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Festzelte auf dem Oktoberfest

Zeltbauten des Münchner Oktoberfestes
Blick vom Riesenrad auf die Festzelte
Typischer Betrieb in einem Bierzelt

Die 38 Festzelte auf dem Oktoberfest sind ein Teil der insgesamt 144 Gastronomiebetriebe[1] auf dem weltweit größten Volksfest in München und können teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken. Insgesamt gibt es 14 große Festzelte (häufig auch Bierzelt genannt) auf dem regulären Wiesngelände und drei auf der Oidn Wiesn sowie 21 mittelgroße und kleine Zelte, die alle von unterschiedlichen Wiesnwirten betrieben werden. Einige Zelte gehören den ansässigen Brauereien. Die ersten Aufbauarbeiten der Zelte beginnen meist drei Monate vor der Eröffnung.[2]

Große FestzelteBearbeiten

ArmbrustschützenzeltBearbeiten

 
Armbrustschützenzelt

Das Armbrustschützenzelt gibt es seit 1895. Es hat 5830 Innen- und 1620 Außenplätze.[3] Festwirt ist Peter Inselkammer, der Bruder des Besitzers der Brauerei Aying. Zum Ausschank kommt jedoch Paulaner Bräu, da auf dem Oktoberfest ausschließlich Bier von Münchner Brauereien ausgeschenkt wird. Jedes Jahr finden im Armbrustschützenzelt traditionell die Deutschen Meisterschaften der Armbrustschützen in der Disziplin 30 Meter national statt.

Augustiner-FesthalleBearbeiten

 
Augustiner-Zelt

Die Augustiner Brauerei liefert als einzige Münchner Brauerei noch Holzfässer zum Oktoberfest. Das Zelt hat 6000 Innen- und 2500 Außenplätze.[4] Die Festwirte Manfred und Thomas Vollmer betreiben zudem zwei Augustiner-Großgaststätten in München (Landsberger Straße und Neuhauser Straße).

Pschorr-BräuroslBearbeiten

 
Bräurosl-Zelt

Die Pschorr-Bräurosl ist das Festzelt der Betreiber-Familie Heide, die auch die Großgaststätte Heide-Volm in Planegg bei München führt. In diesem Festzelt findet traditionell jedes Jahr am ersten Wiesn-Sonntag der aus einer Vereinsveranstaltung des „MLC Münchner Löwen Clubs e. V.“ hervorgegangene „Gay Sunday“ statt.

Wahrzeichen der Bräurosl sind zwei fast 20 Meter hohe Maibäume vor dem Zelt. 2004 erwartete die Wiesnbesucher ein neues Zelt mit 6000 Sitzplätzen im Zelt und 2500 im Wirtsgarten. Im Jahre 2010 hat die Bräurosl 6200 Sitzplätze im Zelt und 2200 im Wirtsgarten.[5]

Es wird Hacker-Pschorr-Bier ausgeschenkt.

Fischer-VroniBearbeiten

Die Fischer-Vroni – unter den 14 großen Zelten auf der Wiesn eines der kleineren – ist seit 1966 am Platz [6] erhielt 2006 ein neues Zelt mit Seitengalerie, welches 2011 um eine weitere Galerie über dem Haupteingang und 2013 schließlich um ein Holzfasslager erweitert wurde.[7] Es bietet 3080 Innen- und 700 Außenplätze.[8] Wie im Augustiner-Festzelt wird auch hier Augustiner-Bier vom Holzfass ausgeschenkt. Spezialität ist der Steckerlfisch, ein auf dem Spieß gegrillter Fisch. Seit einigen Jahren hat sich am zweiten Wiesn-Montag eingebürgert, dass das Zelt von Schwulen und Lesben „besetzt“ wird.

Hacker-FestzeltBearbeiten

 
Hacker-Zelt

Das 90×43 Meter große Hacker-Festzelt bietet innen Sitzplätze für 6830 Personen und weitere 2520 Plätze im Biergarten.[9] 2004 wurde das Zelt von Rolf Zehetbauer neu gestaltet, um dem Werbeslogan der Hacker-Brauerei „Himmel der Bayern“ besser gerecht zu werden. Dazu wurde die Zeltinnendecke aufwändig behängt. Zusätzlich wurde in das Bierzeltdach eine 5×5 Meter große Öffnung eingebaut, die vom Betreiber „Cabrio-Dach“ genannt wird. Die im Zeltinneren befindliche Drehbühne der Musikkapelle wurde ebenfalls erneuert. Die Kirchdorfer spielen seit 1994 als offizielle Festkapelle täglich von 12.00 bis 22.30 Uhr. Als Showact spielt täglich von 19.00 bis 20.30 die Münchner Partyband Cagey Strings. Der Festwirt vom Hacker-Festzelt ist Toni Roiderer, Sprecher der Wiesnwirte und Gastwirt in Straßlach.

