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Feuchter Forst

gemeindefreies Gebiet im Landkreis Nürnberger Land in Bayern
Lage des Feuchter Forstes im Landkreis Nürnberger Land

Der Feuchter Forst ist ein gemeindefreies Gebiet im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land in Bayern.

Inhaltsverzeichnis

BeschreibungBearbeiten

Der 20,84 km² große Staatsforst ist der nördlich und östlich von Feucht und nordwestlich von Schwarzenbruck gelegene Teil des Lorenzer Reichswaldes. Benannt wurde er nach der benachbarten Marktgemeinde Feucht. Die Autobahnen A6 und A9 verlaufen hindurch und bilden an der nordwestlichen Grenze das Autobahnkreuz Nürnberg-Ost. Ebenfalls durch das Gebiet verlaufen die Bahnstrecken Nürnberg–Regensburg und Feucht–Altdorf. Am äußersten westlichen Rand befindet sich die Abzweigstelle Nürnberg Reichswald, das nördliche Ende der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt.

Der Feuchter Forst ist geprägt von Föhrenbesatz (Steckerlaswald). Die höchste Erhebung ist der 418 Meter hohe Dreibrüderberg nahe Rummelsberg.

Ein Großteil ist Bestandteil des EU-Vogelschutzgebietes-Gebiets Nürnberger Reichswald.[1][2]

Im südwestlichen Teil des Gebietes, nördlich von Gsteinach, befinden sich größere wirtschaftlich genutzte Sandgruben (Stand 2017).

GewässerBearbeiten

Das Gebiet wird durch den Gauchsbach durchflossen. Östlich von Feucht fließt er durch einen kleinen Weiher, der lokal Haagsweiher (49° 22′ 50,52″ N, 11° 9′ 23,29″ O) genannt wird. Im Norden am Büchleinsberg entspringt der Tiefe Graben, der in seinem Verlauf zum Schwarzwasser wird und im Ortskern von Feucht in den Gauchsbach mündet. Nahe Moosbach befinden sich eine kleine in Stein gefasste Quelle, der Hubertusbrunnen (49° 23′ 41,39″ N, 11° 14′ 32,96″ O), sowie einige kleinere Weiher, die früher zur Fischzucht genutzt wurden.

SehenswertesBearbeiten

Der Wald wird von einigen Rad- und Wanderwegen durchzogen. So durchquert auch der Fränkische Dünenweg (Wegzeichen:  ) das Gebiet.

LettensturzBearbeiten

Etwa 2 Kilometer nördlich von Feucht liegen die stark überwachsenen Reste der zerstörten, ehemaligen Steinbruches und zerstörten Bunkeranlage Lettensturz (49° 23′ 27,96″ N, 11° 13′ 28,85″ O). Sie wird lokal auch nach dem umgebenden Waldgebiet Die Platte genannt.

SühnekreuzeBearbeiten

ForstreviergrenzsteineBearbeiten

Um den Zustand der devastierten Wälder zu ermitteln, wurde 1840/41 im Nürnberger Reichswald eine Forsteinrichtung durchgeführt. In diesem Zusammenhang entstanden auch solche Forstreviergrenzsteine (Reviergrenzsäulen). Sie zeigen auf jeder Seite das damals angrenzende Revier. Darauf abgebildet sind Waldhämmer. Damit markierten die Förster jeden einzelnen Baum um Holzdiebstahl zu unterbinden.

Forstreviergrenzstein beim HutbergBearbeiten

Östlich vom Hutberg an einer Forststraßenkreuzung (49° 24′ 26,64″ N, 11° 13′ 27,52″ O) befindet sich dieser Forstreviergrenzstein. Hier sind Fischbach, Feucht und Altenfurt abgegrenzt.

Forstreviergrenzstein bei BirnthonBearbeiten

Am östlichen Rand des gemeindefreien Gebietes an einer Forststraßenkreuzung (49° 24′ 24,12″ N, 11° 15′ 31,5″ O) befindet sich dieser Forstreviergrenzstein. Hier sind Fischbach, Feucht und Ungelstetten abgegrenzt.

SonstigesBearbeiten

BildergalerieBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Protected Planet: Nürnberger Reichswald. Abgerufen am 30. November 2017 (englisch).
  2. 6533-471 Nürnberger Reichswald.  (EU-Vogelschutzgebiet) Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 30. November 2017.
  3. www.suehnekreuz.de, Försterkreuz (Abgerufen am 30. November 2017)
  4. Bayerische Staatsforsten, Denkmäler im Nürnberger Reichswald (Abgerufen am 30. November 2017)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Feuchter Forst (gemeindefreies Gebiet) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 22′ 55″ N, 11° 14′ 35″ O