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Fiderepasshütte

Alpenhütte an der Grenze zwischen Vorarlberg, Österreich und Bayern, Deutschland

Die Fiderepasshütte liegt auf der deutsch-österreichischen Grenze bei Oberstdorf in den westlichen Allgäuer Alpen. Sie gehört der Sektion Oberstdorf des Deutschen Alpenvereins.

Fiderepasshütte
DAV-Hütte Kategorie I
Fiderepasshütte

Fiderepasshütte

Lage Fiderepass; Grenze Bayern, Deutschland und Vorarlberg, Österreich; Talort: Oberstdorf
Gebirgsgruppe Allgäuer Alpen
Geographische Lage: 47° 18′ 56″ N, 10° 12′ 46″ OKoordinaten: 47° 18′ 56″ N, 10° 12′ 46″ O
Höhenlage 2067 m ü. NN
Fiderepasshütte (Bayern)
Fiderepasshütte
Besitzer DAV-Sektion Oberstdorf
Erbaut 1938
Bautyp Hütte
Erschließung Materialseilbahn von der Fluchtalpe
Übliche Öffnungszeiten Ende Mai bis Mitte Oktober
Beherbergung 0 Betten, 120 Lager, 10 Notlager
Winterraum 15 Lager
Weblink Fiderepasshütte
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV

Die Fiderepasshütte ist Stützpunkt für die Begehung des Mindelheimer Klettersteiges mit dem Übergang zur Mindelheimer Hütte.

GeschichteBearbeiten

1935 dachte sich Anderl Heckmair nach einer Übernachtung im Freien auf dem Pass, dass hier eigentlich eine Hütte stehen sollte.

1938 baute die "Ordensburg Sonthofen" auf dem Fiedererepass eine kleine 2-räumige Hütte die nach Hermann Schertel benannt wurde.

1947 konnte die Sektion Oberstdorf des Deutschen Alpenvereins die Hütte und 4512 qm Grund für 13.000,00 DM kaufen.

Neue Vermessungen ergaben, das die Staatsgrenze direkt über die Terrasse der Hütte verläuft, was für den Gast den Vorteil bringt, das er es sich aussuchen kann ober er sein Bier in Deutschland oder in Österreich trinken möchte.

Die Hütte wurde ursprünglich mit Maultieren versorgt, bis am 31. August 1956 eine Materialseilbahn eröffnet wurde.

1972–1974 wurde die Hütte das erste Mal erweitert, wodurch die heutige Hütte entstand.

1986 wurde eine Neue Materialseilbahn erbaut, in Ihre Bergstation wurde auch ein Winterlager bzw. Selbstversorgerraum integriert, die kosten beliefen sich auf rund 750.000 DM.

Um den Gestank durch die Notdurft bei der Hütte los zu werden, wurde 1992 für 700.000 DM eine voll-biologische-Kläranlage erbaut. Im ersten Winter nach der Inbetriebnahme, erlitt die Anlage allerdings so große Schäden, das sie ausser Betrieb gelegt werden musste. Ein Gerichtlich Bestellter Sachverständiger attestierte, das die Anlage auf Grund der Schneelast sich um 20 cm gesenkt hat und sie allgemein zu klein dimensioniert war.

Erst 2002 wurde das Geruchsproblem durch den Bau einer 5 km langen Abwasserleitung zur Alpe Schlappoldhöfle gelöst.

2008 wurde die Panoramastube angebaut und 2013 36 neue Schlafplätze.[1]

ZustiegBearbeiten

  • Mittelberg (1218 m), Gehzeit: 3 Stunden
  • Faistenoy (Talstation – Fellhornbahn) durch das Warmatsgundtal, Gehzeit: 3½ Stunden
  • OberstdorfSöllereckbahn Bergstation (1400 m) Höhenweg, Gehzeit: 5½ Stunden
  • von Riezlern (1086 m) mit der Kanzelwandbahn zur Bergstation (1985 m), von dort weiter
    • über Roßgundalpe, weiter unterhalb der Oberstdorfer Hammerspitze – Hochgehren – Walser Hammerspitze (vormals Schüsser [Deutschland]) über Kühgundalpe, Fiderepass, Gehzeit: 2½ Stunden
    • über Gipfel der Kanzelwand (2059 m) und Kühgundalpe, Gehzeit: 3 Stunden

NachbarhüttenBearbeiten

GipfelBearbeiten

VorfälleBearbeiten

Am Krumbacher Höhenweg sind im September 2015 mehrere Wanderer durch Steine von einem Felssturz verletzt worden.[4]

LiteraturBearbeiten

KartenBearbeiten

  • Alpenvereinskarte Blatt BY2 Kleinwalsertal – Hoher Ifen, Widderstein (1:25.000)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fiderepasshütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fiderepass-Hütte - DAV - Obersdorf - Geschichte. Abgerufen am 20. Juni 2019.
  2. Allgäuer Berggipfel umbenannt. In: vorarlberg.orf.at. 27. Juli 2013, abgerufen am 24. November 2017.
  3. www.alpenverein.de (PDF; 91 kB)
  4. http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2731655/ Wandergruppe von Steinlawine erfasst, orf.at, 14. September 2015, abgerufen 14. September 2015.