HippodromBearbeiten

 
Hippodrom

Das Hippodrom wurde erstmals 1902 von Carl Gabriel als Imbiss- und Schaubude auf dem Oktoberfest aufgestellt.[10] Als Besonderheit befand sich bis in die 1970er Jahre[11] im Zelt eine Pferdereitbahn, ein Hippodrom, in dem Besucher selber reiten durften (jedoch ohne Wettkampfcharakter). Seinerzeit stand vor dem Zelt ein Rekommandeur. Im Hippodrom wurde Bier der Spaten-Franziskaner-Brauerei ausgeschenkt. Es stand direkt rechts neben dem Haupteingang. Festwirt war von 1995 bis 2013 Sepp Krätz, der Pächter der Waldwirtschaft in Großhesselohe. Die Konzession wurde ihm nach einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung, unter anderem bei der Bewirtung des Festzelts, entzogen.[12] Das Nachfolgezelt wird unter dem Namen Marstall geführt.

Im Hippodrom spielten regelmäßig Bands. Es gab 3300 Sitzplätze im Zelt und 1000 im Biergarten.[13] Die Münchner Zwietracht spielte über zehn Jahre hinweg am Abend im Hippodrom auf. Als „Stargast“ wurde Linda Jo Rizzo präsentiert.

Marstall FestzeltBearbeiten

 
Marstall

Der Marstall übernahm ab dem Oktoberfest 2014 den Platz des Hippodroms.[14] Bewirtet wird das Festzelt von der Familie Able. Der Marstall bietet 4.500 Sitzplätze im Außen- und Innenbereich sowie an der Bar. Als Brauerei fungiert, wie beim Vorgänger Hippodrom, Spatenbräu. Auch musikalisch schließt man sich an das Hippodrom an: Es spielen unter anderem Münchner Zwietracht und Die Oberbayern.[15]

Hofbräu-FestzeltBearbeiten

 
Hofbräu-Festzelt

Das Hofbräu-Festzelt ist mit seinen insgesamt knapp 10.000 Plätzen platzmäßig das größte Bierzelt auf dem Oktoberfest (6518 Sitzplätze sowie 1000 Stehplätze im Innenbereich, weitere 3022 Sitzplätze im Garten).[16]

Es wird seit 1980 von der Familie Steinberg geführt, die seit 1995 auch Pächter des Hofbräukellers ist. Unter ihrer Leitung wurden bedeutende bauliche Veränderungen im Zelt veranlasst, so dass man heute den auf dem Oktoberfest einzigen Stehbereich mit 1000 Plätzen ebenso im Hofbräu-Festzelt vorfindet, wie 12 Zentner Hopfenreben eines ganzen Hopfenfeldes, die als Dekoration genutzt werden. Das Festzelt wird auf einer Fläche von über 7.000 m² errichtet. In den gut zwei Wochen des Festes werden dort über 550.000 Liter Bier, 70.000 halbe Hähnchen, 5500 Schweinshaxn und 8500 Portionen Schweinswürstel konsumiert. 2005 wurde das Zelt etwas erweitert und erhielt eine neue Fassade.

Es ist aufgrund des weltbekannten Hofbräuhauses das mit Abstand beliebteste Zelt von Touristen und auch von vielen Prominenten.[17] Dadurch ist die Stimmung eher von Extremen geprägt.

Käfer Wiesn-SchänkeBearbeiten

Das erst seit 1971 vertretene Käfer-Zelt ist einer der kleineren Betriebe auf dem Oktoberfest. Bei der Wiesn-Schänke handelt es sich nicht um ein Zelt, sondern um ein großes Holzblockhaus im Stil eines bayrischen Bauernhofes. Das Haus bietet 1400 Gästen Platz, weitere 1900 Plätze befinden sich im Garten.[18] Als Ableger von Feinkost Käfer werden hier etwas ausgefallenere Speisen angeboten, als dies in den größeren Zelten der Fall ist. Hier sind häufig prominente Sportler, Schauspieler und andere bekannte Personen der Schickeria anzutreffen. Der Ausschank im Käfer-Zelt endet um 0:30 Uhr nachts (andere Zelte um 22:30 Uhr); es gibt auch Wein und Champagner.

