Fliegerhorst Hohn

Militärflugplatz in Deutschland

Der NATO-Flugplatz Hohn ist ein Militärflugplatz der Luftwaffe der Bundeswehr. Der Flugplatz liegt in Schleswig-Holstein in der Gemeinde Hohn in der Nähe von Rendsburg. Das Lufttransportgeschwader 63 nutzt den Fliegerhorst für seinen Flugbetrieb. Formell ist das Geschwader in der Hugo-Junkers-Kaserne im nahe gelegenen Alt Duvenstedt stationiert. Die GFD GmbH hat ihren Sitz beziehungsweise betreibt auch Flugzeuge auf diesem Fliegerhorst.

NATO-Flugplatz Hohn
Fliegerhorst Hohn mit Transall C-160
Kenndaten
ICAO-Code ETNH
Koordinaten

54° 18′ 49″ N, 9° 32′ 17″ OKoordinaten: 54° 18′ 49″ N, 9° 32′ 17″ O

Höhe über MSL 12 m (39 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4 km westlich von Rendsburg
Basisdaten
Eröffnung 1940
Start- und Landebahn
08/26 2440 m × 30 m Beton

GeschichteBearbeiten

Mit dem Bau des Flugplatzes wurde 1938 mit Hilfe des Reichsarbeitsdienst und des Luftwaffenbaubataillon begonnen. Die erste Bauphase konnte 1940 abgeschlossen werden. Der weitere Ausbau erfolgte vor allem durch sowjetische Kriegsgefangene, konnte aber bis Kriegsende nicht abgeschlossen werden, nur die Hauptstartbahn, die in Ost-West-Richtung verläuft, war fertiggestellt. Eine zweite Startbahn war im Bau, eine dritte in Planung.

Nach dem Krieg wurde der Flugplatz von der Royal Air Force übernommen und bis April 1946 demilitarisiert.[1] Seit 1967 ist das Lufttransportgeschwader 63 (LTG 63) auf dem Flugplatz Hohn stationiert.[2] Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde entschieden, dass der Fliegerhorst bis Ende 2018 geschlossen und das LTG 63 aufgelöst werden sollte. Im Dezember 2015 entschied das Bundesministerium der Verteidigung, aufgrund der bis 2018 nicht zu erreichenden Einsatzbereitschaft des Airbus A400M im taktischen Lufttransport, die Transall C-160 am Standort Hohn noch bis 2021 zu nutzen und den Standort erst Mitte 2022 zu schließen. Im Dezember 2019 beschloss die Bundeswehr, den Standort mit seinen fast 650 Soldaten und mehr als 80 zivilen Mitarbeitern dauerhaft weiterzunutzen. Wie viele Dienstposten künftig erhalten bleiben, ist (Stand Dezember 2019) noch unklar. Der Fliegerhorst wird auch zivil genutzt. Airbus soll nach Angaben des CDU-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Johann Wadephul angekündigt haben, dort zukünftig ein Servicecenter für unbemannte Fluggeräte aufzubauen.[3] Daneben soll Hohn als Ausweichflugplatz für die im Norden stationierten Luftwaffengeschwader erhalten bleiben.[4]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Flugplatz Hohn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Flugplatz Hohn auf luftfahrtspuren.de
  2. Chronik des LTG 63 (Memento des Originals vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.brummel-ltg63.de
  3. NDR: Fliegerhorst Hohn bleibt dauerhaft erhalten. Abgerufen am 10. Dezember 2019.
  4. WELT: Bundeswehr behält Fliegerhorst Hohn. 10. Dezember 2019 (welt.de [abgerufen am 11. Dezember 2019]).