Hauptmenü öffnen

Feldwebelanwärter-/Unteroffizieranwärterbataillon

Verbandsabzeichen der den FA/UA-Btl übergeordneten Unteroffizierschule des Heeres

Die Feldwebelanwärter-/Unteroffizieranwärterbataillone (FA/UA-Btl) der Bundeswehr in Sondershausen (FA/UA-Btl 1),[1] Celle (FA/UA-Btl 2) und Altenstadt (FA/UA-Btl 3) sind die drei Ausbildungsverbände für Unteroffizier- und Feldwebelanwärter des Heeres. Seit Januar 2014 erfolgt die Grundlagenausbildung des Unteroffizier- und Feldwebelnachwuchses des Heeres weitestgehend bei diesen drei Bataillonen.

Eine Ausnahme bildet die Fallschirmjägertruppe, die ihren Nachwuchs im Rahmen des Kommandofeldwebelanwärterprogramms weiterhin in der SpezialAusbildungskompanie 209 in Pfullendorf ausbildet. Gewissermaßen ebenfalls eine Ausnahme ist die Feldjägertruppe, die zwar nicht dem Heer, sondern der Streitkräftebasis angehört, der aber mitunter Heeresuniformträger unterstehen. Diese werden an der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover ausgebildet.

Die Aufstellung der Bataillone erfolgte ab dem 1. Juli 2013. Ihre Indienststellung (mit Verleihung der Truppenfahnen) erfolgte im Dezember 2013.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung/UnterstellungBearbeiten

Die Feldwebelanwärter-/Unteroffizieranwärterbataillone gehören zum Organisationsbereich des Ausbildungskommando Heer und waren bei ihrer Aufstellung einer der Schulen des Heeres bzw. einem der Zentren des Heeres angegliedert.

Im Einzelnen unterstanden:

Seit dem 1. Juli 2016 sind die FA/UA-Btl der Unteroffizierschule des Heeres direkt unterstellt.

Bei der Gliederung der Bataillone, die sich von der üblichen Gliederung der Bataillone im Heer unterscheidet, orientierte man sich an den Offizieranwärterbataillonen (OA-Btl), die im Rahmen der Umstrukturierung der Offizierausbildung im Jahr 2006 aufgestellt wurden.[2] An der Spitze der FA/UA-Btl steht die Bataillonsführungsgruppe. Diese besteht aus dem Bataillonskommandeur im Dienstgrad Oberstleutnant sowie den Stabsabteilungen S1 (Personal), S2 (Militärisches Nachrichtenwesen), S3 (Planung/Organisation/Ausbildung) sowie S4 (Logistik).

Dem Kommandeur unterstehen zwei Kompanien. Jede der Kompanien wird durch einen Kompaniechef im Dienstgrad Major[3] geführt, dem eine Kompanieführungsgruppe sowie jeweils bis zu fünf Züge unterstehen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Kompanien im Heer, bei denen nur der erste von zwei bzw. drei Zügen oder die ersten beiden von vier Zügen von einem Offizier geführt werden, sind in den FA/UA-Btl alle Zugführer Offiziere, meist im Dienstgrad Oberleutnant. Den ersten Zug führt in der Regel ein Hauptmann, der gleichzeitig stellvertretender Kompaniechef ist.

Weiter unterstehen den Kompanien Stationsfeldwebel im Dienstgrad Hauptfeldwebel, die mitunter den einzelnen Zügen zugeordnet werden und dort als stellvertretende Zugführer fungieren. Jedem Zugführer unterstehen außerdem vier Gruppen, die von Unteroffizieren mit Feldwebeldienstgrad geführt werden sowie jeweils ein Zugsoldat mit Mannschaftsdienstgrad.

Uniform und AbzeichenBearbeiten

Die Soldaten der Feldwebelanwärter-/Unteroffizieranwärterbataillone tragen die Uniformen des Heeres der deutschen Bundeswehr nach der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) 37/10. Sie tragen einheitlich das marineblaue Barett mit dem Barettabzeichen ihrer jeweiligen Truppengattung. Erst ab Beginn ihrer truppengattungsspezifischen Ausbildung erhalten sie das Barett in der jeweils vorgeschriebenen Farbe. Angehörige der Gebirgsjägertruppe tragen das marineblaue Barett mit dem Barettabzeichen der Jägertruppe. Am linken Oberarm des Dienstanzugs tragen die Soldaten das Abzeichen der dem jeweiligen Bataillon übergeordneten Dienststelle. Es zeigt immer zwei gekreuzte Schwerter als Symbol für das Heer auf rotem Grund, sowie ein "S" als Zeichen für eine Truppenschule. Es entspricht damit bis auf das "S" in der Grundform dem Wappen des Heeresamtes. Umrandet ist das Abzeichen gemäß der Waffenfarbe der zur jeweiligen Schule passenden Truppengattung.

Die internen Verbandsabzeichen der Bataillone selbst werden in Form eines Brustanhängers an der rechten Brusttasche des Dienstanzugs oder als Aufnäher mit Klett am rechten Oberarm des Feldanzugs getragen:

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kyffhäuser Nachrichten: DAS EINRÜCKEN HAT BEGONNEN. Abgerufen am 2. Januar 2014.
  2. Kyffhäuser Nachrichten: Chancen der Bundeswehrreform nutzen. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Ronald Rogge: Der Chef wird Major. In: y-punkt.de. 13. August 2013, abgerufen am 1. September 2013.