Kufflers WeinzeltBearbeiten

Im Weinzelt von Roland, Doris und Stephan Kuffler wird bis 21:00 Uhr Weißbier ausgeschenkt, parallel und danach gibt es neben den üblichen alkoholfreien Getränken Wein, Sekt und Champagner mit entsprechendem Publikum. Das Zelt ist seit 1984 vertreten. Mit insgesamt 2500 Sitzplätzen gehört es zu den kleineren Zelten auf dem Oktoberfest. 2005 wurde das Weinzelt neu konstruiert; aufgebaut wird es jedes Jahr neu, während das alte Zelt im Oktober 2006 bei eBay versteigert wurde. Beliefert wird es von der Paulanerbrauerei, verschiedenen Winzern sowie der Sektkellerei Nymphenburg. Eine Besonderheit: Die langen Öffnungszeiten bis 1:00 Uhr, während die anderen Festzelte (außer Käfer) bereits um 22:30 Uhr den Ausschank beenden.

Löwenbräu-FestzeltBearbeiten

 
Löwenbräu-Festzelt

Charakteristisch an diesem Zelt mit 8515 Sitzplätzen in Zelt und Garten ist der 37 m hohe Löwenbräu-Turm mit dem beweglichen Löwen, der früher durch ein Tonband auch gesprochen hat. Unter dem Zelthimmel leuchten 16.500 Glühbirnen.[19] Hier fand an einem Tag seit 1989 (bis 2007) fast jedes Jahr die Damenwiesn statt (ein Treffen von prominenten Frauen); Initiatorin ist die Millionärin Regine Sixt.

Es ist das weltweit erste Bierzelt mit ISO-9001-Zertifikat. Die Festwirte sind Christa und Ludwig Hagn sowie Stephanie Spendler.[20]

OchsenbratereiBearbeiten

 
Ochsenbraterei

Im Festzelt Ochsenbraterei wird Spaten-Bier ausgeschenkt. Im September 1881 briet der Metzger Johann Rössler einen Ochsen am Stück erstmals auf einem Spieß auf dem Oktoberfest und bot ihn als Stehimbiss an.[21] Das Geschäft musste er 1882 einstellen, da er kein Bier ausschenken konnte. Ab 1898 war er mit seiner Ochsenbraterei wieder präsent. 1901 wurde sein 200. Ochse gebraten.

Das Zelt hat eine Grundfläche von 4200 m² und bietet 5900 Plätze (davon 1500 Plätze in den Boxen)[22]; daneben befindet sich eine Freischankfläche mit einer Fläche von 1700 m² und 1640 Plätzen. 356 Mitarbeiter arbeiten für die Ochsenbraterei (Stand 2010). Der Betrieb verfügt über 5 Schänken.

Das jetzige Zelt wurde 2017 gefertigt; die Aufbauzeit beträgt 10 Wochen, die Abbauzeit 5 Wochen.[23]

Paulaner-FestzeltBearbeiten

 
Paulaner-Festhalle (2009)

Weithin ist das Paulaner-Festzelt erkennbar am großen Turm mit einem sich drehenden, sechs Meter hohen Paulaner-Maßkrug an der Spitze. Bis 2018 führte es den Beinamen „Winzerer Fähndl“, welcher aus der Zeit stammt, als die gleichnamige Armbrustschützengilde hier ihr Hauptquartier hatte und im Zelt noch mit der Armbrust scharf geschossen wurde. Vor langen Jahren zog es die Armbrustschützen in ein seinerzeit neues Zelt, das Armbrustschützenzelt, weshalb der Beiname 2018 entfernt wurde, um Verwechslungen zu vermeiden. 2010 wurde das alte Festzelt durch[24] eine freitragende Konstruktion ersetzt, die ohne Stützsäulen im Zeltinnern auskommt.[25] Wirte sind Peter und Arabella Pongratz. Mit 40 Metern ist es das breiteste auf dem Oktoberfest und bietet rund 8450 Gästen Platz.[26] Außerdem ist es das erste Zelt auf dem Oktoberfest mit einer Bierpipeline (seit 2016).[27]

