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Die Frankenpost ist eine regionale Verlagsgruppe mit dem Schwerpunkt Tageszeitungen im Osten Oberfrankens. Sitz des Frankenpost-Verlags ist Hof. Die verkaufte Auflage beträgt 45.635 Exemplare, ein Minus von 45,5 Prozent seit 1998.[1]

Frankenpost
Frankenpost Logo.svg
Beschreibung regionale Tageszeitung
Verlag Frankenpost Verlag GmbH
Erstausgabe (1801) / 1945
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage 45.635 Exemplare
(IVW 4/2018, Mo–Sa)
Chefredakteur Johann Pirthauer
Herausgeber Frankenpost Verlag GmbH
Weblink www.frankenpost.de
Frankenpost-Verlagsgebäude in Hof

Inhaltsverzeichnis

AusgabenBearbeiten

Die Zeitung erscheint im Rheinischen Format (350 mm × 510 mm) mit dem Satzspiegel 325 mm × 485 mm. Es gibt seit April 2019 folgende vier Ausgaben:

  • Frankenpost Stadt und Landkreis Hof: Ausgabe für die Stadt Hof und den östlichen Landkreis Hof; entstanden aus dem früheren "Hofer Anzeiger" und der Ausgabe Rehau; im Landkreis Hof existiert eine weitere Ausgabe der Frankenpost
  • Frankenpost Ausgabe Fichtelgebirge': Ausgabe für den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge; entstanden aus Sechsämter Neueste Nachrichten (Arzberg), Sechsämterbote (Wunsiedel), Marktredwitzer Tagblatt sowie der Ausgabe Selb
  • Frankenpost Naila, Münchberg und Umgebung: Ausgabe für den westlichen Landkreis Hof; entstanden aus der Münchberg Helmbrechtser Zeitung und der Ausgabe Naila
  • Frankenpost Kulmbach Stadtsteinach: Ausgabe für den Landkreis Kulmbach

AuflageBearbeiten

Die Frankenpost hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 45,5 Prozent gesunken.[2] Sie beträgt 45.635 Exemplare.[3] Das entspricht einem Rückgang von 38.084 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 88 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[4]

 


GeschichteBearbeiten

Gegründet wurde die Zeitung am 16. Oktober 1945. Sie erschien anfangs dienstags und freitags. Herausgeber waren Hans Seidel und Tibor Yost.

Seit 1968 gehört der Hofer Anzeiger zum Frankenpost Verlag. Er wurde im Jahre 1801 unter dem Namen Höfer Intelligenz-Blatt gegründet. Nach 211 Jahren endete die Geschichte des Hofer Anzeigers am 31. März 2012. Seit dem 2. April 2012 erscheint die Hofer Ausgabe der Tageszeitung unter dem Titel Frankenpost AUSGABE STADT UND LANDKREIS HOF.[5]

Nach dem Tod der Herausgeber Seidel und Yost verkauften deren Erben die Frankenpost im Jahr 1969 an die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), eine Medienbeteiligung der SPD.

1986 stieg der Süddeutsche Verlag mit einer Beteiligung von 70 Prozent bei der Frankenpost ein.

Nach der Wende im Jahr 1989 expandierte der Verlag in die damals noch bestehende DDR. Bereits zwei Tage nach der Grenzöffnung brachte der Hofer Verlag die Vogtlandpost heraus, in den Monaten danach folgten Vogtland-Anzeiger, die Thüringenpost und die Sachsenpost, die später in Zwickauer Tageblatt umbenannt wurde. Die Thüringenpost und das Zwickauer Tageblatt mussten jedoch wieder geschlossen werden. Auch im benachbarten Tschechien hat sich die Frankenpost im Zeitungsmarkt engagiert.

Im Jahr 2003 kam der Mehrheitseigentümer, der Süddeutsche Verlag, in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Diese wurden gelöst durch ein Engagement der Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH) bei der Süddeutschen. Dieses Engagement hatte gravierende Auswirkungen auf die Frankenpost: Der Vogtland-Anzeiger war im Raum Plauen die Konkurrenz-Zeitung zur Freien Presse, die zur SWMH gehört. Um kartellrechtliche Probleme zu vermeiden, übernahm die DDVG kurzfristig auch die Anteile der Süddeutschen an der Frankenpost.[6] In der Folge wurde der Vogtland-Anzeiger am 1. September 2004 an einen unbeteiligten Dritten verkauft,[7] so dass die Frankenpost an keinen Zeitungen in Sachsen und Thüringen mehr beteiligt war. Die Kartellprobleme waren damit nicht mehr vorhanden und der Süddeutsche Verlag übernahm wieder eine 65-Prozent-Beteiligung an der Frankenpost.

Am 23. Juni 2016 teilte der Nordbayerische Kurier in eigener Sache mit, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundeskartellamt übernehme die Frankenpost 65 Prozent der Anteile an der Bayreuther Tageszeitung. Eine enge Zusammenarbeit der beiden Zeitungen sei vorgesehen.[8]

In Hof betreibt die Frankenpost ein Druckzentrum.

Ein Tochterunternehmen der Frankenpost ist der Blickpunkt Verlag GmbH für Werbezeitungen mit Sitz in Hof.

AuszeichnungenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. laut IVW, viertes Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  5. Titelseiten der Zeitung vom 31. März 2012 und 2. April 2012, Brief des Herausgebers in der Ausgabe vom 2. April 2012.
  6. ddvg.de Berichte 2003, 2004 ff.
  7. Pressemitteilung des BDZV vom 16. September 2004
  8. „Frankenpost“ übernimmt Mehrheit am Kurier in: Nordbayerischer Kurier vom 23. Juni 2016, S. 2.
  9. Goldene BierIdee – Preisträger 1999–2017 Bayerischer Brauerbund.

WeblinksBearbeiten