Ferrette

französische Gemeinde

Ferrette (deutsch Pfirt) ist eine französische Gemeinde mit 770 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Altkirch und zum Kanton Altkirch und zum Gemeindeverband Sundgau.

Ferrette
Pfirt
Wappen von Ferrette
Ferrette (Frankreich)
Ferrette
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Altkirch
Kanton Altkirch
Gemeindeverband Sundgau
Koordinaten 47° 30′ N, 7° 19′ OKoordinaten: 47° 30′ N, 7° 19′ O
Höhe 429–640 m
Fläche 1,96 km²
Einwohner 770 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 393 Einw./km²
Postleitzahl 68480
INSEE-Code
Website http://www.ferrette.fr

Ruinen der Burg Hohenpfirt

GeografieBearbeiten

Im Norden und Westen liegt die Gemeinde Vieux-Ferrette und im Süden und im Osten Bouxwiller. In Ferrette beginnt der Sentier Interregio, ein interkommunaler Wanderweg, der anschließend das südwestlich liegende Sondersdorf passiert. Außerdem grenzt die Gemeinde im Süden an Ligsdorf und im Südwesten an Bendorf.

Südlich der Ortsmitte liegt der Weiler Bergmatten.

GeschichteBearbeiten

Die heutige Siedlung, die den Namen Ferrette trägt, entstand ungefähr vor 900 Jahren.

Pfirt war der Hauptort der Grafschaft Pfirt. Im Dreißigjährigen Krieg ging diese über Ludwig XIV. an Kardinal Mazarin über. Später wurde die Siedlung vom Hause Grimaldi aus Monaco regiert. Die Fürsten von Monaco nennen sich noch heute Grafen von Pfirt. Im Jahr 2006 war Albert II. von Monaco zu Gast. Unter den regelmäßigen Gästen war auch Otto von Habsburg.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ferrette als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Altkirch im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Zur Herkunft des Ortsnamens siehe Vieux-Ferrette.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2004 2007 2016
Einwohner 508[1] 708 798 783 727 863 1020 1041 999 687

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Das ochsenblutrote Renaissance-Rathaus (Hôtel de Ville) stammt aus dem Jahr 1570 und ist seit 1996 als Monument historique eingetragen
  • Die Burgruine Hohenpfirt steht auf 611 m. ü. NN. östlich von Ferrette. Sie stammt aus der Zeit der Habsburger und wurde erbaut ab 1125. Auch Kardinal Mazarin und die Grimaldis residierten hier. Sie wurde von revoltierenden Bauern 1789 niedergebrannt. Seit 1930 ist die Ruine Monument historique.

Sohn von PfirtBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 399–403.

WeblinksBearbeiten

Commons: Ferrette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Altkirch