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Feuerbestattung

Form der Bestattung
Kremation in Ubud (Indonesien)
Darstellung einer japanischen Einäscherung

Die Feuerbestattung ist eine Form der Bestattung, bei der die Leiche verbrannt wird. Eine Feuerbestattung umfasst die Verbrennung der Leiche und die anschließende Beisetzung der Asche.[1] Im engeren Sinn kann der Vorgang der Verbrennung gemeint sein,[2] der auch als Kremation, Kremierung oder Einäscherung bezeichnet wird, früher auch als Leichenverbrennung.[3] Die Bezeichnung Brandbestattung wird vor allem in der Archäologie verwendet.[4]

In vielen Ländern wird die Einäscherung in Krematorien durchgeführt. Die Überreste werden unverwechselbar in eine Aschekapsel überführt, die gewöhnlich in eine Bestattungsurne eingesetzt wird. Die Bestattung der Urne mit der Asche wird als Urnenbeisetzung bezeichnet. In allen EU-Mitgliedsstaaten ist die Feuerbestattung der Erdbestattung rechtlich gleichgestellt.[5]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Brandbestattung stellt ein Element der geistigen Kultur bzw. des Überbaus dar, das in Urgesellschaften auf der ganzen Welt und zu allen Zeiten bei Menschengruppen unterschiedlicher Entwicklungsstufen auftrat. Seit dem Erscheinen von Ursula Schlenthers Werk Brandbestattung und Seelenglaube (1960) über Ursachen und Verbreitung der Leichenverbrennung liegt eine zusammenfassende Darstellung des ethnographischen und archäologischen Materials außereuropäischer Völker vor, das für die Zeit vor den Weltreligionen jedoch spärlich ist. Es besteht keine Bindung der Brandbestattung an bestimmte wirtschaftlich-kulturelle Gruppen oder Klimazonen. Sie fand bei Jägern und Sammlern, z. B. auf Tasmanien, in Patagonien und den asiatischen Gebieten Russlands, sowie bei bäuerlichen Kulturen und solchen, die bereits Merkmale einer differenzierten Gesellschaft aufweisen statt. Dabei scheint es wenige Gruppen gegeben zu haben, bei denen die Verbrennung (auch nur zeitweise) die einzige Bestattungsart war, wie z. B. bei den ältesten Kulturen Patagoniens und in der Hohekam-Kultur in Nordamerika. Meist steht wenigen Brandbestattungen eine weitaus größere Zahl an Körperbestattungen gegenüber. Erscheinungen wie die Urnenfelderkultur, die Jahrhunderte den Grabritus fast ganz Europas bestimmte, wurden in frühen außereuropäischen Gesellschaft noch nicht gefunden.

Ur- und FrühgeschichteBearbeiten

Die Verbrennung des Körpers eines Verstorbenen ist in vielen Kulturen gebräuchlich. Die Asche wurde verstreut oder aufbewahrt. Das Verstreuen erfolgte je nach den regionalen Besonderheiten an Land oder in einem Gewässer. Um die Asche aufzubewahren, wurden besondere Urnen benutzt, unter anderem auch größere Vasen oder Krüge. Das Urnengrab ist in Mitteleuropa eine Erscheinung der Bronzezeit, die sich mit der Urnenfelder-Kultur zwischen 1250 und 750 v. Chr. weit verbreitete. Es gibt keine Anzeichen, dass dies ein Übergang von der Körper- zur Brand- oder Feuerbestattung war. Der Leichenbrand wurde bereits im Neolithikum aufgesammelt und ggf. mit Beigaben im Brandgrab (Leichenbrandlager, -schüttung) deponiert. Von den Trägern der Schönfelder Kultur wurde er erstmals in oft besonders gestalteten Urnen (Gesichtsurnen) auf eigentlichen Gräberfeldern (Urnenfeldern) in die Erde verbracht. In der Jungbronzezeit schützten mitunter kleine Steinkisten die Urnen, wie Funde in Dohren im Landkreis Harburg belegen. Urnengräber waren auch noch in der Eisenzeit gebräuchlich und wurden wie beim Urnenfeld im Ruser Steinbusch mitunter durch Steinsetzungen markiert.

AntikeBearbeiten

In der griechischen Antike wurde neben der verbreiteten Erdbestattung in einzelnen Felsgrüften, Mausoleen und Erdhügeln auch die Verbrennung der Leichen praktiziert, vorzugsweise von wohlhabenden Bevölkerungskreisen. Das Feuer dieser Zeremonie wurde mit Wein gelöscht und die Asche des Verstorbenen kam in Urnen. Diese wurden in ein Steingrab unter einem Erdhügel versenkt. Im antiken Griechenland gab es erhebliche regionale Unterschiede bei den Bestattungszeremonien. In Athen erfolgten Einäscherungen auch in großen Massen, wenn Epidemien zu einer sprunghaft ansteigenden Sterblichkeitsrate führten. Die hellenischen Urnen waren Blechkapseln, die in kleinen Kästchen aus Marmor oder Bleiblech ruhten. Die Einäscherung ermöglichte auch den erleichterten Rücktransport von gefallenen Kriegern zu ihren Heimatorten.[6]

In der römischen Epoche vollzogen sich die Erdbestattung und die Feuerbestattung als parallele Begräbniskulturen. Zuerst übernahmen reiche Römer die Feuerbestattung durch hellenistische Einflüsse in ihre Praxis. Seit dem 3. Jahrhundert war sie zur üblichen Bestattungsweise geworden. Die Aschenreste der Verstorbenen aus den einfachen Bevölkerungsgruppen kamen in einen kleinen Urnenraum des Cinerariums oder in gemeinschaftliche Schachtgräber (Puticuli). Für die Sklaven und ärmsten Bevölkerungsgruppen verblieb nur die unwürdige Verbrennung ihrer Leichen an einem Holzpfahl vor einer Erdgrube. Dabei fielen die nicht vollständig verbrannten Totenkörper in die Grube und wurden nachträglich mit Erde bedeckt. Aus hygienischen Motiven bestimmte das Zwölftafelgesetz (450 v. Chr.), dass die Verbrennungsstätten vor der Stadt anzulegen sind. Es untersagte auch Prunkzeremonien. Die wohlhabenden römischen Familien besaßen neben ihrer eigenen Grabstätte ein dazugehörendes Krematorium (Castel franco) oder eine zweite Begräbnisstätte (Ustrinum) für die Einäscherungszeremonie. Die Aschen der Toten wurden in einen kleinen, etwa 60 Zentimeter langen Sarkophag aufbewahrt. Die mittlere Bürgerschaft nutzte ein gemeinschaftliches, öffentliches Krematorium.[7]

