-0), sicherte sich jedoch im November 2014 gegen Bradley Skeete (18-0) erneut die Britische- und Commonwealth-Meisterschaft. Beim Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft im Mai 2015 verlor er gegen Kell Brook (34-0). Im Oktober 2016 verlor er zudem überraschend gegen Sam Eggington (18-3).

Im November 2018 verlor er beim Kampf um die EBU-Europameisterschaft durch K.o. in der vierten Runde gegen Kerman Lejarraga (26-0)

WeblinksBearbeiten