Festhalle SchottenhamelBearbeiten

 
Haupteingang zum Schottenhamel-Zelt

Die Geschichte der Festhalle Schottenhamel als gastronomischer Betrieb reicht bis 1867[28] zurück, als der Schottenhamel ein Bretterschuppen mit Platz für 50 Personen[29] hinter dem Königszelt war. 1896 ließ Michael I. Schottenhamel vom damaligen Münchner Stararchitekten Gabriel von Seidl eine prächtige Festhalle entwerfen; die Ära der Bierzeltarchitektur begann.[30]
Die heutigen Festwirte (Stand Mitte 2018) sind Michael F. und Christian Schottenhamel. Das Zelt besteht seit 1953 und hat eine Fläche von 7.000 m² mit 8.000 Plätzen[31] (zwei Galerien). Der Wirtsgarten hat 4.000 Plätze auf einer Fläche von 2.200 m².[32] Etwa 350 Personen arbeiten hier.[33] Es gibt 12 Schänken.[34] In diesem Zelt findet das traditionelle erste Anzapfen durch den amtierenden Oberbürgermeister statt. Das Zelt ist außerdem das Traditionszelt für Münchner Studentenverbindungen, was man auch an den Wappen mit Zirkeln an einer der Seitenwände erkennen kann. Die Gäste sind meist jung und die Stimmung ist meist ausgelassen.

Im Schottenhamel-Zelt wird ebenfalls Spaten-Bier ausgeschenkt. Eine Besonderheit ist die Bekleidung der weiblichen Bedienungen: klassische Servierschürzen (statt Dirndl) und Häubchen. Ebenfalls besonders sind die Bänke im Schotten; sie sind um die quadratischen Tische angeordnet und kürzer als üblich. Der Schottenhamel wird auch Das Zelt der Jugend genannt.

Schützen-FestzeltBearbeiten

 
Schützenfestzelt

Das Schützen-Festzelt gehört mit 5361 Plätzen (ca. 4300 innen und ca. 1090 außen) zu den kleineren Bierzelten. Wenn man jedoch die Grundfläche betrachtet, ist es das größte Zelt der Wiesn. Es steht gleich neben der Bavaria und damit abseits der großen „Bierstraße“. Von vielen Touristen wird es übersehen, weil der Eingang nicht unbedingt bierzelttypisch ist. Das Publikum war früher im Schnitt älter, die Atmosphäre wesentlich gemütlicher als bei den anderen, großen Zelten der Biermeile. Aufgrund der Kapelle „Die Niederalmer“, die abends vorwiegend Rock und Pop spielt, und somit die Stimmung anheizt, wurde in den letzten Jahren das Publikum aber auch hier immer jünger, und somit ist das Schützen-Festzelt neben dem Hacker-Zelt und dem Schottenhamel der Treffpunkt der Münchner Jugend.

Als eines der ältesten Zelte auf dem Oktoberfest kann man hier noch eine Besonderheit finden: An 110 Schießständen findet hier das Oktoberfest-Landesschießen der Sportschützen statt. Das Schützen-Festzelt ist für seinen Geranienbalkon berühmt. Die Festwirte sind Claudia und Eduard Reinbold. Die Spezialität des Zeltes sind in Malzbier gebratene Spanferkel.

Kleinere FestzelteBearbeiten

Außer den 14 großen Festzelten gibt es noch kleinere Zelte, hauptsächlich Hühnerbratereien wie Wienerwald, Cafe Kaiserschmarrn (Rischart), Vinzenzmurr, Poschners, Heimer, Cafe Mohrenkopf, Bodos-Cafézelt, das Wirtshaus im Schichtl und die Ammer Hühner – und Entenbraterei, die seit dem Jahr 2000 lediglich Bio-Produkte verkauft.[35]

Zahlen und DatenBearbeiten

Große FestzelteBearbeiten

Die wichtigsten Daten der Wiesn-Festzelte sind:

