Felix K. Maier

deutscher Althistoriker und Altphilologe

Felix Klaus Maier (* 2. Oktober 1981 in Villingen-Schwenningen) ist ein deutscher Althistoriker und Altphilologe. Er ist Stipendiat des Heisenberg-Programmes der Deutschen Forschungsgemeinschaft und derzeit Mitarbeiter der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und ForschungBearbeiten

Maier erwarb 2001 am Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen sein Abitur, leistete bis 2002 den Grundwehrdienst ab und studierte anschließend an den Universitäten Eichstätt, Freiburg und Oxford. 2008 legte er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg das Staatsexamen in den Fächern lateinische Philologie, Geschichte und griechische Philologie ab.[1]

Im Jahre 2011 wurde Maier mit der von Hans-Joachim Gehrke betreuten Arbeit „Überall mit dem Unerwarteten rechnen“ – Die Kontingenz historischer Prozesse bei Polybios in Alter Geschichte promoviert. Die Dissertation wurde mit mehreren Preisen, darunter dem Walter-Witzenmann-Preis, ausgezeichnet und 2012 in der angesehenen Reihe Vestigia publiziert.[2][3] Im gleichen Jahr wurde Maier zum Nachwuchskollegiaten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ernannt.

2015 erfolgte die Habilitation mit der 2019 publizierten Schrift Vom Krieger zum Sieger – Die Kaiser und das imperator-Dilemma im 4. Jh. n. Chr., für die Maier eine doppelte venia legendi in den Fächern Alte Geschichte und Klassische Philologie verliehen wurde.[4] Im Anschluss war Maier bis 2017 wissenschaftlicher Assistent in Freiburg, dazwischen Visiting Scholar am Department of Classics and Ancient History der University of Durham.[5]

Nachdem Maier in den Jahren 2016 und 2017 Lehrstühle für Alte Geschichte an den Universitäten Freiburg (Peter Eich), Tübingen (Sebastian Schmid-Hofner) und Frankfurt (Hartmut Leppin) vertreten hatte, erhielt er ein fünfjähriges DFG-gefördertes Heisenberg-Stipendium, das er seit 2018 an der Universität Würzburg wahrnimmt.

Seit 2017 ist Maier gemeinsam mit Hans-Joachim Gehrke Herausgeber der geographischen Autoren innerhalb der Fragmente der griechischen Historiker.[6]

Zu Maiers Forschungsschwerpunkten gehören die griechische und römische Historiographie, antike Zeit- und Raumvorstellungen, das Kaisertum der Spätantike, die Eskalationsanalyse militärischer Konflikte sowie die Digital Classics.

SchriftenBearbeiten

Monographien

  • „Überall mit dem Unerwarteten rechnen“ – Die Kontingenz historischer Prozesse bei Polybios. (= Vestigia. Band 65). Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-64171-8. (Zugleich: Dissertation, Freiburg im Breisgau 2008.)
  • Palastrevolution. Der Weg zum hauptstädtischen Kaisertum im Römischen Reich des vierten Jahrhunderts (= Antike Imperien. Band 1). Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 978-3-506-79241-9. (Zugleich: Habilitationsschrift, Freiburg im Breisgau 2015.)

Herausgeberschaften

  • mit Thomas Blank: Die symphonischen Schwestern – Konstruktionen von Wahrheit in der nachklassischen Geschichtsschreibung, Franz Steiner, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-515-11838-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Maier - Institut für Geschichte. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  2. Gerhard-Ritter-Preis – Zentrale Universitätsverwaltung. Abgerufen am 20. Juni 2018.
  3. Walter-Preis. Abgerufen am 25. Juni 2019. sowie zu haw.uni-heidelberg.de
  4. Lebenslauf Maier (PDF).
  5. Alte Geschichte Uni Würzburg. Abgerufen am 5. Juli 2019.
  6. Fragmente griechischer Historiker. Abgerufen am 29. Juni 2019.