„Zwischen dem ersten und dem fünften Jahrhundert wurden in Rom und seinen Provinzen Körper- und Brandbestattung parallel geübt, wobei während der früheren und mittleren Kaiserzeit in der Oberschicht die Brandbestattung bevorzugt wurde, dagegen mussten sich die unteren sozialen Schichten mit der weniger aufwändigen Erdbestattung zufrieden geben.“

Reiner Sörries, Das römische Grabrecht, 2003[8]

Spätantike und MittelalterBearbeiten

Mit der Verbreitung des Christentums entwickelte sich in der spätantiken Epoche das heidnische Feuerbestattungsritual rückläufig. Die Ursachen für den Wechsel bei den Bestattungsformen gelten jedoch als nicht abschließend geklärt. Nach Stefan Fayans (1907) geht der Wandel in der Bestattungskultur in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten auf sich verändernde Kulturverhältnisse und die fortschreitende Abholzung in den europäischen Waldbeständen zurück. Die Holzverknappung im Mittelmeerraum wird nach Reiner Sörries als die wahrscheinlichste Ursache für den Rückgang der antiken Feuerbestattung angesehen. Eine veränderte Sicht auf den Jenseitsglauben durch aufkommende Mysterienreligionen könnte einen hintergründigen Einfluss ausgeübt haben.

Mit einem Erlass von Karl dem Großen aus dem Jahr 786 wurde die Verbrennung von Toten verboten und die Erdbestattung verpflichtend eingeführt.[9] Die kaiserlichen Kapitularien von 786 sowie 810/813 verlangten die Beisetzungen auf kirchlichen Friedhöfen.[10] Im Mittelalter diente der Feuertod als Todesstrafe.

Beginn der Kremation in Deutschland und ÖsterreichBearbeiten

In der Eisenzeit war die Feuerbestattung die vorherrschende Bestattungsform in Europa, die Verbrennung und Bestattung der Asche erfolgte in Keramikurnen. Eine Ausnahme bildeten die Kelten, die ihre Verstorbenen in Form einer Erdbestattung sippenweise in Hügelgräbern bestatteten.

In Europa fand die erste Feuerbestattung der Neuzeit im Jahre 1752 auf Schloss Roßwald in Österreichisch-Schlesien statt. Die Gemahlin des Grafen Albert Joseph von Hoditz wurde auf einem Scheiterhaufen eingeäschert.

Der § 814 des Preußischen Allgemeinen Landrechts (1794) steht für das Bewusstwerden der hygienischen Probleme der Leichenbehandlung, darin wurde die Bestattung von Leichen in bewohnten Gebieten untersagt. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkte sich die Forderung nach einer Feuerbestattung aus mehreren Gründen. Die Ärzteschaft lobte die Feuerbestattung als die hygienischere Bestattungsform, die Arbeiterverbände und die aufkeimende Sozialdemokratie sahen hier eine kostengünstigere Bestattungsart, und die sich ausbreitenden areligiösen Verbände wie die Freidenker propagierten die Feuerbestattung gezielt, auch in bewusster Abgrenzung zur christlichen Bestattungskultur, da das Konzept der Auferstehung abgelehnt wurde. Hygienische und ökonomische Aspekte rückten somit in den Vordergrund und führten dazu, dass das Bestattungswesen im 19. Jahrhundert zunehmend in die Verantwortung der Kommunen überging.[11]

Im Jahr 1849 hielt Jacob Grimm vor der Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften einen Vortrag Über das Verbrennen der Leichen. „Es scheint das begraben vorangegangen, im verbrennen ein fortschritt geistiger volksbildung gelegen zu sein.“[12]

 
Steyr, Gedenktafel für den Verein Die Flamme

Die erste Feuerbestattung in Deutschland fand 1874 in Dresden statt,[13] nachdem auf Betreiben durch Friedrich Küchenmeister der Ingenieur Friedrich Siemens einen Ofen zur Leichenverbrennung entwickelte.[14][15] Der kulturelle Wandel hielt an und führte zur Gründung verschiedener Vereine, die sich für die Kremation einsetzten. So bestand in Dresden Die Urne – Verein für facultative Leichenverbrennung, der 1876 den ersten „Europäischen Kongress der Freunde der Feuerbestattung“ veranstaltete.

1878 erlaubte Thüringens Landesfürst Ernst II. den Bau des ersten deutschen Krematoriums, es wurde am 10. Dezember 1878 in Gotha eröffnet.[16] Das zweite Krematorium wurde 1891 in Heidelberg eröffnet. Im selben Jahr war auch das Krematorium in Hamburg schon betriebsbereit, es wurde jedoch erst im November 1892 eröffnet, nachdem die Choleraepidemie von 1892 tausende Opfer gefordert hatte.[17] 1905 bildete sich der Verband Freidenker für Feuerbestattung.

In Österreich setzte sich seit Ende des 19. Jahrhunderts vor allem der Verein Die Flamme für die Errichtung eines Krematoriums ein. Das erste österreichische Krematorium – die Feuerhalle Simmering in Wien – wurde 1922 eröffnet.