Zelt erstmals
vertreten
Sitzplätze
gesamt
Sitzplätze
innen
Sitzplätze
außen
Bierpreis 2019
(pro Maß)[36]
Festwirt Brauerei Musik
Armbrustschützenzelt 1895 7420 5820 1600 11,70 Familie Peter Inselkammer Paulaner Platzl-Oktoberfestkapelle (Manfred Leopold & Andreas Stauber)
Augustiner-Festhalle 1898 8500 6000 2500 11,40 Manfred Vollmer & Thomas Vollmer Augustiner-Bräu Augustiner Oktoberfestkapelle (Reinhard Hagitte)
Pschorr-Bräurosl 1902 8250 6490 1760 11,80 Georg Heide & Renate Heide Hacker-Pschorr Gesang der Bräurosl, Ludwig-Thoma-Musikanten, Südtiroler Spitzbuam
Fischer-Vroni 1904 3862 3162 700 11,70 Johann Stadtmüller & Silvia Stadtmüller Augustiner-Bräu Sepp Folger und seine Münchner Musikanten
Hacker-Festzelt 1907 9378 6838 2540 11,80 Christl Roiderer & Toni Roiderer Hacker-Pschorr Die Kirchdorfer, Cagey Strings Rock’n’Roll Band
Hofbräu-Festzelt 1955 9051 6017 3034 11,70 Margot Steinberg & Günter Steinberg Hofbräu München Kapelle Alois Altmann und seine Isarspatzen
Käfer Wiesn-Schänke 1971 3413 1383 2030 11,80 Michael Käfer & Clarissa Käfer Paulaner Martl Sax Band, Hansi und die Käfergang, Gerry & Gary, Dreirad, The Speedos
Kufflers Weinzelt 1984 2500 1920 580 Roland Kuffler, Doris Kuffler & Stephan Kuffler Paulaner Högl Fun Band, Blechblos’n, Sumpfkröten und Pongau Power, Teufelsgeiger
Löwenbräu-Festzelt 1910 8500 5700 2800 11,80 Stephanie Spendler Löwenbräu Bert Hansmeiers Heldensteiner
Marstall Festzelt 2014 4082 3200 882 11,80 Siegfried Able & Sabine Able Spatenbräu Pepi Kugler Band, Münchner Zwietracht
Ochsenbraterei 1881 7546 5900 1646 11,50 Annelies Haberl & Antje Schneider Spatenbräu Blaskapelle Mathias Achatz, Die Pucher
Paulaner-Festzelt 1898 8365 6385 1980 11,80 Arabella Schörghuber & Peter Pongratz Paulaner Die Nockherberger (Konrad Aigner), Nachtstark
Festhalle Schottenhamel 1867 9030 6288 2742 11,75 Christian Schottenhamel & Michael Schottenhamel Spatenbräu Kapelle Otto Schwarzfischer
Schützen-Festzelt 1876 6158 4923 1235 11,80 Familie Eduard Reinbold Löwenbräu Walter Bankhammer und die Niederalmer
Insgesamt 96.055 70.026 26.029

Kleinere FestzelteBearbeiten

Neben den großen Festzelten gibt es auch 21 mittlere und kleine Zelte.

Zelt erstmals
vertreten
Sitzplätze
gesamt
Sitzplätze
innen
Sitzplätze
außen
Bierpreis 2019
(pro Maß)[37]
Festwirt Brauerei
Ammer Hühner- und Entenbraterei 1885 937 465 472 11,50 Josef Schmidbauer Augustiner-Bräu
Bodos Cafézelt 479 479 Otto Lindinger
Café Kaiserschmarrn 2007 315 315 Gerhard Müller-Rischart & Magnus Müller-Rischart
Café Mohrenkopf 1950 420 420 Katharina Wiemes
Feisingers Kas- und Weinstubn 160 100 60 Rosemarie Feisinger & Max Feisinger
Fisch-Bäda 181 133 48 11,40 Peter Lingnau Hacker-Pschorr
Glöckle Wirt 256 226 30 11,50 Familie Hanns-Werner Glöckle Spatenbräu
Goldener Hahn 361 304 57 11,70 Familie Josef Able Spatenbräu
Heimer Enten- und Hühnerbraterei 346 346 11,30 Ignaz Schmid Hacker-Pschorr
Heinz Wurst- und Hühnerbraterei 1906 384 384 11,40 Petra Brenner, Alexander Brenner & Herbert Heilmaier Paulaner
Hochreiters Haxnbraterei 1979 250 250 11,35 Dieter Hochreiter & Christl Hochreiter Löwenbräu
Kalbsbraterei 2014 300 300 11,65 Erich Hochreiter & Jacqueline Hochreiter Löwenbräu
Münchner Knödelei 2002 799 399 400 11,30 Florian Oberndorfer & Bettina Oberndorfer Paulaner
Poschner’s Hühner- und Entenbraterei 1934 400 400 11,80 Berni Luff Hacker-Pschorr
Schiebl’s Kaffeehaferl 60 60 Thomas Schiebl & Valerie Schiebl
Vinzenzmurr Metzger Stubn 130 130 11,30 Familie Brandl Paulaner
Wiesn Guglhupf 2006 60 60 Marc Eisenbarth
Wildstuben 751 751 11,65 Trudi Renoldi Augustiner-Bräu
Wirtshaus im Schichtl 2006 213 213 11,40 Manfred Schauer Spatenbräu
Zum Stiftl 440 440 11,50 Familie Lorenz Stiftl Paulaner, Hacker-Pschorr
Zur Bratwurst 797 558 239 11,70 Werner Hochreiter Augustiner-Bräu
Insgesamt 8039 6733 1306

