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Frankenblick

Gemeinde in Thüringen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frankenblick
Frankenblick
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frankenblick hervorgehoben
Koordinaten: 50° 22′ N, 11° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sonneberg
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 60,65 km2
Einwohner: 5968 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96528
Vorwahlen: 03675, 036766
Kfz-Kennzeichen: SON, NH
Gemeindeschlüssel: 16 0 72 023
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßgasse 20
96528 Frankenblick
Website: www.frankenblick.eu
Bürgermeister: Ute Müller-Gothe (CDU)
Lage der Gemeinde Frankenblick im Landkreis Sonneberg
BachfeldFöritztalFrankenblickGoldisthalLauschaNeuhaus am RennwegSchalkauSonnebergSteinach (Thüringen)Karte
Über dieses Bild

Frankenblick ist der Name einer Einheitsgemeinde im Landkreis Sonneberg im Freistaat Thüringen, die am 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Effelder-Rauenstein und Mengersgereuth-Hämmern entstanden ist.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Frankenblick liegt im südwestlichen Teil des fränkisch geprägten Landkreises Sonneberg. Das Gemeindegebiet grenzt im Osten an dem Frankenwald und im Norden an das Thüringer Schiefergebirge[2]. Der Hauptteil von Frankenblick liegt auf der Schalkauer Platte, auch Schalkauer Plateau genannt. Die Grenze des Gemeindegebiets im Süden ist zugleich Grenze des Landkreises Sonneberg und Thüringens zu Bayern. Im Westen grenzt die Stadt Schalkau an das Gemeindegebiet, im Norden die Stadt Neuhaus am Rennweg und die Stadt Steinach, im Osten die Kreisstadt Sonneberg sowie im Süden Rödental und Neustadt bei Coburg (beide Landkreis Coburg, Bayern).

GemeindegliederungBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Die Fusion der Gemeinden Effelder-Rauenstein und Mengersgereuth-Hämmern wurde vom Innenausschuss des Thüringer Landtages zunächst abgelehnt.[3] Nach Neuberatung stimmte der Thüringer Landtag am 16. Dezember 2011 der Bildung der Einheitsgemeinde zu.

Sitz der Gemeindeverwaltung ist Effelder, eine Außenstelle gibt es in Mengersgereuth-Hämmern.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Bisherige Gemeinderatswahlen fanden am 22. April 2012 und am 25. Mai 2014 statt. Seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

Parteien und Wählergemeinschaften 2019 (vorläufig)[4] 2014[5] 2012[6]
Kommunalwahl 2019[5][4]
Wahlbeteiligung: 69,9 % (2014: 54,0 %)
(vorläufiges Endergebnis)
 %
30
20
10
0
24,9 %
22,6 %
13,9 %
13,6 %
13,3 %
8,8 %
3,0 %
BfFa
AfFc
SPD/
FWFd
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
+2,4 %p
-13,4 %p
+13,9 %p
-2,8 %p
-7,4 %p
+8,8 %p
-1,4 %p
BfFa
AfFc
SPD/
FWFd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Bürger für Frankenblick
c Allianz für Frankenblick
d SPD/Freie Wähler Frankenblick
Stimmen Prozent Sitze Stimmen Prozent Sitze Stimmen Prozent Sitze
BfF Bürger für Frankenblick 000000000002561.00000000002.561 24,9 5 000000000001891.00000000001.891 22,5 5 000000000002391.00000000002.391 21,9 4
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 000000000002322.00000000002.322 22,6 4 000000000003018.00000000003.018 36,0 7 000000000004591.00000000004.591 42,0 9
AfF Allianz für Frankenblick 000000000001435.00000000001.435 13,9 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 000000000001396.00000000001.396 13,6 3 000000000001372.00000000001.372 16,4 3 000000000001095.00000000001.095 10,0 2
FWF Freie Wähler Frankenblick 000000000000707.0000000000707 6,5 1
LINKE Die Linke 000000000001372.00000000001.372 13,3 3 000000000001739.00000000001.739 20,7 4 000000000001616.00000000001.616 14,8 3
AfD Alternative für Deutschland
Wählergemeinschaft Frankenblick
000000000000902.0000000000902 8,8 2
FDP Freie Demokratische Partei 000000000000305.0000000000305 3,0 0 000000000000368.0000000000368 4,4 1 000000000000537.0000000000537 4,9 1
Gesamt 000000000010293.000000000010.293 100 20 000000000008388.00000000008.388 100 20 000000000010937.000000000010.937 100 20
Wahlbeteiligung 69,9 % 54,0 % 69,8 %
 
