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Ferrovie dello Stato Italiane

staatliche Eisenbahngesellschaft von Italien
(Weitergeleitet von Ferrovie dello Stato)
Ferrovie dello Stato Italiane S.p.A.

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Rechtsform Società per azioni
Gründung 22. April 1905
Sitz Rom, ItalienItalien Italien
Leitung
  • Gianfranco Battisti, CEO
Mitarbeiterzahl 82.944 (2018)[2]
Umsatz 12,08 Mrd. EUR (2018)[2]
Branche Verkehr, Logistik
Website www.fsitaliane.it

Die Ferrovie dello Stato Italiane (FS) (deutsch Italienische Staatseisenbahnen) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft Italiens mit Sitz in Rom.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Sitz der Ferrovie dello Stato Italiane in Rom

Die Ferrovie dello Stato entstanden mit dem Gesetz Nr. 137 vom 22. April 1905. Damit übernahm der italienische Staat die drei größten Eisenbahngesellschaften des Landes und die öffentliche Hand erhielt die Direktive für die Teile der italienischen Eisenbahnen, welche noch nicht an private Gesellschaften überlassen wurden. Am 15. Juni desselben Jahres wurden per Dekret die Ferrovie dello Stato ins Leben gerufen, die ihrerseits der Verwaltung durch das Ministerium für öffentliche Arbeiten unterstellt wurde.

Den neugegründeten FS wurden die Eisenbahngesellschaften unterstellt, die sich nicht in privatem Besitz befanden. Dies betraf insbesondere die:

  • Società Italiana per le strade ferrate meridionali (SFM), Betreiber der Rete Adriatica (RA), mit zuletzt 5.602 km Strecken in der Lombardei, Venetien und dem Bereich der Adria-Küste
  • Società per le Strade Ferrate del Mediterraneo, Betreiber der Rete Mediterranea (RM), mit zuletzt 5.765 km Strecken in Piemont und der Südwestküste
  • Società per le Strade Ferrate della Sicilia, Betreiber der Rete Sicula (RS), mit zuletzt 1.093 km Strecken auf Sizilien.

1906 verkauften die FS das private Netz der SFM (Adriabahn mit mehreren Zweiglinien).

Anfang 1998 gründeten die FS mit Italiana Transporti Ferroviaria ein Tochterunternehmen für den IC- und Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die Staatsbahn hielt dabei einen Anteil von 51 Prozent an der Gesellschaft, die übrigen 49 Prozent ein Konsortium von acht Banken.[3]

Ein Konsortium von FS und des französisch-luxemburgischen Finanzinvestors Cube Infrastructure kaufte Anfang Dezember 2010 von der Deutschen Bahn die Arriva Deutschland,[4] die anschließend den Namen Netinera erhielt.

Wegen der Behinderung des Marktzugangs des Konkurrenten Arenaways verurteilte die italienische Kartellbehörde am 25. Juli 2012 die für den Verkehr verantwortliche FS-Tochtergesellschaft Trenitalia und die für die Infrastruktur zuständige Rete Ferroviaria Italiana zu Geldstrafen.[5]

StrukturBearbeiten

 
Trenitalia Frecciarossa ETR 500 im Bahnhof Milano Centrale

Im Jahr 2000 erfolgte eine Aufteilung in einzelne Betriebsgesellschaften. Die Ferrovie dello Stato Italiane haben heute die folgenden Tochtergesellschaften:

  • Fercredit: Finanzdienstleistungen
  • Busitalia betreibt unter anderem das überregionale Autobus-Netz SITA.
  • Centostazioni ist Betreiber der 103 mittelgroßen Bahnhöfe in Italien.
  • Netinera, früher Arriva Deutschland, ist nach der Deutschen Bahn und der Transdev GmbH das drittgrößte Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland.
  • TrainOSE, griechisches Eisenbahnverkehrsunternehmen

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ferrovie dello Stato – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. fsitaliane.it – Organi sociali
  2. a b fsitaliane.it - FS Italiane Group and Ferrovie dello Stato Italiane S.p.A. 2018 Annual Report Highlights
  3. Meldung Italiana Transporti Ferroviaria. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4, 1998, ISSN 1421-2811, S. 157
  4. Arriva Deutschland-Gruppe fristgerecht verkauft. Deutsche Bahn, 8. Dezember 2010, abgerufen am 14. April 2011.
  5. Trasporto ferroviario: gruppo FS ha abusato della propria posizione dominante per ostacolare l’ingresso della società Arenaways nel trasporto ferroviario passeggeri. (Nicht mehr online verfügbar.) L'Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato, 9. August 2012, archiviert vom Original am 18. April 2015; abgerufen am 12. August 2012 (italienisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agcm.it