Fehraltorf

Gemeinde in der Schweiz
Fehraltorf
Wappen von Fehraltorf
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0172i1f3f4
Postleitzahl: 8320
UN/LOCODE: CH FTF
Koordinaten: 699393 / 249229Koordinaten: 47° 23′ 11″ N, 8° 45′ 18″ O; CH1903: 699393 / 249229
Höhe: 530 m ü. M.
Fläche: 9,54 km²
Einwohner: 6435 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 664 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
18,6 % (31. Dezember 2018)[2]
Gemeindepräsident: Wilfried Ott (SVP)
Website: www.fehraltorf.ch
Blick auf Fehraltorf von Westen her

Blick auf Fehraltorf von Westen her

Lage der Gemeinde
GreifenseePfäffikerseeKanton St. GallenKanton ThurgauBezirk BülachBezirk HinwilBezirk MeilenBezirk UsterBezirk WinterthurBaumaFehraltorfHittnauIllnau-EffretikonLindau ZHPfäffikon ZHRussikonWeisslingenWilaWildberg ZHKarte von Fehraltorf
Über dieses Bild
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Fehraltorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Kantons Zürich in der Schweiz.

WappenBearbeiten

Blasonierung

Gespalten von Blau und Silber mit einer Lilie verwechselter Farbe, bewinkelt links von zwei silbernen Rosen, rechts von zwei blauen Sternen

GeographieBearbeiten

Das Strassendorf liegt im Kempttal nordwestlich von Pfäffikon. Die Landschaft ist flach mit eingestreuten Hügeln. Von der Gemeindefläche dienen 56,1 % der Landwirtschaft, 27,1 % ist mit Wald bedeckt, 5,6 % ist Verkehrsfläche und 10,3 % Siedlungsgebiet, 0,7 % sind Gewässer. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf 610 m ü. M., der tiefste Punkt auf 514 m ü. M.

GeschichteBearbeiten

In der Gegend um Fehraltorf zeugen archäologische Funde von der Späten Bronzezeit ausgehend auf eine durchgehende Besiedelung hin.

In den 530er-Jahren kam Fehraltorf zusammen mit der Nordschweiz zum Merowingerreich; davon zeugen Grabbeigaben in den 57 Gräbern, welche 2015 freigelegt wurden.[3]

Mindestens seit 745 bewohnten die Alemannen das Gebiet. Im Mittelalter wurde die Siedlung Altorff bzw. Altdorf oder Rüeggisaltorf bzw. Rüedgersaltorf genannt; der Name Fehraltorf (fehr = fern) entstand zur besseren Unterscheidung gegenüber Mönchaltorf, welche beide dem Kloster Rüti zinspflichtig waren. Im 15. Jahrhundert kam die Gerichtsbarkeit unter der Landvogtei Kyburg in den Besitz der Stadt Zürich.

1787 war ein Viertel der ansonsten vor allem Ackerbau betreibenden Bevölkerung in der Baumwoll-Heimindustrie beschäftigt. 1798 wurde Fehraltorf Hauptort eines gleichnamigen Distriktes, über Umwege gehört das Dorf seit 1831 zum Bezirk Pfäffikon. Der Einfluss der Industrialisierung blieb vergleichsweise gering.

Mit dem in den 1960ern beginnenden Bauboom wuchs Fehraltorf immer enger mit dem Grossraum Zürich zusammen und gewann an Bevölkerung und wirtschaftlicher Bedeutung.[4]

BevölkerungBearbeiten

 
Historisches Luftbild von 1920, aufgenommen von Walter Mittelholzer
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1467 190
1634 341
1733 800
1850 1014
1860 1081
1900 938
1910 910
1930 1023
1950 1136
1980 2486
2000 4687
2009 5670
2015 6309

PolitikBearbeiten

Bei den Nationalratswahlen 2007 erhielt die SVP 39,6 %, die SP 17,7 %, die FDP 16,9 %, die Grüne 9,9 %, die CVP 4,0 %, und die EVP 4,0 % der Wählerstimmen aus Fehraltorf.[5]

Der Gemeinderat besteht aus Wilfried Ott (SVP)(Gemeindepräsident), Anton Muff (DGF),[6] Fritz Schmid (parteilos), Walter Schweizer (DGF), Walter Egli (SVP) und Christian Wegmüller (FDP).[7]

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde ist seit dem 3. Mai 1876 mit der Eröffnung der Bahnstrecke Effretikon–Hinwil durch die Eisenbahngesellschaft Effretikon–Pfäffikon–Hinwil (EH) durch den Bahnhof Fehraltorf an das schweizerische Eisenbahnnetz angeschlossen. Die S-Bahn Zürich bedient den Bahnhof mit der Linie S 3 (Bülach –) HardbrückeZürich HBStadelhofenEffretikonWetzikon . Zusätzlich fährt seit dem 13. Dezember 2015 die S 19 (KoblenzBaden –) DietikonZürich HBWallisellenEffretikon (– Pfäffikon ZH) zu Stosszeiten durch Fehraltorf.

Der Verein Flugsportgruppe Zürich Oberland betreibt den Flugplatz Speck-Fehraltorf.

SchulenBearbeiten

In der Gemeinde Fehraltorf befinden sich 8 Kindergärten, eine Primarschule und eine Sekundarschule.[8] Die Anzahl der Schüler hat sich seit 1960 fast verfünffacht (1960: 157; 1990: 575; 2012:640; 2017: 740).[9]

SportvereineBearbeiten

Fehraltorf ist die Heimat des 1930 gegründeten Fussballvereins FC Fehraltorf, dessen höchstklassierte Mannschaften in der 3. Liga spielen.[10] Das Herrenteam der Handball-Spielgemeinschaft Pfäffikon-Fehraltorf tritt in der 4. Liga an.[11] Im Turnsektor gibt es unter anderem den Turnverein Fehraltorf.[12]

PersönlichkeitenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Brüngger. Fehraltorf im Wandel der Jahrhunderte. Pfäffikon, Buch- und Kunstdruckerei A. Peter, 1933.
  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 66). ISBN 3-7643-0991-1. S. 56–75.
  • Fehraltorf: Ein kultureller Querschnitt. Hg. Gemeinde Fehraltorf. 1984.
  • Beat Frei. Fehraltorf im Umbruch 1900-2000. Fehraltorf 2000.

WeblinksBearbeiten

Commons: Fehraltorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  3. Frühmittelalterlicher Friedhof in Fehraltorf ausgegraben. Medienmitteilung der Baudirektion des Kantons Zürich vom 14. Januar 2016.
  4. Ueli Müller: Fehraltorf. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  5. Statistische Daten des Kantons zur Gemeinde Fehraltorf
  6. http://www.dgf.ch
  7. Gemeinderat Fehraltorf In: Zürcher Oberländer. 30. März 2014. Abgerufen am 30. März 2014.
  8. schulefehraltorf.ch: Schule. Abgerufen am 11. März 2011.
  9. http://www.fehraltorf.ch/index.php?page=9017
  10. football.ch: FC Fehraltorf. (Memento des Originals vom 12. März 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.football.ch
  11. handball.ch: Spielplan M4-02, 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/vvs.handball.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. fehraltorf.ch: Vereine. (Memento des Originals vom 19. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fehraltorf.ch
  13. Salomon Corrodi auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).