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Fibrillation bezeichnet spontane Zuckungen einzelner Muskelfasern der Skelettmuskulatur. Diese Zuckungen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar.[1]

Bei manchen Erkrankungen können unkontrollierte kleine Muskelfaserzuckungen als Symptom auftreten. In der Kardiologie bezieht sich „Fibrillation“' auf rasche, ungleichmäßige und unsynchronisierte Muskelkontraktionen des Herzmuskels und ist dort ein medizinischer Fachausdruck aus der englischen Literatur, der im Deutschen weniger geläufig ist (atrial fibrillationVorhofflimmern, ventricular fibrillationKammerflimmern).[2]

AbgrenzungBearbeiten

  • Faszikulation – kurze, unter der Haut sichtbare Muskelbündelzuckung[3] ohne Bewegungeffekt
  • Myoklonie – Muskelzuckung mit oder ohne Bewegungseffekt
  • Tremor – regelmäßige hin- und hergehende Bewegung (Zittern)
  • Dystonie – längerdauernde Muskelverkrampfung
  • Myokymie – oberflächliche, örtlich begrenzte wellenartige Muskelkontraktion

KunststofftechnikBearbeiten

In der Kunststofftechnik bezeichnet Fibrillation die Abspaltung fadenförmiger Faseranteile weitgehend parallel zur Längsachse der Faser.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Weakness; Myopathy, Anterior horn cell disease, Neuropathies and Neuromuscular transmission defects. (PDF) Abgerufen am 26. Februar 2018.
  2. Fibrillation. dict.cc
  3. Marco Antonio Araujo Leite, Marco Orsini, Marcos R. G. de Freitas, João Santos Pereira, Fábio Henrique Porto Gobbi: Another Perspective on Fasciculations: When is it not Caused by the Classic form of Amyotrophic Lateral Sclerosis or Progressive Spinal Atrophy? In: Neurology International. Band 6, Nr. 3, 5. August 2014, ISSN 2035-8385, S. 5208, doi:10.4081/ni.2014.5208, PMID 25309711, PMC 4192433 (freier Volltext).
  4. S. Picht: Fibrillation – Problem oder Chance? (PDF) In: Lenzinger Berichte, 78/98; abgerufen 12. Juni 2009
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