Die Einführung und Verbreitung von Krematorien verlief je nach Land und Region in Europa unterschiedlich. In katholisch geprägten Ländern waren die Widerstände gegen die Feuerbestattung größer als in nichtkatholischen Ländern.[5]

Heute sind Erd- und Feuerbestattungen rechtlich gleichgestellt. Gelten für Erdbestattungen die landesrechtlichen Verordnungen und Gesetze, so wurden die Feuerbestattungen durch das Gesetz über die Feuerbestattung vom 15. Mai 1934 geregelt. Dieses Gesetz von 1934 enthält gesetzliche Restriktionen, die noch heute rechtsgültig sind. Es schreibt unter andere eine ärztliche Leichenbeschau vor der Einäscherung vor und erlaubt die Beisetzung der Urne nur auf einem ausgewiesenen Friedhof. Einige Bundesländer haben die Feuerbestattung neu geregelt, während in anderen Bundesländern das Gesetz von 1934 seine volle Gültigkeit besitzt.[18]

Feuerbestattung in der DDRBearbeiten

In der DDR wurde die Feuerbestattung, staatlicherseits bewusst gefördert und zu einem gesamtgesellschaftlichen Anliegen entwickelt.

ReligionenBearbeiten

ChristentumBearbeiten

Im Christentum wurde die Feuerbestattung jahrhundertelang abgelehnt. Der Grund ist im Glauben an die leibliche Auferstehung der Toten zu suchen, zu der sich das Christentum im Glaubensbekenntnis bekennt. Die christliche Praxis der Erdbestattung orientiert sich an der Grablegung Jesu Christi.

Das Heilige Offizium unter Papst Leo XIII. untersagte am 15. Dezember 1886 Katholiken die Feuerbestattung sowie die Zugehörigkeit zu Feuerbestattungsvereinen und nannte die Feuerbestattung eine „barbarische Sitte“. Das Dekret legte fest, dass für Katholiken, die letztwillig ihre Verbrennung verfügt hatten, keine kirchliche Begräbnisfeier gehalten und sie nicht auf dem Kirchhof bestattet werden konnten. Mit dem Codex Iuris Canonici von 1917 wurde dies ins Kirchenrecht aufgenommen. Es wurde festgehalten: „Einem Gläubigen, der die Verbrennung seines Leichnams anordnet, wird das kirchliche Begräbnis zur Strafe entzogen“.[19] Am 5. Juli 1963 erlaubte das Heilige Offizium die Feuerbestattung für Katholiken. Die Bekanntgabe erfolgte am 24. Oktober 1964.[20][21] Die Feuerbestattung ist Katholiken nicht erlaubt, wenn sie aus Gründen gewählt wurde, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen und den Glauben an die Auferstehung ausdrücklich leugnen.[22][23] Die katholische Kirche empfiehlt vorzugsweise die Erdbestattung.[24]

Die evangelischen Kirchen standen gegen Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts der Feuerbestattung ebenfalls überwiegend ablehnend gegenüber, danach setzte sich eine tolerierende (wenn auch nicht fördernde) Haltung durch.

In den orthodoxen Kirchen wird die Feuerbestattung abgelehnt. In Griechenland wurde sie 2006 zwar legalisiert, aufgrund des Widerstands der griechisch-orthodoxen Kirche gibt es jedoch (Stand Mai 2017) kein Krematorium in Griechenland.[25] Bischof Anthimos von Thessaloniki sagte „Seit zweitausend Jahren heißt es in der Lehre der Kirche, dass die Toten begraben werden sollen, nicht verbrannt. Verbrennung steht unserem Glauben auf Auferstehung entgegen. […] Die Kirche kann und will keinen Kompromiss eingehen. Wir werden jedem klar machen: Wenn er sich für Einäscherung entscheidet, wird er verdammt.“ Die orthodoxen Kirchen verweigern deshalb bei eingeäscherten Verstorbenen die Begräbniszeremonie.[26] Trotz der ablehnenden Haltung der griechisch-orthodoxen Kirche nimmt die Zahl der Feuerbestattungen zu. Die Kremationen finden im benachbarten Ausland statt. Im Jahr 2016 wurden in Bulgarien rund 4000 griechische Bürger eingeäschert.[25]

Andere ReligionenBearbeiten

  • Im Judentum und im Islam[27] ist die Verbrennung des toten Körpers, also die Feuerbestattung, grundsätzlich verboten.
  • Für die Bahai-Religion verbot ihr Stifter Baha’u’llah 1873 in seinem Kitab-i-Aqdas die Feuerbestattung.
  • Der Hinduismus kennt keine einheitlichen Rituale. Zumeist wird der Verstorbene vom Sohn zur Grabstätte gebracht und auf den gereinigten Boden gelegt. Die Verbrennung erfolgt offen in dem dazu aufgerichteten Altar.
  • Für Buddhisten ist die offene Verbrennung üblich, der Tote gelangt so statt in Erde in transzendente Luft.
  • In Japan werden Leichenverbrennungen bei niedrigeren Temperaturen als in Europa durchgeführt. Die Tradition begann im Jahre 700 mit der Verbrennung des Mönchs Dōshō, gefolgt von der des Jitō-tennō im Jahr 703 und des Mommu-tennō im Jahr 707 und wurde in der Nara-Zeit üblich. Knochenbestandteile in der Asche werden durch die Angehörigen, die eine Kette bilden, mittels Stäbchen weitergegeben, bevor sie in die Urne gelegt werden.

Ablauf einer modernen FeuerbestattungBearbeiten

Eine Feuerbestattung unter freiem Himmel, wie für Hindus und Buddhisten,[28] ist in Mitteleuropa nicht gestattet.

VorbereitungBearbeiten

Die Feuerbestattung bedarf in Deutschland einer gesonderten Genehmigung. Insbesondere dürfen keine Zweifel an der Identität des Toten und an der Todesursache bestehen, da eine nachträgliche Untersuchung der Leiche (Exhumierung) nach der Verbrennung nicht mehr möglich ist. Daher erfolgt vor der Kremierung eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt oder Rechtsmediziner im Kühlraum des Krematoriums, in der Regel innerhalb von zwei Tagen.[29]

In Deutschland gilt Sargpflicht, deshalb erfolgt vor der Einäscherung auf jeden Fall die Einsargung. Ein menschlicher Körper besteht zu über 70 Prozent aus Wasser und für die Verbrennung wird zusätzliches Brennmaterial benötigt. Der Leichnam wird deshalb mitsamt dem Sarg im Krematorium verbrannt.[30] In manchen Anlagen ist allerdings auch eine pietätvolle Einführung in einfacheren Behältnissen möglich.

