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Der Florentiner war eine im Spätmittelalter in Europa weit verbreitete Währung. Der Name kommt vom Goldgulden der Stadt Florenz, genannt auch Florentiner Gulden, mit etwa 3½ Gramm, der ab dem 13. Jahrhundert auch außerhalb der Toskana benutzt wurde.[1] Es gab allerdings regional noch andere Prägungen, beispielsweise in der Champagne und im Herzogtum Brabant.[2] Gegenüber dem Florentiner konnte ihr Wert zwischen der Hälfte und dem Doppelten schwanken.[3]

Von der Florentiner Goldwährung (französ. Florin d' or) kommt auch der Name Gulden, wie bis 2001 die Währungseinheit in Holland hieß. Deren im Finanzwesen gebräuchliche Abkürzung ist fl. oder f. für Fiorino, lat. florenus aureus, französisch Florin.

Der damalige Geldwert der Florentiner Goldmünzen ist nur schwer abzuschätzen, weil er von Wirtschafts- und politischen Umständen abhängt. Immerhin galt Münzgold auch in Kriegszeiten als relativ sichere Währung – auch noch im 20. Jahrhundert. In Friedenszeiten sind in der historischen Literatur Käufe von Dörfern unter Adeligen genannt, die um die tausend fl betrugen, und Stiftungen zu sozialen Zwecken gingen bis in mehrere 10.000 Florentiner. Mit einem durchschnittlichen Goldpreis der letzten 50 Jahre von 800 Dollar pro Unze,[4] (allerdings bei Schwankungen von ca. 150 bis 1700 $) ergäbe sich die Kaufkraft aus heutiger Sicht zu annähernd etwa 100 Euro.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. In Europa seit dem Jahre 800 hauptsächlich Silbermünzen, Goldmünzen seit 1231 unter Kaiser Friedrich II. Florenz ab 1252, Venedig ab 1280, siehe auch Florin
  2. Société Royale de Numismatique 1908: Revue Belge de Numismatique et de Sigillographie, Jg. 64, Brüssel, Goemaere, PDF-File (Achtung: ~30 MB)
  3. w.o. Revue Numismatique, p. 68–75
  4. Goldpreis in den 1960ern unter 200 $/Feinunze (31,1 g), 1970er: ~500 $, Gipfel 1981: 1700 $, 1990er: 600-400 $, seit 2010: über 1200 $; siehe auch Grafik 1969–2011