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GeographieBearbeiten

Fos-sur-Mer liegt etwa 50 Kilometer nordwestlich von Marseille an der Küste des Mittelmeeres am Golf von Fos zwischen dem Étang de Berre und der Rhone-Mündung. Zur Stadt gehören sechs Kilometer Sandstrand.

Der Hafen ist der bedeutende Seehafen Marseille-Fos, wo auch der Containerumschlag stattfindet. Infolge dieser Bedeutung als internationaler Hafen am Mittelmeer führen mehrere Binnenwasserwege nach Fos:

GeschichteBearbeiten

Die Grabungsstätte Mourre-Poussiou belegt die Anwesenheit von Sammlern und Jägern seit dem Epipaläolithikum. In der gallorömischen Antike war Fos ein wichtiger Hafen, der wohl zu Arles gehörte. Sein Name Fossae Marianae ist der Ursprung der heutigen Ortsbezeichnung. Er ist auch auf der Tabula Peutingeriana verzeichnet. Jedoch ist unklar, wo die römische Siedlung lag.

Im Mittelalter war Fos ein Lehen der Seigneurs de Fos, ein Küstenstreifen von etwa 25 Kilometer Länge und 10 Kilometer Breite mit einer der ältesten und wichtigsten Burgen der westlichen Provence, die die Straße von Marseille nach Arles kontrollierte, der Kirche Saint-Julien et Saint-Pierre nahe Martigues und der Abtei Saint-Gervais de Fos, die bis 1081 zur Abtei Saint-Victor in Marseille gehörte und in diesem an die Abtei Cluny weitergegeben wurde.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 2898 2869 6709 9031 11.605 13.925 15.734 15.608
Quellen: Cassini und INSEE

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft der Gemeinde ist durch den Industriehafen geprägt, der zum Marseille Europort gehört und Verbindungen nach Italien, Spanien und Nordafrika hat. Hier befindet sich der Containerterminal des Marseille Europort. Im Hafen Fos wurden 2017 rund 1,4 Mio. TEU und 20,4 Mio. t Stückgut und fast 200.000 Kraftfahrzeuge umgeschlagen.[1]

Erdöl-verarbeitende Unternehmen und Chemieunternehmen haben sich angesiedelt, darunter die Raffinerie von Fos. Hier beginnt die Erdöl-Pipeline der Société du Pipeline Sud-Européen (SPSE) nach Karlsruhe zur Mineralölraffinerie Oberrhein. Aufgrund der Auswirkungen der Industrie gilt Fos-sur-Mer als eine der am stärksten verschmutzten Gemeinden Frankreichs.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Max Escalon de Fonton: Les habitats épipaléolithiques du Mourre-Poussiou, à Fos-sur-Mer (Bouches-du-Rhône) 1. Etude archéologique, Gallia Préhistoire, Band 27, I, 1984, S. 67–80.
  • Louis Monguilan, Eugène Bonifay, Patrick Grandjean, Robert Lequement, Bernard Liou: Dans le golfe de Fos, une nécropole sous la mer, Archéologia n° 110, September 1977, S. 59–65.
  • Philippe Racinet: Une implantation clunisienne négligée sur la côte provençale : l’abbaye de Saint-Gervais de Fos in: Maisons de Dieu et hommes d’Église, Centre Européen de Recherches sur les Congrégations et Ordres Religieux (CERCOR), Publications de l’Université de Saint-Étienne, 1992, S. 61–72.
  • Paul Turc: Hyères et les seigneurs de Fos, Centre Archéologique du Var/Société Hyéroise d’Histoire et d’Archéologie/Mémoire à lire. Territoire à l’écoute, Toulon-Hyères, 2003,

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fos-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Wägener: Frankreichs Fokus liegt auf dem Hinterland. In: Hansa, Heft 8/2018, S. 80/81
  2. A Fos-sur-Mer, « pourquoi tout le monde meurt d’un cancer ? ». Sophie Caillat, Rue89, 25. Juli 2010.
  3. Jumelages