 
Ein bei einer Feuerbestattung verwendeter Schamottestein

Für die Einäscherung werden nichtgeschraubte Särge aus Holz verwendet. Beschläge aus anderen Werkstoffen werden vor der Kremierung entfernt. Das Holz des Verbrennungssarges ist Energiequelle und die Totenbekleidung ist eine weitere Quelle, sie sollte nicht aus Kunststoffen bestehen. Sarg, Sargausstattung und Totenbekleidung werden so ausgewählt, dass die Emissionen während der Verbrennung den Vorschriften genügen.[31][32]

Je nach den bestehenden Vorschriften müssen bereits vor der Kremierung Herzschrittmacher und medizinische Hilfsmittel aus dem Körper entfernt werden, wegen der Explosionsgefahr bei Hitzeeinwirkung könnten Batterien den Ofen schädigen.[33] Wenn kurz vor dem Tod des Verstorbenen eine Strahlentherapie angewendet wurde, muss gegebenenfalls eine Wartezeit eingehalten werden, um die radioaktive Belastung des Leichnams gemäß der Strahlenschutzverordnung abklingen zu lassen.[34]

Ein vor der Verbrennung beigelegter Schamottestein mit einer Nummer, der auf den Sarg oder zum Leichnam gelegt wird, gewährleistet die eindeutige Zuordnung der Asche. Auch sind die Öfen in den (meisten) Krematorien nicht dafür ausgelegt, mehr als einen Sarg gleichzeitig aufzunehmen.[35]

VerbrennungBearbeiten

 
Verbrennung eines Toten

Die Kremierung selber erfolgt in einem mit Schamottsteinen ausgemauerten Muffelofen, der auf etwa 900 °C vorgeheizt wurde. Der Sarg wird meist automatisiert eingefahren, um einen übermäßigen Temperaturverlust zu vermeiden. Der Sarg entzündet sich durch die von der wärmespeichernden Schamotteauskleidung des Ofens abgegebene Hitze von selbst. Andererseits bringt die Verbrennung des Sarges auch die notwendige Energiemenge ein, um die Verbrennung am Laufen zu halten. Der Brand wird lediglich durch Zuführen heißer Luft unterstützt. Diese Phase dauert etwa 45 Minuten und endet mit dem Abblasen der Asche aus der Verbrennung von Sarg und Kleidung. Die Temperatur wird anschließend – etwa durch Zuschalten von Gasbrennern – auf 1.200 °C erhöht, um verbliebene Bestandteile zu veraschen. Die Ofensysteme verfügen über Sicherheitseinrichtungen, die eine umwelt- und ressourcenschonende und für den Mitarbeiter sichere Verbrennung gewährleisten.

Während der Einäscherung verbrennen die Organe und die weichen Gewebeteile. Im Wesentlichen verbleiben nur mineralische Knochenbestandteile und Zähne (etwa fünf Prozent des Körpergewichts) sowie nichtbrennbare Implantate.

Der Kremationsprozess benötigt etwa 20 Liter Heizöl[36] oder eine entsprechende Menge Energie aus einer anderen Quelle (Brenngas oder elektrische Beheizung). Die Verbrennung dauert durchschnittlich etwas mehr als 90 Minuten. Särge aus Eichenholz brennen langsamer als Särge aus Tanne, Fichte oder Kiefer. Ein schwerer Leichnam enthält mehr Wasser und verbrennt deshalb langsamer.[37] Zusammen mit dem Abkühlen der Verbrennungskammer kann sich die Gesamtzeit auf drei Stunden erhöhen.

Die Abgase aus dem Einäscherungsofen werden gereinigt. In modernen Anlagen folgt auf einen Kühler der Rauchgase der Zyklon mit einem Kalk-Kohle-Gemisch und ein Feinstaubfilter für feine Festteilchen. Daran schließt sich eine Katalysatoreinrichtung an, um die Emissionswerte einzuhalten, bevor das gereinigte Abgas über den 10 Meter hohen Kamin in die Umgebungsluft austritt. In Deutschland sind die Verordnung über Anlagen zur Feuerbestattung und die VDI-Richtlinie 3891 maßgeblich.[38] Die vorschriftsmäßige Durchführung der Kremation kann im Einzelfall anspruchsvoll sein. Beispielsweise entstehen bei der Verbrennung von hochgradig adipösen Leichen sehr hohe Temperaturen, die bei mangelnder Vorsicht zu einer höheren Umweltbelastung oder sogar zur Beschädigung der Anlage führen können.[39]

Viele Krematorien erlauben auf Wunsch die Anwesenheit von Angehörigen bei der Kremierung.[40][41] Unabhängig von Trauerfällen bieten einige Krematorien die Möglichkeit, das Krematorium zu besichtigen.[42]

Mahlgang und Abfüllung der AscheBearbeiten

 
Eine Aschekapsel mit der darin enthaltenen Totenasche, links der Deckel
 
Eine Schmuck- oder Überurne mit den Schnüren, die dazu dienen, die Urne ins Erdreich hinabzulassen

Nachdem der Ofen auf etwa 600 °C abgekühlt ist, werden die Knochenreste mit einem Stahlbesen in einen Aschenkasten gekehrt. Eisenteile wie Sargklammern werden magnetisch aussortiert, Implantate aus Gold und Titan werden ebenfalls ausgesondert. In der Asche befinden sich dann noch größere Knochenfragmente. In einer Knochenmühle wird dieses Gemisch mit Hilfe von schweren Stahlkugeln zu einem feinen Pulver vermahlen.[37][43]

Das Mahlgut und die keramische Markierungstafel, die dem Sarg bei der Verbrennung beigelegt war, werden in eine Aschekapsel gefüllt und diese wird verschlossen. Außen auf dem Kapseldeckel werden der Name des Krematoriums, der Name des Verstorbenen und sein Geburts-, Todes- und Einäscherungsdatum sowie die Identifizierungsnummer geprägt. Die Aschenkapsel wird oft in eine repräsentative oder dekorative Überurne eingesetzt, welche der schlicht gestalteten Aschekapsel ein würdiges, pietätvolles Aussehen gibt.