Vergabe der FestzeltkonzessionenBearbeiten

Die großen Wiesn-Festhallen werden vergeben von der Schörghuber-Gruppe (Paulaner-, Hacker- und Pschorrbräu), von der Löwen- und Spatenbrauerei, vom privaten Augustinerbräu und vom staatlichen Hofbräu. Entsprechend ihrer Größe hat jede Brauerei mehrere Festzelte pro Braustätte und dafür die Festwirte vorzuschlagen – sofern das Zelt nicht von anderen geführt wird, etwa von der Armbrustschützengilde (mit Paulaner) oder vom Schützenverband (mit Löwenbräu-Bier).

Jede Brauerei hat für die von ihr geführten Wiesnzelte das Vorschlagsrecht für den Festwirt mit mindestens zwei Alternativen. Neben der allgemeinen Berufsqualifikation für die Führung eines gastronomischen Betriebes dieser Größe und der notwendigen Erfahrung muss sich der Bewerber für ein Wiesn-Festzelt als zuverlässig erwiesen haben und persönlich unbescholten sein. Das heißt: Er darf sich vorher keine Verstöße gegen Gewerbeordnung, Lebensmittelrecht, Steuerrecht, Ausländerrecht oder andere Gesetze zuschulden kommen lassen.

Die Vorschläge werden dem Wirtschaftsreferenten der Stadtverwaltung München vorgetragen, der wiederum das Vorschlagsrecht gegenüber dem Wirtschaftsausschuss des Stadtrates innehat und eine erste Prüfung der Bewerber vornimmt. Aufgrund seiner Vorschläge trifft letztlich der Wiesnausschuss des Stadtrates die Entscheidung. Die Vergabe verläuft in der Regel nach dem Prinzip „gut und bewährt“, das dazu führt, dass die Konzessionen jedes Jahr an dieselbe handverlesene Gruppe von Wirten vergeben werden. Diese Politik geht bis hin zur Vergabe nach Geburtsrecht beim altersbedingten Ausscheiden eines Wirtes. So kam es beispielsweise im Jahr 2001 im Pschorr-Festzelt „Bräurosl“ zur Übergabe vom damals 82-jährigen Willy Heide auf seinen Sohn Georg. Wirtschaftsreferent Reinhold Wieczorek erklärte damals, dass er dem Stadtrat diesen Generationenwechsel innerhalb der angesehenen Wirtefamilie Heide empfehlen kann.

SitzplätzeBearbeiten

 
Anordnung der Tische und Bänke im Schottenhamel-Festzelt

Grundsätzlich findet kein Stehausschank (Stehmaß) statt. Ausnahme ist das Hofbräu-Festzelt, wo es Stehtische gibt. Die Anordnung der Biergarnituren ist in der Regel in Reihen gelöst. Dies ist jedoch nicht der Fall im Schottenhamel-Festzelt (siehe Abbildung) und in der Käfers Wiesn-Schänke, wo quadratische Tische aufgestellt sind; vereinzelt ist dies auch im Nymphenburg-Sekt-Zelt der Fall. Als Sitze sind Bierbänke sehr verbreitet, wobei im Käfer vereinzelt auch Stühle vorhanden sind.

