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Der Fettkörper ist ein für Insekten charakteristisches Organ, welches der Speicherung und Synthese von Stoffen dient. Außerdem übernimmt er zusammen mit den Malpighischen Gefäßen exkretorische Funktionen. Von der Funktion her ist er somit mit der Leber und dem Fettgewebe von Säugetieren zu vergleichen. Aufgebaut ist er aus mehreren Lappen und wird von der Hämolymphe umspült. Durch die Unterteilung in mehrere Lappen wird eine Oberflächenvergrößerung erreicht, die für einen besseren Stoffaustausch zwischen Fettkörper und Hämolymphe sorgt.

Der Fettkörper wächst bei guter Nahrungsversorgung und wird in Zeiten des Mangels entsprechend abgebaut.

Zur Energieversorgung des Tieres werden im Fettkörper Glykogen (Kohlenhydrate), Lipide (Fette) und Proteine (Eiweiße) gespeichert. Diese können aus niedermolekularen Vorstufen synthetisiert werden. Die Speicherung von Proteinen ist dabei als Besonderheit anzusehen. In Larven ist der Fettkörper ein besonders stark ausgeprägtes Syntheseorgan für Dotterproteine und dient somit der Lieferung von Energie für die bevorstehende Metamorphosen zur Imago.

Fettkörper bei BienenBearbeiten

Die Honigbienen nehmen über die Nahrung kaum Lipide auf. Zur Deckung ihres Bedarfs erfolgt die Synthese von Lipiden aus Kohlenhydraten und der Ort dieser Synthese ist der Fettkörper. Die Vorstufen des Bienenwachses werden dort ebenfalls produziert und der Fettkörper steht in direktem Kontakt zu den Wachsdrüsen.

WeblinksBearbeiten