Die Aschekapsel wird in Deutschland an den Bestatter übergeben oder als Paket verschickt[44] und zum Ort der Beisetzung transportiert. In der Hälfte der Bundesländer darf die Aschekapsel – nur zum Transport an den Ort der Beisetzung – auch an die Angehörigen ausgehändigt werden[45]. In vielen anderen Staaten wie zum Beispiel den Niederlanden wird die Aschekapsel grundsätzlich an die Angehörigen ausgehändigt[46]. In der Schweiz können Angehörige die Urne abholen und sie beispielsweise zu Hause aufstellen oder die Asche verstreuen.[47]

Eigentum und ErlöseBearbeiten

Der Verstorbene muss nach den von ihm hinterlassenen Weisungen bestattet werden, die auch den Ort der Kremierung und der Bestattung enthalten können. Solche Weisungen sind unanfechtbar, soweit sie sich im ethischen Rahmen halten. Der Körper des Toten ist kein Eigentum im Sinne des bürgerlichen Rechts. Die bei der Verbrennung des Leichnams nicht veraschten Edel- und Hartmetallimplantate werden juristisch wie ein Teil des Körpers behandelt.

Im Durchschnitt fallen (Edel-)Metalle im Werte von 70 Euro je Einäscherung an. Verbleibende Wertstoffe werden nur auf Verlangen der Erben herausgegeben. Es gibt keine klare Vorgabe, was mit beigesetzt wird oder wie und zu wessen Gunsten etwas an Recycler übergeben wird.[48] Viele Betreiber von Krematorien spenden die anfallenden Edelmetalle und andere Wertteile karitativen Organisationen. In den Niederlanden und Großbritannien wurden gemeinnützige Fonds für Erlöse geschaffen. Trifft der Erblasser eine Verfügung über solche Metallreste für seine eigene Kremierung, ist diese Weisung bindend.

Über die kommunale Bereicherung der die Krematorien betreibenden Kommunen oder ihrer Mitarbeiter gibt es zum Teil Gerichtsentscheidungen, wobei diese die Frage offenlassen, wie mit den werthaltigen Resten allgemein umzugehen ist. Der ehemalige Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter (BDB), Rolf Lichtner, war der Ansicht, es sei „durchaus üblich, dass Krematorien Metalle wie Zahngold nach der Verbrennung zu kommerziellen Zwecken verkaufen“.[49] Ethisch verurteilt der BDB diesen Umgang jedoch. „Grundsätzlich gehört alles in die Urne“. Laut OLG Bamberg besteht sogar ein strafrechtlicher Schutz wegen Störung der Totenruhe.[50] Dieser bezieht sich jedoch nur auf eine unbefugte Entnahme der Metalle aus der Totenasche. Die für die Praxis im Umgang mit den Kremationsüberresten maßgeblichen Landesbestattungsgesetze verbieten die Entnahme von Metallen nicht. In Niedersachsen zum Beispiel ist diese nach dem dortigen Bestattungsgesetz sogar explizit erlaubt[51]

Mit dem immer stärker werdenden Aufkommen von Fluss- und Wiesenbestattungen bekam die Beimischung von Metallen zur aus dem Körper des Verstorbenen stammenden Asche eine neue Dimension. Aus einsichtigen Gründen ist es nicht erwünscht, wenn in Aschestreuwiesen oder auch in Flüssen Metallreste zum Teil offen sichtbar deponiert werden. Eine klare Trennung von aus dem Sarg und dem Körper stammenden Metallteilen ist in der Praxis zudem nicht möglich. Die Haltung "Alles gehört in die Urne" ist daher im modernen Bestattungswesen nicht mehr zeitgemäß, da sie das auch ökologisch relevante Problem der ungeregelten Verteilung von Metallen mit sich bringen würde. Zahlreiche Krematorien gehen daher, da der Verbleib der Asche in der Regel nicht bekannt ist, zu einer vollständigen Abtrennung von Metallbestandteilen von Asche und Knochenmaterial über.

Privatrechtlich kann der Auftraggeber grundsätzlich für die Kremierung dem Betreiber des Krematoriums andere Vorgaben machen, an die der Betreiber gebunden ist, wenn er die Kremierung ausführt. So kann der Erbe des Toten als Lastenträger für die Bestattung und als Auftraggeber für die Kremierung bei Vereinbarung über die Dienstleistung der Einäscherung eine Vertragsbedingung setzen, die jede fehlende Regelung ausfüllt. Das Krematorium muss diese Bedingung allerdings nicht annehmen. Wer in solchem Fall die Einäscherung in den vorgesehenen Fristen ausführen wird, bedarf gegebenenfalls einer Verwaltungsentscheidung der Kommune, in welcher der Leichnam aufgebahrt ist.

Beisetzung der AscheBearbeiten

Es gibt zahlreiche Beisetzungsformen für die Asche Verstorbener. Trotz einiger Diskussionen in Deutschland besteht die gesetzliche Pflicht zur Beisetzung der Asche auf einem Friedhof (Friedhofszwang).

 
Gemeinschaftsanlage zur Bestattung von Urnen im Erdboden
 
Urnenwand auf dem Friedhof in Hünfelden-Ohren
 
Kolumbarium auf dem Friedhof in Ebingen (Baden-Württemberg)

FriedhofBearbeiten

Die häufigste Form der Beisetzung der Urne ist das Urnengrab. Als letzte Ruhestätte der Urne ist die Beisetzung im Erdgrab, einer Nische in einer Urnenwand oder die Vergabe in anderer Form ebenfalls möglich.

In vielen Ländern ist es so möglich, Urnen in Kolumbarien einzustellen. Dabei handelt es sich um Urnenwände oder Stelen auf Friedhöfen oder in speziellen Hallen, auch umgewidmeten Kirchengebäuden, wo die Urnen mindestens für die gesetzliche Ruhefrist aufbewahrt werden.

BestattungswaldBearbeiten

Sowohl in Deutschland und Österreich als auch in der Schweiz ist eine Bestattung der Asche im Wurzelbereich von Bäumen in einem Bestattungswald möglich.