Rathaus der Gemeinde Frankenblick im Effelder Schloss

BürgermeisterBearbeiten

Bei der Wahl des Bürgermeisters am 15. April 2018 wurde Jürgen Köpper (CDU) mit 66 % der Stimmen wiedergewählt (−0,4 % zu 2012). Seine stärkste Kontrahentin Elke Zinner (LINKE) erreichte 34 %. Die Wahlbeteiligung betrug 60,2 %.[7][8]

PartnergemeindeBearbeiten

Seit 1991 besteht eine Gemeindepartnerschaft zwischen Frankenblick und Waldstetten (Ostalbkreis) in Baden-Württemberg.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und TourismusBearbeiten

Die Gemeinde Frankenblick ist Teil des Tourismusverbundes Schaumberger Land. Hierzu gehört im Landkreis Sonneberg auch die Stadt Schalkau. Mit dem Beitritt Rödentals erweitert sich das Einzugsgebiet des Tourismusverbundes länderübergreifend nach Oberfranken.[9]

Das älteste Rezept für die vielgepriesenen Thüringer Klöße stammt von Pfarrer Friedrich Timotheus Heim aus dem Ortsteil Effelder der Gemeinde Frankenblick in seiner handschriftlich überlieferten Topographie des Pfarrspiels Effelder (1808–1814).[10]

VerkehrBearbeiten

Frankenblick liegt an der Bahnstrecke Eisfeld–Sonneberg. Im Gemeindegebiet liegen die Haltepunkte in Rauenstein (Thür), Seltendorf, Effelder (Thür), Mengersgereuth-Hämmern und Mengersgereuth-Hämmern Ost. Es verkehren zweistündlich Züge der Süd-Thüringen-Bahn.

DialektBearbeiten

In der Gemeinde Frankenblick wird der Mainfränkische Dialekt Itzgründisch gesprochen, woran sich die ethnisch-kulturelle Zugehörigkeit zur Region Franken erkennen lässt.

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen zeigt oben links das Wappen der obersächsischen Markgrafen von Meißen. Das Gemeindegebiet gehörte von 1353 bis 1425 als Teil der Pflege Coburg zu deren Herrschaftsbereich, bis dieses dann bis 1918 an die obersächsischen Wettiner ging. Oben rechts befindet sich das Wappen des Heiligen St. Kilian, dem die evangelische Kirche in Effelder geweiht ist. Unten links findet sich das Wappen des fränkischen Adelsgeschlechts der Schaumberger und unten rechts wurde das Wappen der Herren von Sonneberg platziert. Beide Adelsgeschlechter beherrschten das Gebiet bis Ende des 13. bzw. Anfang des 14. Jahrhunderts. In dieser Zeit kam das Gemeindegebiet als Teil der Neuen Herrschaft der fränkischen Henneberger 1291 zur Mark Brandenburg.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Heinz Späth: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 141 Coburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1987. → Online-Karte (PDF; 5 MB)
  3. Ad hoc News:+Innenausschuss spricht sich gegen vier Gemeindefusionen aus. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 1. Juni 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/www.ad-hoc-news.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  4. a b Gemeinderatswahl 2019 – Wahlergebnisse
  5. a b Gemeinderatswahl 2014 – Wahlergebnisse
  6. Gemeinderatswahl 2012 – Wahlergebnisse
  7. http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&wJahr=2012&zeigeErg=GEM&wknr=072&gemnr=72023
  8. http://www.wahlen-in-thueringen.de/buergermeister/detail/-/specific/Wahlergebnis-der-Buergermeisterwahl-2012-in-Frankenblick-1238270455@1@2Vorlage:Toter Link/www.wahlen-in-thueringen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Radio Eins (Coburg): News. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 13. Mai 2012; abgerufen am 1. Juni 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.radioeins.com
  10. Homepage von Michael Kirchschlager