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flyeralarm GmbH

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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2002
Sitz Würzburg, Deutschland
Leitung
  • Thorsten Fischer
Mitarbeiterzahl 2000 (2014)[1]
Umsatz 300 Mio. EUR (2014)[1]
Branche Druckwesen, Druck
Website www.flyeralarm.com

Die flyeralarm GmbH ist eine Online-Druckerei mit Sitz in Würzburg. Das Unternehmen ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Drucksachen spezialisiert. Das Druckereiunternehmen gehört zu 100 Prozent dem Gründer Thorsten Fischer und ist in 15 europäischen Ländern präsent.[2][1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Thorsten Fischer gründete flyeralarm 2002 und wickelte Druckaufträge ab, die online eingingen. Gedruckt wurde allerdings zunächst bei anderen Druckereien.[3] Mit drei Mitarbeitern machte Flyeralarm bereits im ersten Geschäftsjahr mehr als 250.000 Euro Umsatz. Vier Jahre später kaufte Thorsten Fischer die ersten eigenen Druckmaschinen. 20 Großformat- und 10 Mittelformatdruckmaschinen gehören mittlerweile zum Firmenrepertoire.[4] Seit 2007 teilen sich Thorsten Fischer und Tanja Hammerl die Geschäftsleitung bei Flyeralarm. Die Mitarbeiterzahl ist auf mehr als 1.300 angewachsen. Der Umsatz lag im Jahr 2012 bei rund 260 Millionen Euro.[5] In Deutschland hat das Unternehmen inzwischen vier Produktionsstandorte: Zwei in und um Würzburg, zwei weitere im Großraum Dresden. Zudem ist das Unternehmen am Druckhaus Mainfranken und an weiteren kleineren Betrieben beteiligt.[6] Flyeralarm hat außerdem Niederlassungen in Österreich, Italien, Spanien, Polen, Großbritannien, den Niederlanden und in Frankreich. Produziert wird ausschließlich in Deutschland.[2]

SponsoringBearbeiten

Das Unternehmen ist Titel-Sponsor der Flyeralarm-Ruder-Bundesliga und unterstützt den Weltmeister im Langstrecken-Freiwasserschwimmen Thomas Lurz und den Deutschen Squash-Meister Simon Rösner.

Neben der Bandenwerbung bei Länderspielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unterstützt die flyeralarm GmbH diverse Sportvereine im Bereich der Trikotwerbung sowie die Basketballer des Bundesligisten FC Bayern München (Basketball) als sog. Premiumpartner.

Im März 2013 übernahm man die Namensrechte am Stadion des FC Würzburger Kickers e.V. und benannte es in flyeralarm Arena um.[7] In Österreich ist das Unternehmen seit 2012 als Brustsponsor bei FC Admira Wacker Mödling aktiv. 2017 wurde der Verein offiziell in FC Flyeralarm Admira umbenannt und der Firmenname in das Logo übernommen.[8][9] An der ausgegliederten Fußballabteilung, der Admira Wacker Profibetrieb GmbH, ist die Flyeralarm Future Labs GmbH mit (Stand März 2018) rund 20 Prozent beteiligt.[10]

ProdukteBearbeiten

Das Unternehmen druckt mit hohem Automatisierungsgrad Plakate, Flyer, Briefpapier, Kalender, Broschüren, Einladungen, Visitenkarten und Hochglanzmagazine. Bestellt wird fast ausschließlich über das Internet, in einigen Großstädten können die Aufträge auch vor Ort in den flyeralarm-Stores abgegeben werden. Der gesamte Vorgang ist standardisiert. Produziert wird im sogenannten Sammeldruckverfahren: Verschiedene Aufträge werden auf den Papierbögen so angeordnet, dass möglichst wenig Papier ungenutzt bleibt.

KritikBearbeiten

Im Jahr 2009 stellte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Strafanzeige gegen flyeralarm u. a. wegen Behinderung und Beeinflussung einer Betriebsratswahl. In der Branche wurde immer wieder der Vorwurf laut, dass flyeralarm durch einen ruinösen Preiskampf mit dazu beitrage, dass viele Druckereien nicht mehr konkurrenzfähig seien. Nach Ansicht von ver.di gebe es eine deutlich markierte Grenze zwischen den Unternehmerrechten der freien Marktwirtschaft und festgeschrieben Arbeitnehmerrechten, die die Unternehmensführung von flyeralarm in Richtung Straftat überschritten habe.[11] Das Ermittlungsverfahren wurde Ende 2009 eingestellt, da die zuständige Staatsanwaltschaft in Würzburg keine schlüssigen Belege für die Gewerkschaftsvorwürfe finden konnte.[12]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c News aus dem Druckwesen – Oktober 2015 Abgerufen am 6. Dezember 2015.
  2. a b Der Turbodrucker. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 1. August 2010.
  3. Alles anders. In: Wirtschaftsmagazin Impulse. Dezember 2010.
  4. Druck gemacht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Dezember 2010.
  5. Unternehmer Thorsten Fischer: Der Überflyer. In: Die Zeit. Nr. 36/2013.
  6. Zwei machen Druck. In: Handelsblatt. 6. Mai 2011.
  7. frak: Kickers-Stadion am Dallenberg hat neuen Namen. In: www.mainpost.de. Main-Post GmbH & Co. KG, 6. März 2013, abgerufen am 15. Juni 2016.
  8. laola1.at: So funktioniert die Connection. Abgerufen am 28. März 2017.
  9. FC FLYERALARM ADMIRA » Neuer Name, neues Logo, neuer Auftritt. Abgerufen am 28. März 2017.
  10. Siehe die Admira Wacker Profibetrieb GmbH auf firmenabc.at, abgerufen am 17. März 2017.
  11. Strafanzeige gegen flyeralarm.de – Ver.di erhebt massive Vorwürfe gegen den Branchenprimus. druckdeal.ch, abgerufen am 13. September 2011.
  12. Flyeralarm: Ermittlungen eingestellt. druck-medien.net, abgerufen am 21. Oktober 2014.