Verstreuen der AscheBearbeiten

Das Verstreuen der Asche in Wald, Wiese oder Bach ist in Deutschland wegen der Pflicht zur Beisetzung der Urne auf einem Friedhof oder einem vergleichbar pietätsgewidmeten Gelände grundsätzlich nicht möglich. Nach der Änderung von Bestattungsgesetzen ist in den deutschen Bundesländern Bremen und Nordrhein-Westfalen die anonyme Beisetzung in Form des Verstreuens der Asche auf einem Feld eines Friedhofs gestattet. In Bremen wurde zum 1. Januar 2015 der Friedhofszwang abgeschafft. In Nordrhein-Westfalen ist es erlaubt, Asche außerhalb von Friedhöfen zu verstreuen, allerdings muss dabei der Beisetzungsort nach Angaben des Gesundheitsministeriums zumindest zu bestimmten Zeiten „dauerhaft öffentlich zugänglich“ bleiben.[52]

In der Schweiz gibt es keinen Friedhofszwang, dadurch kann die Asche einfach in den Wald oder einen Fluss gestreut werden. Auch die private Aufbewahrung in Haus oder Garten ist möglich; es gibt nahezu keine Einschränkungen im Umgang mit der Kremationsasche und mit der Urne eines Menschen.

Die Möglichkeit der Luftbestattung besteht in Frankreich, Tschechien und der Schweiz. Dabei wird die Asche von einem Fluggerät aus (auch Heißluftballon) über Wald- oder Wiesengebieten verstreut.

Beisetzung im eigenen GartenBearbeiten

In Österreich kann die Urne mit einer gesonderten Genehmigung auch im eigenen Garten beigesetzt werden. In Frankreich ist die Beisetzung im eigenen Garten seit Ende 2008 nicht mehr erlaubt.[53]

See- und FlussbestattungBearbeiten

Bei einer Seebestattung wird eine wasserlösliche Urne von Bord eines Schiffes aus im Meer versenkt. Analog funktioniert eine Flussbestattung.

DiamantbestattungBearbeiten

Prinzipiell kann die Kremierung so geführt werden, dass aus verbleibenden Spuren von amorphem Kohlenstoff (Ruß) der Körperasche in einem getrennten Vorgang unter Hinzufügung weiterer anorganischer Materialien ein Diamant kristallisiert wird, der den Hinterbliebenen als Andenken dient. Auch bei einer „Diamantbestattung“ wird fast die gesamte Asche des Verstorbenen beigesetzt, beispielsweise in einem Erdgrab oder in einer Urnenwand. Der Diamant selbst wird nicht bestattet. Er wiegt nur etwa 80 bis 200 Milligramm.

WeltraumbestattungBearbeiten

Einen eher symbolischen Akt stellt die Weltraumbestattung dar. Diese seltene und teure Form der Ehrung wurde unter anderem dem Astronomen und Impaktforscher Eugene Shoemaker zuteil. 1998 brachte die Sonde Lunar Prospector wenige Gramm seiner Asche zum Mond.

EinäscherungsstatistikBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

In Deutschland ist die Zahl der Feuerbestattungen stetig gestiegen. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter gibt für Deutschland für 2016 ein Verhältnis von 64 Prozent Feuerbestattungen zu 36 Prozent Erdbestattungen an.[54] Nach einer Studie der RAL-Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen e.V. betrug der Anteil der Feuerbestattungen im Jahr 2016 sogar 69 Prozent.[55] 1997 lag der Anteil in Deutschland noch bei 38 Prozent.[56] Nach einer Statistik aus dem Jahre 2009 wurde durch Befragungen ein Anteil von 42 % Feuerbestattungen ermittelt,[57] wobei davon 2,5 % zu See bestattet wurden.

Die Zahl der Feuerbestattungen in München lag 1990 bei 37 % und 2009 bei 58 %.[58] In Berlin stiegen die Anteile vom Jahr 1965 zum Jahr 1990 im Westteil von 45,1 % auf 65,1 % und im Ostteil von 53,3 % auf 72,6 %.[59]

Als Ursachen für den gestiegenen Feuerbestattungsanteil gelten vorrangig die niedrigeren Gebührensätze auf Friedhöfen, denen jedoch die Kosten der Einäscherung gegenüberstehen. Weiterhin spielen neben der besseren Handhabbarkeit vermeintlich ästhetische und hygienische und Erwägungen eine Rolle, wonach die Verbrennung im Gegensatz zur Verwesung des Leichnams im Boden als praktischer betrachtet wird.

Von Deutschland aus werden wegen günstigerer Preise zunehmend Krematorien in Nachbarländern genutzt, insbesondere Tschechien.[60] Dieser „Bestattungstourismus“ wird kontrovers diskutiert, weil im Ausland Bestattungsarten möglich sind, die in Deutschland untersagt sind.

LändervergleichBearbeiten

Einäscherungsraten im Jahre 1998[5] nach Angaben von „The Cremation Society of Great Britain“
Anzahl Krematorien (o. J.) nach crematorium.eu
und 3 verschiedene aktuelle Quellen für DACH[61][62][63]
Staat Anteil in % Kremationen Todesfälle Krematorien
(1998)
Krematorien
(o. J.)[62][64]
Krematorien
(16.3.2017)
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 000000000000074.420000000074,42 00439.145 000614.910 238 251
Danemark  Dänemark 000000000000071.110000000071,11 00041.594 000058.490 32 32
Schweden  Schweden 000000000000067.840000000067,84 00063.273 000093.271 72 68
Schweiz  Schweiz 000000000000055.000000000055 (1997) 00034.561 000062.839[65] 27 27 25
Niederlande  Niederlande 000000000000048.240000000048,24 00066.322 000137.482 54 72
Deutschland  Deutschland 000000000000039.060000000039,06 00332.914 000852.382 113 144 159
Belgien  Belgien 000000000000030.970000000030,97 00032.389 000104.583 10 11
Finnland  Finnland 000000000000024.020000000024,02 00011.834 000049.262 20 21
Osterreich  Österreich 000000000000018.090000000018,09 00014.139 000078.339 10 10 16
Spanien  Spanien 000000000000010.910000000010,91 00035.995 000330.000 54 109
Frankreich  Frankreich 000000000000004.90000000004,90 00080.534 000540.497 74 119
Irland  Irland 000000000000004.56000000004,56 00001460 000032.000 1 3
Italien  Italien 000000000000004.09000000004,09 00023.613 000576.911 33 52
Luxemburg  Luxemburg 1
Tschechien  Tschechien 27
Estland  Estland 2
Ungarn  Ungarn 12
Slowenien  Slowenien 2
Slowakei  Slowakei 3
Lettland  Lettland 1
Portugal  Portugal 4
Litauen  Litauen 1
Polen  Polen 9
Griechenland  Griechenland 1
Zypern Republik  Zypern 0
Malta  Malta 0
Japan  Japan 1600
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 1877