Im Außenbereich wird die Musik der Kapelle per Lautsprecher übertragen. In keinem Gastronomiebetrieb mit Sitzgelegenheit wird Musik von Tonträgern abgespielt. Überdachungen im Außenbereich sind erst seit 2007 erlaubt, finden aber wegen der strengen Vorschrift bei Brandschutz noch keine Anwendung.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. kurier.at: Oktoberfest: 5 kulinarische Fakten über die Wiesn, kurier.at, abgerufen am 3. Oktober 2019
  2. oktoberfest-live.de: So wächst die Wiesn: Bilder vom Aufbau, abgerufen am 31. Juli 2014
  3. http://www.armbrustschuetzenzelt.de/ Das Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfest, Aufgerufen am 19. September 2010
  4. https://www.augustiner-braeu.de/oktoberfest/festzelte.html Aufgerufen am 4. Oktober 2019
  5. Oktoberfest-Zelt: Bräurosl (Memento vom 22. Dezember 2015 im Webarchiv archive.today)
  6. http://www.fischer-vroni.de/index.php/fischer_vroni_geschichte_de.html
  7. Die Fischer-Vroni auf der Wiesn, Aufgerufen am 16. Januar 2014
  8. Das Fischer-Vroni Festzelt (Memento vom 18. September 2010 im Internet Archive)
  9. https://hacker-festzelt.de/ Aufgerufen am 4. Oktober 2019
  10. http://www.hippodrom-oktoberfest.de/de/wiesn/hippodrom/festzelt/ Aufgerufen am 26. September 2012
  11. Aktenzeichen XY… ungelöst 1971
  12. Urteil gegen Wiesn-Wirt. Archiviert vom Original am 17. März 2014; abgerufen am 28. März 2014.
  13. http://www.hippodrom-oktoberfest.de/de/wiesn/hippodrom/faq/#faq22 Aufgerufen am 19. September 2010
  14. Oktoberfest: Siegfried Able wird neuer Wiesnwirt, Süddeutsche Zeitung, 28. April 2014
  15. https://www.marstall-oktoberfest.de/festzelt.htm Aufgerufen am 4. Oktober 2019
  16. https://www.hb-festzelt.de/festzelt/fakten.html Aufgerufen am 4. Oktober 2019
  17. Das richtige Wiesn-Zelt für jeden (Memento vom 4. September 2010 im Internet Archive), RP Online, 1. September 2010
  18. Archivlink (Memento vom 27. August 2011 im Internet Archive) Aufgerufen am 19. September 2010
  19. http://www.loewenbraeu-festzelt.info/index.htm (Memento vom 7. Oktober 2010 im Internet Archive)
  20. www.loewenbraeu-festzelt.info Willkommen im Löwenbräu-Festzelt. Aufgerufen am 19. September 2010.
  21. https://www.ochsenbraterei.de/ochsenbraterei#Historie Aufgerufen am 4. Oktober 2019
  22. https://www.oktoberfest.de/de/article/Zelte/gro%C3%9Fe+Zelte/Ochsenbraterei+%28Spatenbr%C3%A4u-Festhalle%29/193//
  23. www.ochsenbraterei.de (Memento vom 28. September 2011 im Internet Archive) Die Ochsenbraterei in Zahlen Aufgerufen am 4. Oktober 2019.
  24. Winzerer Fähndl. In: Oktoberfest.de. Abgerufen am 28. September 2016.
  25. Paulaner Brauerei München : Oktoberfest 2010 (Memento vom 15. September 2010 im Internet Archive) Aufgerufen am 19. September 2010
  26. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oktoberfest-winzerer-faehndl-die-erste-bierpipeline-der-welt.6a8164f7-27ff-4537-9f72-eddbad90b524.html
  27. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oktoberfest-winzerer-faehndl-die-erste-bierpipeline-der-welt.6a8164f7-27ff-4537-9f72-eddbad90b524.html
  28. http://www.festzelt.schottenhamel.de/de/festzelt/geschichte/
  29. https://www.oktoberfest-live.de/festzelte/schottenhamel-festhalle-ort397841/
  30. Amadeus Danesitz: Festhalle Schottenhamel - 150 Jahre Oktoberfestgeschichte. MünchenVerlag 2017, ISBN 978-3-7630-4048-3.
  31. www.oktoberfest-live.de
  32. oktoberfest-live.de: Schottenhamel, Aufgerufen am 6. September 2012
  33. https://www.oktoberfest-live.de/festzelte/schottenhamel-festhalle-ort397841/
  34. https://www.oktoberfest-live.de/festzelte/schottenhamel-festhalle-ort397841/
  35. "Das Bio-Festzelt auf der Wiesn", seniorbook im August 2013
  36. oktoberfest.de: Der offizielle Bierpreis 2019 auf dem Oktoberfest, abgerufen am 26. September 2019
  37. oktoberfest.de: Prost! Das sind die Bierpreise fürs Oktoberfest 2019, abgerufen am 26. September 2019