LiteraturBearbeiten

nach Autoren alphabetisch geordnet

  • Horst Deinert, Wolfgang Jegust (Hrsg.): Todesfall- und Bestattungsrecht. Sammlung bundes- und landesrechtlicher Vorschriften. FVB Fachverlag des Deutschen Bestattungsgewerbes, Düsseldorf 2005, ISBN 3-936057-18-4 sowie ISBN 3-89817-476-X.
  • Norbert Fischer: Vom Gottesacker zum Krematorium: eine Sozialgeschichte der Friedhöfe in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert. Böhlau, Köln 1996, ISBN 3-412-11195-3.
  • Norbert Fischer: Zwischen Trauer und Technik: Feuerbestattung, Krematorium, Flamarium. Eine Kulturgeschichte. Nora, Berlin 2002, ISBN 3-935445-95-4.
  • Jürgen Gaedke, Joachim Diefenbach: Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechtes mit ausführlicher Quellensammlung des geltenden staatlichen und kirchlichen Recht. Heymann, Köln/Berlin/München 20049, ISBN 3-452-25310-4.
  • Edith Hokffmann: Die Anfänge des Brandritus – Versuch einer Deutung. In: F. Schlette, D. Kaufmann (Hrsg.): Religion und Kult in Ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Akademie-Verlag, Berlin 1989, S. 99 ff.
  • Horst Günter Lange: Die Feuerbestattung und ihr Einfluß auf die Friedhofsplanung dargestellt am Beispiel des Hamburger Friedhofs Ohlsdorf. In: Die Gartenkunst  8 (1/1996), S. 108–118.
  • Fritz Schumacher: Die Feuerbestattung. Handbuch der Architektur. Teil 4: Entwerfen, Anlage und Einrichtung der Gebäude. Halbband 8: Kirchen, Denkmäler und Bestattungsanlagen. Heft 3b. Gebhardt, Leipzig 1939.
  • Henning Winter: Die Architektur der Krematorien im Deutschen Reich 1878–1918. Röll, Dettelbach 2001, ISBN 3-89754-185-8.
  • Max-Rainer Uhrig: Auf den Spuren des Phönix. Zur Kulturgeschichte der Feuerbestattung. Ergon, Würzburg, 2017, ISBN 978-3-95650-268-2.
  • Feuerbestattung: Sarg und Asche. In: Der Spiegel. Nr. 28, 1964 (online8. Juli 1964).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Feuerbestattungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wiktionary: Feuerbestattung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Carl ReclamDie Feuerbestattung. In: Die Gartenlaube, Jahrgang 1874, Heft 19, S. 308–313 – online verfügbar bei Wikisource

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Was ist eine Feuerbestattung? bestattungen.de. Zitat: „Unter einer Feuerbestattung werden die Kremation und die anschließende Beisetzung der Asche der Verstorbenen verstanden.“
  2. Vgl. Duden online: Feuerbestattung. Als Bedeutung wird zum einen eine Form der Bestattung angegeben, zum anderen „Einäscherung“, also der Vorgang der Verbrennung.
  3. Vgl. Duden online: Kremation, Einäscherung, Leichenverbrennung
  4. Duden online: Brandbestattung, siehe Hinweis zum Wortgebrauch.
  5. a b c Dagmar Hemmer, Andreas Höferl, Bela Hollos: Privatisierung und Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU-15: Bestattungswesen (PDF), Wien 2003, S. 4.
  6. Stefan Fayans: Bestattungsanlagen (= Handbuch der Architektur, 4. Teil, 8. Halbband, Heft 3). Stuttgart 1907, S. 9–11.
  7. Stefan Fayans: Bestattungsanlagen (= Handbuch der Architektur, 4. Teil, 8. Halbband, Heft 3). Stuttgart 1907, S. 11–12.
  8. Reiner Sörries: Gräberstraßen und Nekropolen nach römischem Vorbild. Das Friedhofswesen in den germanischen Provinzen des Imperium Romanum. In: Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur Kassel (Hrsg.): Raum für Tote. Braunschweig 2003, ISBN 3-87815-174-8, S. 12
  9. Stefan Fayans: Bestattungsanlagen (= Handbuch der Architektur, 4. Teil, 8. Halbband, Heft 3). Stuttgart 1907, S. 16.
  10. Reiner Sörries: Gräberstraßen und Nekropolen nach römischem Vorbild. Das Friedhofswesen in den germanischen Provinzen des Imperium Romanum. In: Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur Kassel (Hrsg.): Raum für Tote. Braunschweig 2003, ISBN 3-87815-174-8, S. 15 und 25.
  11. Dagmar Hemmer, Andreas Höferl, Bela Hollos: Privatisierung und Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU-15: Bestattungswesen (PDF), Wien 2003, S. 5.
  12. Jacob Grimm: Über das Verbrennen der Leichen. Eine in der Academie der Wissenschaften am 29. November 1849 von Jacob Grimm gehaltne Vorlesung.
  13. Johannisfriedhof, Dresdner-Stadtteile.de
  14. Barbara Stock: In Dresden begann die Geschichte der modernen Feuerbestattung. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 26. November 2017, abgerufen am 18. Juni 2018.
  15. Vgl. Ferdinand Steinmann: Compendium der Gasfeuerung in ihrer Anwendung auf die Hüttenindustrie, mit besonderer Berücksichtigung des Regenerativsystems, Felix, Leipzig 19003, zum Leichenverbrennungsofen von Siemens siehe S. 113–116.
  16. Mit Feuerbestattung gegen den Auferstehungsglauben auf der Homepage des Deutschlandradio von Adolf Stock. Ein Beitrag vom 04. Januar 2015. (Abgerufen am 18. Oktober 2018)
  17. Norbert Fischer: Feuerbestattung und Krematorium, Abschnitt Die Beispiele Heidelberg und Hamburg (1891/92)
  18. Bestattung in Deutschland- Lehrbuch- Herausgegeben vom Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes GmbH. Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-936057-17-1, S. 232
  19. CIC 1917, can Canon 1203, § 2
  20. Erlaubnis der Feuerbestattung
  21. Johann Werfring: Die Feuerbestattung in Wien. In: Wiener Zeitung. 28. Oktober 2002, S. 7, abgerufen am 10. Dezember 2011.
  22. Katholischer Erwachsenenkatechismus, Bd. II., 5.3 Tod und Bestattung.
  23. CIC 1983, can. 1176 § 3.
  24. katholisch.de: Regeln zur Feuerbestattung
  25. a b Griechenland: Frieden ohne Asche deutschlandfunk.de, 2. Mai 2017.
  26. Giorgos Christides: Kampf für Feuerbestattung in Griechenland: „Beleidigung der Toten“ spiegel.de, 22. November 2014.
  27. Im Koran (5:31) ist folgender Satz zu finden: „Da sandte Allah einen Raben, der auf dem Boden scharrte, daß Er ihm zeige, wie er den Leichnam seines Bruders verbergen könne.“
  28. Der heilige Strand von Varkala – Feuerbestattung in Indien. In: Ohlsdorf – Zeitschrift für Trauerkultur, August 2006
  29. Feuerbestattung: Ablauf und Besonderheiten
  30. Ablauf einer Feuerbestattung, feuerbestattungen.de
  31. VDI-Richtlinie 3891, Abschnitt Sarg, Sargausstattung und Totenbekleidung, siehe Inhaltsverzeichnis (PDF)
  32. Vgl. Peter Wilhelm: Kleidung im Krematorium bestatterweblog.de, 7. September 2012.
  33. Peter Wilhelm: Werden vor der Einäscherung Toten die Herzschrittmacher herausgenommen? bestatterweblog.de, 2. August 2012.
  34. VDI-Richtlinie 3891, Hinweise zu radioaktiven Stoffen. Vgl. Fassung vom Mai 2001 (PDF), S. 8.
  35. Respekt ist oberste Pflicht im Osnabrucker Krematorium. In: Osnabrücker Zeitung, 25. Juni 2015.
  36. Revolution im Totenreich. In: NZZ Folio. Juni 2014.
  37. a b Wie die Leiche in die Urne kommt fudder.de, 20. Oktober 2008.
  38. VDI-Richtlinie 3891, siehe Inhaltsverzeichnis (PDF)
  39. Feuerwehr am Sarg spiegel.de, 7. April 2012.
  40. Die Feuerbestattung ergodirekt.de, Zitat: „Die meisten Krematorien […] erlauben die Anwesenheit der Angehörigen während der Einäscherung.“ – Beispiele: Krematorium Stuttgart, Krematorium Kiel.
  41. FAQ – häufige Fragen bestattung-brehm.de, Antwort zu Frage 5: „Die Möglichkeit, bei der Kremierung von Angehörigen anwesend zu sein, ist nicht in allen Krematorien gegeben.“
  42. Beispiele: Führung durch das Krematorium, Krematorium Köln; Ethik-/ Religionsunterricht und Betriebsführungen im Krematorium, Krematorium Meißen
  43. Peter Wilhelm: Was passiert in einem Krematorium? bestatterweblog.de, 10. September 2008.
  44. DHL Urnenversand Webseite der DHL, abgerufen 05.09.2018
  45. Länderübersicht zum Urnentransport durch Angehörige www.aeternitas.de, Stand 2017, abgerufen 05.09.2018
  46. So umgehen Angehörige die Bestattungspflicht in NRW Rheinische Post online, 05.12.2017
  47. Die Feuerbestattung in der Schweiz schweiz-gedenkt.ch
  48. VDI nachrichten, 18. Januar 2013: Emissionsarm auf die letzte Reise. S. 3.
  49. Kommunale Bereicherung am Zahngold
  50. NJW 2008, 1543
  51. § 12, Absatz 3, Satz 4 BestattG: „Bei der Verbrennung frei werdende Metallteile dürfen der Asche entnommen werden.“
  52. Eckhard Stengel: Bremens liberales Bestattungsrecht: Über den Tod hinaus. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 24. November 2014, abgerufen am 18. Juni 2018 (Bericht zur endgültigen Verabschiedung der Gesetzesänderung).
  53. Originaltext des Gesetzes Nr 2008-1350 in französisch
  54. Presseinformation des Bundesverbandes Deutscher Bestatter vom 03. Juli 2017. Abgerufen am 16. August 2018.
  55. Umfrage der RAL-Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen e.V. 2017. Abgerufen am 16. August 2018.
  56. Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (Hrsg.): Privatisierung und Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU-15: Bestattungswesen (Quelle der Daten: Umfragen des Deutschen Städtetages). Wien 2003.
  57. Quelle: Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes GmbH
  58. tz-online.de: Münchner Friedhöfe: Immer mehr Gräber bleiben leer
  59. Auswirkungen der Teilung der Stadt auf das Friedhofswesen (PDF; 3,8 MB)
  60. Michael Bee: Abschied mit einem Knall Berliner Morgenpost 20. November 2011 (PDF). Preisgekrönter Artikel zum Kremations- und Bestattungstourismus nach Tschechien.
  61. Übersicht über Krematorien in Deutschland entwicklung1.aeternitas.de, abgerufen 16. März 2017.
  62. a b Statistics > Statistics European countries crematorium.eu abgerufen 16. März 2017.
  63. Schweizerischer Verband für Feuerbestattung: Mitgliederliste abgerufen 16. März 2017.
  64. Krematorien in der Schweiz crematorium.eu, Adel BV, Eindhoven, NL. – Informationssammlung des Bestatters über 30 europäische Länder.
  65. Todesfälle nach Alter und Geschlecht, 1970–2016. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 18. Juni 2018 (XLSX, 0,1 MB, Metadaten via Bevölkerungsstatistik: Todesfälle).